12 Fakten übers Völkerschlachtdenkmal | reisereporter.de

13 ½ Fakten über Leipzigs Völkerschlachtdenkmal

Es ist 91 Meter hoch, wiegt 300.000 Tonnen und ist das meistbesuchte Wahrzeichen in Leipzig – das Völkerschlachtdenkmal.  

Winfried Mahr
Mathias Orbeck
pixabay/werner22brigitte
Unweit des ehemaligen Befehlsstands Napoleons ragt mitten aus dem einstigen Völkerschlachtfeld von 1813 das bekannteste Wahrzeichen Leipzigs.

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Wir stellen dir das Völkerschlachtdenkmal jetzt ganz genau vor – 12 Facetten eines steinernen Giganten.

1. Mit 91 Metern gehört das Völkerschlachtdenkmal – von den Leipzigern auch liebevoll „Völki“ genannt – zu den höchsten Denkmalen Europas und wird jährlich von bis zu 300.000 Gästen besucht.

2. Es erinnert an die bis dahin blutigste Schlacht der Menschheit (100.000 Tote). Vom 14. bis 19. Oktober 1813 hatten die alliierten Heere von Russland, Preußen, Österreich und Schweden den entscheidenden Sieg über Napoleon und die Franzosen errungen.

3. Nach 15 Jahren Bauzeit wurde im Beisein des deutschen Kaisers Wilhelm II. und des Sachsenkönigs Friedrich August III. am 18. Oktober 1913 das Denkmal eingeweiht.

Das sanierte Völkerschlachtdenkmal in Leipzig: Hier durch eine Lichtinstallation zur Jubiläumsfeier 2013 effektvoll in Szene gesetzt.
Das sanierte Völkerschlachtdenkmal in Leipzig: Hier durch eine Lichtinstallation zur Jubiläumsfeier 2013 effektvoll in Szene gesetzt. Foto: Andreas Döring

4. Zu nahezu 90 Prozent besteht das Denkmal aus Beton, die sichtbaren Teile sind aus Beuchaer Granitporphyr. 26.500 Natursteinblöcke sind verarbeitet worden, der schwerste Einzelblock wiegt 18 Tonnen.

5. Über 82.000 Kubikmeter Erdreich mussten bewegt werden, um die Baugrube auszuheben. Die Leipziger Müllabfuhr lieferte über zehn Jahre fast eine Million Kubikmeter Material, damit die seitlichen Wälle und Hügel aufgeschüttet werden konnten.

Galerie: Leipzigs Völkerschlachtdenkmal

6. Das 300.000 Tonnen schwere Monument steht auf 65 Betonpfeilern auf einer riesigen Fundamentplatte.

7. Der Bau, nach den Entwürfen von Bruno Schmitz errichtet, kostete zur damaligen Zeit sechs Millionen Mark, hochgerechnet wären das heute rund 30 Millionen Euro.

8. Insgesamt 500 Stufen führen von der Wasserfläche bis zur oberen Aussichtsplattform. Nach 136 Stufen gelangen die Besucher in die Krypta des Bauwerkes, die als symbolisches Grabmal für die Gefallenen steht. 16 Krieger halten dort – die Köpfe in Trauer gesenkt – die Totenwache.

9. In der Krypta tritt mehrmals pro Jahr der Denkmalchor, Preisträger des Sächsischen Chorwettbewerbs 2017, auf. Die Sänger präsentieren Stücke von der Renaissance bis hin zur zeitgenössischen Musik. In dieser außergewöhnlichen Umgebung ein besonderes Klangerlebnis.

10. In der Ruhmeshalle stehen vier zehn Meter hohe Riesenfiguren, die die Eigenschaften des deutschen Volkes während der Befreiungskriege verkörpern sollen: Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft, Opferfreudigkeit.

11. Genau 324 fast lebensgroße Reiterfiguren verkörpern in der Kuppel die heimkehrenden Sieger der Schlacht. Insgesamt ist die Kuppelhalle über 68 Meter hoch.

12. Über 364 Stufen führen von der Krypta aus über eine Wendeltreppe auf die obere Aussichtsplattform. Dort eröffnet sich ein Panoramablick über Leipzig und seine Umgebung. Der untere Rundgang ist mit einem Fahrstuhl zu erreichen.

13. Bis Oktober 2013, zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht, wurde der Denkmalskörper für 20 Millionen Euro saniert. Bis 2019 sollen auch die Außenanlagen wie das Wasserbecken auf Vordermann gebracht werden.

13  ½. Im Museum „Forum 1813“ am Fuß des Völkerschlachtdenkmals erwartet den Besucher eine in zwölf Ausstellungskapiteln angesiedelte Reihe von Themeninseln, die auf Ereignisse aus den Jahren 1789 bis 1814 eingehen.

Verschiedenartigste Waffen und Uniformen der Befreiungskriege verdeutlichen die ungeheure Masse der hier einst aufeinanderstoßenden Soldaten aus fast allen Nationen Europas.

Als ein Höhepunkt der Ausstellung gilt das 15 Quadratmeter große Diorama im Maßstab 1:72. Nach zeitgenössischen Unterlagen so genau als möglich rekonstruiert, entstand mit über 3000 vollplastischen Figuren das ehemalige Dorf Probstheida bei Leipzig, wie es sich dem Betrachter in den Kämpfen vom 18. Oktober 1813 gezeigt haben mag.

Völkerschlachtdenkmal/Forum 1813 | Adresse: Straße des 18. Oktober 100, 04299 Leipzig | Öffnungzeiten: April bis Oktober, täglich 10 bis 18 Uhr, November bis März täglich 10 bis 16 Uhr | Eintrittspreise: Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Familienkarte 16 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei

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