Ein Satz, den jeder Fluggast kennt: „Bitte schnallen Sie sich an, bringen Sie den Sitz in eine aufrechte Position und schalten Sie Ihre elektrischen Geräte aus oder aktivieren Sie den Flugmodus.“

Was sich wohl jeder Fluggast fragt: Warum muss ich den Flugmodus überhaupt einschalten? Bringt das wirklich etwas – außer einer leicht nagenden Panik, die sich beim Gedanken an abstürzende Flugzeuge aufgrund von Handystrahlung einstellt?

Stürzt das Flugzeug ab, wenn du den Flugmodus nicht aktivierst?

Diese Panik ist zum Glück unbegründet. Auch wenn diese Regel – also das Handy entweder aus- oder in den Flugmodus zu schalten – in den 90er-Jahren tatsächlich aus Angst vor möglichen negativen Auswirkungen der Mobiltelefonfrequenzen auf die Flugzeugelektronik eingeführt wurde: Bis heute gibt es keinen Beweis für gravierende Störungen.

Trotzdem musst du dein Handy in den Flugmodus schalten, sobald das Flugzeug zur Startbahn rollt. Tust du es nicht, kann es passieren, dass das Flugzeug nicht starten kann und zum Gate zurückfährt.

Warum du den Flugmodus einschalten musst

Tatsächlich haben Piloten festgellt, dass Handys, wenn sie Signale übermitteln, eine Störung der Flugzeugradios verursachen. Dadurch kann die Radiofrequenz für ein bis zwei Sekunden blockiert und so die Kommunikation zwischen den Piloten und der Flugsicherungszentrale gestört werden.

Das heißt allerding noch nicht, dass dein Handy automatisch so eine Störung verursacht, wenn du – aus Versehen – mal nicht den Flugmodus aktiviert hast. Einige weitere Faktoren beeinflussen die Wahrscheinlichkeit einer Radiostörung: ob das Handy an der Grenze des Handyempfangs (zwischen 1.500 und 3.000 Metern Höhe) einen Anruf empfängt oder sendet, die Nähe des Handys zum Cockpit, das Handymodel und das Alter des Flugzeugs und der Bordtechnologie.

Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du den Anweisungen der Flugbegleiter aber auf jeden Fall folgen und im Flugzeug das Handy ausschalten oder den Flugmodus aktivieren.