Die gefährlichsten Reiseziele 2018 | reisereporter.de

Die sichersten und gefährlichsten Reiseziele 2018

Es gibt Länder, in die solltest du im kommenden Jahr lieber nicht reisen, weil dort die Gesundheits- und Sicherheitsrisiken zu hoch sind. „International SOS“ hat jetzt die sichersten und die unsichersten Reiseländer 2018 bekannt gegeben.

Die Travel Risk Map von „International SOS“ bezogen auf die Reisesicherheit in Ländern weltweit.
Die Reisesicherheit weltweit wird beeinflusst von politischer Gewalt, Terrorismus und sozialen Unruhen.

Foto: Travel Risk Map

Gefühlt wird die Welt immer unsicherer. Die Angst vor Terror, politischen Unruhen und Katastrophen reist bei vielen Menschen mit. Wie hoch die Gefahr tatsächlich ist, veranschaulicht die „Travel Risk Map“.

Sie wird von „International SOS“ und Control Risk herausgegeben und gibt einen Überblick über die Sicherheit, das Gesundheitsrisiko sowie die Verkehrssicherheit in allen Ländern der Welt. 

Die Ergebnisse basieren auf einer Analyse aus dem laufenden Jahr sowie einer Prognose für das kommende. Die Analyse dieses jährlichen Reports ist in erster Linie für Unternehmen und Geschäftsreisende gedacht. Allerdings bietet sie auch eine Orientierung für deine Reiseplanung 2018.

So hoch ist das Sicherheitsrisiko weltweit

Die Analyse des Sicherheitsrisikos beruht auf den Faktoren Bedrohung von Reisenden, politische Gewalt, Terror, Aufstände, Krieg, soziale Unruhen und Kriminalität.

Auf der Karte zum Sicherheitsrisiko ist das Risiko in fünf Stufen unterteilt: extrem (dunkelrot), hoch (rot), mittel (orange), niedrig (gelb) und unerheblich (grün). Um zu erfahren, wie hoch das Risiko in Ländern ist, die auf deiner To-Travel-Liste stehen, tippst du es auf der Karte ein:

Absolut ungefährlich ist es nach Angaben der „Travel Risk Map“ in acht Ländern, alle liegen in EuropaUnerheblich ist das Sicherheitsrisiko in Dänemark, Finnland, Grönland, Island, Luxemburg, Norwegen, der Schweiz und Slowenien. Hier hat sich im Vergleich zur „Travel Risk Map 2017“ nicht viel geändert.

Extrem hoch ist das Sicherheitsrisiko hingegen in Teilen der Ukraine, in Afghanistan, Syrien, den Palästinensischen Gebieten, Libyen, im Jemen, in Teilen Malis, im Südsudan, in Teilen des Sudans, in Teilen Nigerias, in der Zentralafrikanischen Republik, in Somalia, in Teilen Pakistans sowie in Teilen der Demokratischen Republik Kongo.

Die Türkei als nach wie vor beliebtes Reiseziel der Deutschen wurde hochgestuft: Im vergangenen Jahr war dort das Sicherheitsrisiko nach Einschätzungen von SOS International noch niedrig, jetzt ist es als mittel eingestuft. Gleiches gilt für Ägypten – auch dort wurde das Sicherheitsrisiko von niedrig auf mittel und in einige Regionen auf hoch oder gar extrem hochgestuft.

Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes

Die Ergebnisse der Analyse von „International SOS“ und Travel Risk in Bezug auf die Reisesicherheit stimmen in weiten Teilen mit den Informationen des Auswärtigen Amtes überein. Für die nach Angaben der „Travel Risk Map“ unsichersten Länder der Welt spricht auch die Behörde Warnungen aus. 

Aktuell warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in folgende Länder: Afghanistan, Irak, Jemen, Libyen, Somalia, Südsudan, Syrien, Zentralafrikanische Republik.

Teilreisewarnungen des Auswärtigen Amtes gibt es für folgende Länder: Ägypten, Algerien, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Eritrea, Israel, Japan, Kamerun, Libanon, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Palästinensische Gebiete, Pakistan, Philippinen, Tschad, Ukraine.

Gesundheitsrisiko besonders in Afrika hoch

Die Travel Risk Map von International SOS bezogen auf das Gesundheitsrisiko in den Ländern weltweit.
Das Gesundheitsrisiko wird unter anderem beeinflusst von Infektionskrankheiten, Umweltfaktoren und der medizinischen Notfallversorgung. Foto: Travel Risk Map

Das Gesundheitsrisiko ist vor allem in afrikanischen Ländern wie Libyen, Niger, Südsudan, Somalia, Guinea-Bissau, Guinea, Sierra Leone, Burkina Fas, Liberia, Eritrea und der Zentralafrikanischen Republik sehr hoch. Außerdem ist es sehr hoch in Afghanistan, Syrien, dem Libanon, im Irak, Jemen und in Guyana (Südamerika).

Bewertet werden Faktoren wie Infektionskrankheiten, Umweltfaktoren, die medizinische Notfallversorgung sowie der Zugang zu Medikamenten. 

Gestiegen ist das Risiko nach Angaben von „International SOS“ in einigen Regionen der Karibik – beispielweise in Puerto Rico. Grund dafür sind die Zerstörungen durch die Hurrikans „Irma“, „José“ und „Katie“ im September 2017.

In einigen europäischen Ländern, darunter Kroatien, Polen, Slowenien, die Türkei und Ungarn, ist das Gesundheitsrisiko hingegen gesunken. Das begründet „International SOS“ mit den verbesserten medizinischen Standards.

Verkehrssicherheit in Afrika ist schlecht 

Die Travel Risk Map von International SOS bezogen auf die Verkehrssicherheit in den Ländern weltweit.
Überblick über die Verkehrssicherheit in den Ländern weltweit. Foto: Travel Risk Map

Auch die Verkehrssicherheit ist ein wichtiges Kriterium für eine Reise. Nach Angaben von „International SOS“ haben nur 28 Länder weltweit angemessene Gesetze, welche die fünf Risikofaktoren reglementieren: Geschwindigkeit, Fahren unter Alkoholeinfluss, Schutzhelme, Sicherheitsgurte und Kindersitze.

Das höchste Risiko im Straßenverkehr gibt es demnach in den meisten afrikanischen Ländern. Mit Ausnahme von Ägypten, wo es ein mittleres Risiko gibt, ist es überall sehr hoch oder hoch. Für den Südsudan liegt kein Rating vor. Auch in Thailand und Vietnam ist das Risiko sehr hoch.

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