Jetlag meistern – die besten Tipps | reisereporter.de

7 Tipps: So meisterst du deinen Jetlag am besten

Müde, schlapp, schwindelig – und das dringende Bedürfnis nach einer Dusche. Klingt nach einem fiesen Kater, ist aber auch mein Zustand nach einem Langstreckenflug mit Jetlag. Der reisereporter gibt Tipps, wie du dich schnell auf Zeitverschiebungen einstellst.

Schlafende Frau in der Großstadt.
Nach einem Langstreckenflug kämpfen viele mit einem Jetlag (Symbolbild).

Foto: Unsplash/Hernan Sanchez

Sydney, früher Abend. Knapp 24 Stunden Anreise liegen hinter mir, neun Stunden Zeitverschiebung vor mir. Hallo, Jetlag! So ging es mir viele Jahre. Ich litt unter der Zeitumstellung beim Reisen, manchmal über eine Woche hinweg, während ich heute nur die ersten 24 Stunden am Ankunftsort benötige, um mich auf die neue Uhrzeit einzustellen. 

Jeder Mensch hat eine innere Uhr entwickelt, die sich dem Tagesablauf angepasst hat. Deshalb hinkt der Rhythmus des Körpers beim Reisen durch verschiedene Zeitzonen ganz automatisch hinterher, und genau deshalb solltest du auch nicht forcieren, den Jetlag zu überwinden, sondern dem Körper die Zeit geben, die er benötigt. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die helfen, sich schneller umzustellen. Das sind meine Tipps:

Die Uhr bereits im Flugzeug umstellen

Beim Betreten des Fliegers stelle ich bereits meine Uhr auf die am Ankunftsort herrschende Zeit um. Das klingt wie ein kleiner Selbstbetrug, hilft mir jedoch am allermeisten, denn die Gedankenkraft ist nicht zu unterschätzen: Einfach immer wieder auf die Uhr schauen und sich bereits beim Fliegen mental umstellen.

An den Tagesrhythmus anpassen

Am Zielort angekommen, ist es natürlich genauso wichtig, sich dem neuen Tagesrhythmus anzupassen. Hier gilt es: Nichts forcieren, aber auf jeden Fall probieren.

Konkret heißt das für die Ankunft: Wenn ich Richtung Osten fliege, nehme ich mir nicht zu viel vor, um früh ins Bett gehen zu können. Wenn ich Richtung Westen fliege, verbringe ich am Zielort viel Zeit draußen, um wach zu bleiben und genügend Licht abzukommen, sodass ich nicht müde werde.

Ruhe gönnen

Der Körper stellt sich nicht so schnell um, wie du dir das vielleicht wünschst. Deshalb ist es ratsam, Aktivitäten am Urlaubsort, beispielsweise Tauchen oder Zip-Lining, erst ab dem dritten Tag anzugehen – ansonsten schwächst du den Körper noch mehr und der Jetlag zieht sich unnötig in die Länge.

Auch Businessmeetings sollten – wenn möglich – nicht gleich am nächsten Morgen stattfinden. Bei der Rückreise nach Hause empfehle ich, den Flug auf das Wochenende zu legen, sodass du dir die Zeit nehmen kannst, wirklich anzukommen.

Nach draußen gehen

So einfach ist das. Nicht im Hotelbett lümmeln oder zu Hause auf dem Sofa sitzen, sondern rausgehen. Ein Spaziergang hilft sehr, den Jetlag zu verkürzen, denn Licht hemmt die Produktion von Melanin, das den Organismus auf das Schlafen einstellt.

Weniger essen

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass, wer fastet, sich schneller an den neuen Tagesrhythmus anpassen kann, denn die biologische Uhr hängt auch vom Essen ab.

Natürlich muss jetzt keiner hungern, während das Buffet des Vier-Sterne-Hotels mit all seinen Köstlichkeiten wartet – aber eine Sache hilft garantiert: das Essverhalten dem Tagesrhythmus anzupassen, statt dem Heißhunger mitten in der Nacht nachzugeben.

Yoga machen

Sport wirkt der Müdigkeit entgegen, aber auch hier gilt: Weniger ist mehr, niemand muss gleich ins Hotelfitnessstudio flitzen (siehe Punkt drei: „Ruhe gönnen“). Yoga bietet genügend Dehn-, Halte- und Atemübungen, die Wunder wirken. Gute Anleitungen für den leichten Einstieg gibt es zum Beispiel auf Youtube oder Instagram.

Wir haben dir außerdem schon super Tipps für Yoga auf Reisen zusammengestellt. 

Auf Melaninpräparate verzichten

In den USA frei verkäuflich, bei uns gibt es sie nur auf Rezept: Melaninpräparate. Ich rate davon ab, Medikamente einzunehmen, um den Jetlag zu umgehen, da sie den Körper nur noch zusätzlich verwirren. Außerdem können sie den empfindlichen Hormonhaushalt des Körpers durcheinanderbringen.

Übrigens: Grundsätzlich ist der Jetlag, den eine Reise Richtung Westen (beispielsweise Los Angeles) nach sich zieht, einfacher wegzustecken als die Zeitumstellung Richtung Osten.

Das liegt daran, dass ein Flug Richtung Westen Zeit schenkt und es meist einfacher ist, länger wach zu bleiben (beispielsweise durch die neuen Eindrücke, die dich erwarten) als früher ins Bett zu gehen, wie es Richtung Osten der Fall ist.

Deshalb empfiehlt es sich vor allem vor einer Reise in Richtung Osten (beispielsweise Sydney), bereits zu Hause frühzeitig ins Bett zu gehen und sich somit sanft dem neuen Rhythmus anzupassen.

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