Verspätungen, Flugausfälle, schlechte Kommunikation: Nicht neu, aber in diesem Fall kam alles zusammen. Hotelfachmann Andreas wollte am vergangenen Freitag nach Barcelona fliegen – doch daraus wurde nichts.

„Das war ein Fail nach dem nächsten“, findet Andreas. Erst durfte der Flieger wegen massiver Verspätung nicht mehr in Düsseldorf landen, dann wurden die Passagiere nach zwei Stunden mit einem Bus zum Flughafen Köln-Bonn gefahren, wo kein Nachtflugverbot herrscht. Und dann nach zwei weiteren Stunden Warterei (und damit fünf Stunden nach dem ursprünglich geplanten Abflug) die Ansage: Heute geht kein Flieger mehr, erst am Samstag um 16.30 Uhr.

„Der offizielle Grund war, dass die Crew ihre Pause machen müsse“, sagt Andreas. „Aber warum wussten die das nicht schon vorher?“ Laut dem 29-Jährigen sollten die gestrandeten Passagiere sich dann ein Hotelzimmer organisieren: „Uns wurde ein Hotel genannt, in dem es nur noch Doppelzimmer gab. Vorschlag war dann, dass ich mir ein Zimmer mit einem Fremden teile… Wahnsinn!“ Einen Shuttle zurück nach Düsseldorf gab es, so Andreas, trotz zahlreicher Nachfragen nicht.

Warum wurden wir wie die Tiere hin- und hergeschickt?

Andreas

Gegen 2.30 Uhr entschied er sich schließlich, auf eigene Kosten zurück nach Düsseldorf zu fahren – und buchte einen neuen Flug, diesmal bei Eurowings. „Das war die beste Lösung, so hab’ ich es noch zur Feier geschafft. Es gab von Norwegian keine Kommunikation, keine Hilfe, keine Entschuldigung. Warum wurden wir wie die Tiere hin- und hergeschickt?“ Eine Frage, auf deren Beantwortung durch die Airline er bis heute wartet.

Auf reisereporter-Nachfrage bei Norwegian spricht die Airline von „einer Verkettung einer Reihe unglücklicher Situationen“. Das eingesetzte Flugzeug sei bereits am Freitagmorgen verspätet gewesen, das habe sich so durch den Tag gezogen und sei damit geendet, dass das Flugzeug wegen des Nachtflugverbots nicht mehr in Düsseldorf landen durfte.

Der Vorschlag für Andreas, sich mit einem Fremden ein Doppelzimmer im Hotel zu teilen, könne „eine einmalige und außergewöhnliche Maßnahme“ gewesen sein, die aber „keinesfalls üblich“ sei.

Und was die Entschuldigung betrifft heißt es vom Norwegian-Sprecher: „Wir haben zwei SMS mit Informationen und Entschuldigungen an die Passagiere verschickt. Ich kann mir nicht erklären, warum die in diesem Fall nicht angekommen sind.“