Touristen haben Europa 2017 überrannt | reisereporter.de

Offizielle Zahlen: Touristen haben Europa überrannt

Urlaub in Europa liegt im Trend: 32 von 34 europäischen Reiseländern haben einen Zuwachs an Touristen vermeldet. Spitzenreiter ist Island, dorthin kamen 30 Prozent mehr Urlauber als im vergangenen Jahr.

Touristen am Gulfoss-Wasserfall in Island.
Touristen am Gulfoss-Wasserfall in Island.

Foto: imago/IPON

Der aktuelle Bericht der Europäischen Tourismuskommission zeigt, dass die internationalen Tourismuszahlen in Europa in den ersten acht Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent gestiegen sind – und das trotz geopolitischer Spannungen und Terroranschlägen.

Den größten Zuwachs verzeichnete Island. 30 Prozent mehr Touristen kamen in das Land, trotz begrenzter Unterkunftskapazitäten und Einschränkungen in der Infrastruktur. Der Tourismus in Island wächst europaweit seit 2012 am stärksten, durchschnittlich um 25 Prozent pro Jahr. Höhepunkt war das Jahr 2016 mit 40 Prozent Zuwachs. 

Auch Reiseziele, die von Sicherheitsbedenken betroffen waren, konnten zulegen: So verzeichnete die Türkei einen Zuwachs von 25 Prozent, nachdem es in den Vorjahren insgesamt gut 30 Prozent verloren hatten – zu verdanken hat das Land den Aufschwung vor allem einem „Boom“ an russischen Touristen. Das politische Verhältnis der Türkei und Russland habt sich im Laufe des Jahres normalisiert, heißt es zur Begründung.

Mehr internationale Touristen in Deutschland

Mit zu den Spitzenreitern zählen die südlichen beziehungsweise mediterranen Reiseziele Slowenien, Serbien (beide plus 19 Prozent), Malta (plus 17 Prozent) und Zypern (plus 15 Prozent). Spanien verzeichnete ein Plus von zehn Prozent und entwickelt sich stabil.

Spanien (plus zehn Prozent) entwickelte sich somit trotz der politischen Spannungen in Katalonien und der Terroranschläge im August robust. Für Spanien ist das Wachstum dieser Größenordnung angesichts seiner Größe als Reiseziel (75 Millionen internationale Touristenankünfte im Jahr 2016 auf der Grundlage von UNWTO-Daten) von Bedeutung. Deutschland​ hatte einen Zuwachs von 5,3 Prozent an internationalen Touristen.

Eine deutliche Zunahme verzeichnet Europa an Touristen aus China (schätzungsweise plus 17 Prozent) und Indien (plus 14 Prozent). 

Deutsche geben mehr Geld für Urlaub aus

Die Deutschen geben indes immer mehr Geld für ihren Sommerurlaub aus. Wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilte, gaben die Deutschen im Reisebüro oder online bei Reiseveranstaltern und auf Reiseportalen etwa 14 Milliarden Euro für den Sommerurlaub 2017 aus.

Das waren vier Prozent mehr Umsatz als im Vergleich zur Sommersaison 2016. Gut drei Viertel der Umsätze (77,7 Prozent) werden über stationäre Reisebüros generiert. Tragende Säule des Zuwachses sind Kreuzfahrten mit einem Plus von 20 Prozent, Pauschalreisen legten um fünf Prozent zu.

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