Wer in den Big Apple reist, fühlt sich automatisch an Szenen aus der Popkultur erinnert. In das Katz’ Deli pilgern Fans des Films „Harry und Sally“, weil Sally dort ihren Fake-Orgasmus hatte. In der North Moore Street steht die Feuerwache aus „Ghostbusters“. Und einmal wie Carry Bradshaw elegant die Stufen hinunterlaufen können Fans von „Sex and the City“ am Haus der 66 Perry Street. Doch all diese Geschichten vereint: Sie sind Fiktion.

An der 1st Avenue zwischen der 41. und 42. Straße stand im Jahr 1960 eine Bank. Dort sang ein Mann einer angehenden Krankenschwester Lieder aus seiner irischen Heimat vor. Seine Haare waren so rot, wie sie es nie zuvor gesehen hatte. Die Lieder singt er auch heute, 50 Jahre später noch manchmal für sie. Die beiden fanden ihre große Liebe. Eine wahre Geschichte.

New York: Sex and Love in the City

Die „New York’s Love Map“ auf dem Blog „The Cut“ zeigt die echten großen Liebesgeschichten des Big Apple. Auf der  Stadtkarte von New York City kann jeder seine Liebesgeschichte mit den genauen Koordinaten eintragen. 482 Menschen haben das schon getan.

Und dabei wird schnell klar: Romantische Gesten gibt es nicht nur im Central Park oder am Pier mit Blick auf die Brooklyn Bridge. Sie passieren überall.

Karte über Liebe, Sex, Trennungen in New York.
An jeder Ecke in New York finden sich Geschichten über Liebe – hier ein Ausschnitt der Karte. Foto: thecut.com

Im Bowery Ballroom, einem recht abgeranzten Club auf der Bowery Street, habe er seine Freundin beim Pogo-Tanz auf einem Konzert zum ersten Mal gesehen, schreibt etwa anonym ein Mann. Eine Frau berichtet, dass sie beim ersten Date mit einem Mann in einem asiatischen Imbiss aß. Fünf Jahre später holten die beiden ihre Heiratsurkunde im Rathaus ab – und gingen zur Feier in ebenjenes Restaurant.

Wem gerade nicht nach Romantik zumute ist, keine Sorge, es gibt auch Sex- und Trennungsgeschichten. Für jeden, der dem New York Spirit schon einmal erlegen ist, wühlt die Karte die Gefühle der Reise wieder auf. Jeder, der einen Trip nach New York plant, kann sich hier ein bisschen mehr Authentizität in den Mythos holen.