Skurrile Festivals rund um die Welt | reisereporter.de

2018 wird das verrückteste Urlaubsjahr deines Lebens

Urlaubsplanung mal anders: Wie wär’s, wenn du deine Reisen im Jahr 2018 einfach mal nach den witzigsten und skurrilsten Traditionen und Festivals der Welt planst? Das wird dann nämlich ein Jahr, das du nie vergisst. 

Eine Frau, ist mit Tomatenresten bedeckt, nachdem sie am Tomatina-Fest in Valencia teilgenommen hat.
Beim jährlichen Tomatina-Fest bewerfen sich die Teilnehmer mit Tomaten.

Foto: imago/Kolvenbach

Essensschlachten, Käserennen, tanzende Bären: Rund um die Welt gibt es etliche skurrile Traditionen. Wir stellen dir einige vor – inklusive der Termine für das kommende Jahr, damit du deine Reisen auch passend planen kannst.

Februar: Orangenschlacht in Italien

Wer schlau ist, setzt beim historischen Karneval im Februar in Ivrea einen Helm auf. Denn traditionell gehört eine große Orangenschlacht dazu. Die Menschen auf den Umzugswagen und das Publikum werfen die Früchte wie Granaten – wenn eine harte Orange am Kopf zerplatzt, kann das ganz schön wehtun. Etwa 3.000 bis 4.000 der Früchte werden jedes Jahr geworfen. 

Damit wird der Bürgerkrieg zwischen dem Volk und Napoleons Königstruppen nachgestellt, der nach der Hinrichtung des tyrannischen Herrschers Ranieri di Biandrate begann.

Der Karneval 2018 in Ivrea findet vom 10. bis zum 13. Februar statt – die Orangenschlacht ist am 12. Februar.

Karneval in Ivrea mit traditioneller Orangenschlacht.
Zum traditionellen Karneval in Ivrea gehört eine Orangenschlacht. Foto: imago/ZUMA Press

Mai: Käserennen in Gloucester

Bei dieser skurrilen Veranstaltung in England rennen die Teilnehmer einem Käselaib hinterher, der einen Hügel hinunterrollt. Die meisten legen sich dabei auf die Nase und rollen selbst mehr, als dass sie laufen.

Dieses Käserennen findet jedes Jahr in Cooper’s Hill bei der Stadt Brockworth statt. Der etwa drei Kilogramm schwere Laib Gloucester-Käse wird den Hügel hinuntergerollt und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Es ist praktisch nicht zu schaffen, ihn einzuholen, daher gewinnt jeweils der schnellste Mann und die schnellste Frau.

Der Termin für 2018 ist der 28. Mai.

Juni: In Spanien springt der Teufel über Babys

In Spanien springt der Teufel bereits seit 400 Jahren über Babys, um sie vor Dämonen und Unheil zu schützen. Im kleinen Ort Castrillo de Murcia im Norden des Landes findet diese besondere Art der Taufe statt.

Immer am Sonntag nach Fronleichnam werden Neugeborene auf Matratzen gelegt. Dann springt der Teufel, der dort „El Colacho“ heißt, über die Babys. Im Jahr 2018 findet die Veranstaltung am 3. Juni statt.

Juli: Weltmeisterschaft im Frauentragen in Finnland

Die „Wife Carrying World Championship“, die Weltmeisterschaft im Frauentragen, ist wohl eine der skurrilsten Sportveranstaltungen, die es gibt. Dabei müssen ein Mann und eine Frau gemeinsam einen 253,5 Meter langen Parcours mit Hindernissen bestreiten. Die Teilnehmerpaare dürfen nur dann rennen, wenn die Frau vom Mann getragen wird.

Möglich macht das zum Beispiel die sogenannte estnische Technik – dabei hängt die Frau kopfüber auf dem Rücken des Mannes und verhakt die Beine vor seiner Brust. 

Die Weltmeisterschaft im Frauentragen wird seit dem Jahr 1992 in der Stadt Sonkajärvi ausgetragen. Wer den Parcours am schnellsten beendet, gewinnt. Termin für 2018: 6. bis 7. Juli.

Juli: „Kırkpınar Oil Wrestling“ in der Türkei

Das Festival „Kırkpınar Oil Wrestling“ ist nach Angaben der Veranstalter die älteste durchgängig stattfindende Sportveranstaltung der Welt. Seit dem Jahr 1346 findet sie bereits am Rande der türkischen Stadt Edirne statt. Der Öl-Ringkampf zählt in der Türkei als Nationalsport. 

Männer in schwarzen Lederhosen, sogenannten Kispet, reiben sich von Kopf bis Fuß mit Olivenöl ein, und dann geht’s los. Tabus gibt’s nicht, dafür aber zwei Möglichkeiten zu siegen: Entweder drückt ein Gegner die Schultern des anderen auf den Boden oder er hebt ihn hoch und geht drei Schritte. 

Im Jahr 2018 findet das „Kırkpınar Oil Wrestling“ vom 2. bis 8. Juli statt. 

Ein Wrestler in Kirpinar wird vor dem Kampf mit Öl eingerieben.
Das „Kırkpınar Oil Wrestling“ ist das älteste jährliche Sport-Event. Foto: imago/ZUMA Press

Wöchentlich: Cholita-Wrestling in Bolivien

Noch mal Wrestling, dieses Mal aber mit deutlich mehr Kleidung: In Bolivien kämpfen Cholitas – indigene Frauen – gegeneinander. Dabei tragen sie ihre traditionelle Kleidung, die aus bis zu zehn Unterröcken, einem Schultertuch und einem Hut besteht. Die Kleidung kam in den 20er-Jahren aus Europa nach Südamerika, die Hüte waren ursprünglich für Männer entworfen worden.

Das „Cholitas Wrestling“ findet zum Beispiel jeden Donnerstag und Samstag in La Paz in Bolivien statt.

Beim Cholita-Wrestling in La Paz in Bolivien kämpfen die Frauen in traditionellen Outfits.
Beim Cholita-Wrestling kämpfen die Frauen in traditionellen Outfits. Foto: imago/Le Pictorium

August: Tomatenschlacht „La Tomatina“ in Valencia

Jährlich nehmen 40.000 Menschen aus der ganzen Welt am Festival „La Tomatina“ in der Stadt Buñol in der spanischen Region Valencia teil. Die Tomatenschlacht wurde im Jahr 2004 ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen – damals hatten sich 38.000 Menschen mit insgesamt 125 Tonnen (!) Tomaten beworfen.

Das Festival findet jedes Jahr am Mittwoch in der letzten Augustwoche statt, 2018 ist das der 29. August. Den Ursprung hat diese verschwenderische Tradition im Protest einiger Jugendlicher im Jahr 1945, die nicht an einer Parade teilnehmen durften. 

Dezember: In Rumänien steppt der Bär

In der historischen Region Moldau in Rumänien verkleiden sich jedes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester Erwachsene und Kinder als Bären und tanzen durch die Straßen der Orte. Das sieht schon ein wenig angsteinflößend aus, denn die Menschen tragen tatsächlich echtes Bärenfäll.

Für die Bewohner der Region ist es ein Grund zum Feiern, das Ritual soll nämlich böse Geister vertreiben.

Bekannt wurde der Bärentanz durch die Fotografin Diana Zeyneb Alhindawi, die rumänische Wurzeln hat. Für sie ist das Ritual in ihrer Heimatstadt Moinesti eine ihrer liebsten Kindheitserinnerungen, schreibt sie auf ihrer Website. „Die Felle sind sehr alt und werden über die Generationen weitergegeben.“

Du kennst noch eine total verrückte Tradition? Dann gern her damit, per E-Mail an maike@reisereporter.de.

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