Die 10 besten Nationalparks in Europa | reisereporter.de

10 Nationalparks in Europa, die du 2018 besuchen solltest

Es ist Zeit für ein richtiges Outdoor-Abenteuer! Vergiss das Gedränge in Städten, überfüllte Strände und Shopping – ab in die Natur. Der reisereporter zeigt dir die zehn besten Nationalparks in Europa, die du im Jahr 2018 bereisen solltest.

Zwei Wanderer im Nationalpark Bayerischer Wald.
Nationalparks bescheren uns Momente inmitten schöner und meist unberührter Natur, wie hier im Nationalpark Bayerischer Wald.

Foto: imago/Westend61

Urige Wälder, glitzernde Gletscher, glasklare Seen: In mehr als 300 Nationalparks in Europa erlebst du unberührte Natur. Hier kommen die zehn Favoriten des reisereporters, die du unbedingt auf deine Reiseliste für 2018 setzen musst.

1. Sächsische Schweiz in Deutschland

Warum? Riesige bizarre Felsformationen, tiefe Schluchten und tiefe Wälder – für diese atemberaubende Natur musst du nicht weit reisen, du findest sie in Sachsen. Die Felswände des deutschen Teils des Elbsandsteingebirges, der Sächsischen Schweiz, dienten schon in vielen Hollywoodfilmen als Kulisse. Lust auf dein eigenes Abenteuer? 

Wann hin? Ein Besuch der Sächsischen Schweiz ist zu jeder Jahreszeit möglich. Bei Gewitter oder Eisglätte solltest du die Wanderungen aber lieber verschieben.



Wie lange bleiben? Du kannst eine ganze Woche einplanen, vor allem, wenn du den gesamten Malerweg (112 Kilometer) wandern willst.

Was machen? Wandern, wandern, wandern! Der Malerweg umschließt zum Beispiel das gesamte Gebirge der Sächsischen Schweiz. Er führt entlang aller Sehenswürdigkeiten, für die die Region bekannt ist: Festung Königstein, Pfaffenstein, Barbarine, Kuhstall, Affensteine, Schrammsteine, Kirnitzschtal, Burg Hohnstein, Felsenbühne Rathen und Bastei.

Für den besten Ausblick – oder das beste Instagram-Foto – solltest du auf die Basteibrücke wandern. Die Bastei ist auf einem von zwölf Felsen im Elbsandsteingebirge, die du unbedingt sehen musst. Ebenfalls ein Muss ist die Festung Königstein, die größte Bergfestung Europas.

Klettern gehört in der Sächsischen Schweiz zur Tradition. Ob für Anfänger oder Profis: Die Sandsteinfelsen ermöglicht abwechslungsreiche Schwierigkeitsstufen. Die Kletterschule Ottendorfer Hütte bietet Kurse sowie Ausrüstungen zum Verleih an. Entlang des Liliensteingebirges oder des Pfaffensteingebirges lohnt auch eine Paddeltour auf der Elbe.

An regnerischen Tagen lohnt sich eine Fahrt mit den gelben Straßenbahnen in das Kirnitzschtal. Sechs Haltestellen später erwartet dich ein fünf Meter hoher, künstlich angelegter Wasserfall, von dem weitere Wege in eine Felsenhöhle oder zum historischen Flößersteig führen.

2. Jotunheimen-Nationalpark in Norwegen

Warum? Jotunheimen heißt übersetzt „Heimat der Riesen“. Passt, denn hier findest du die beiden höchsten Berge Norwegens, den Galdhøpiggen (2.469 Meter) und den Glittertind (2.464 Meter inklusive Gletscherhaube). Die nahezu unberührten Bergregionen im Osten des Landes werden dich mit Blick auf Flüsse, Seen und Gletscher die eisigen Temperaturen und deine rote Nase vergessen lassen.

Wann hin? Von Juli bis August kommen die meisten Urlauber, sodass Touren schnell ausgebucht sind. Unser Tipp: Im Frühling oder Herbst reisen. Dann sind die Unterkünfte geöffnet und die Strecken vorwiegend frei von Schnee. In den Wintermonaten sind viele Wanderwege nur für erfahrene und vor allem gut ausgerüstete Wanderer geeignet.



Wie lange bleiben? Mindestens eine Woche. 

Was machen? Der Wanderweg von Memuruburu nach Gjendesheim (oder umgekehrt) ist nicht umsonst die beliebteste Route. Auf über sechs Stunden Wanderweg erwarten dich smaragdgrüne Seen wie der Gjende-See oder der Bessvatnet. Diese kannst auch auch mit einer Fähre überqueren.

Langlauf, Skifahren, Mountainbiken und auch Reiten: Jotunheimen ist ideal für sportliche Aktivitäten. Viele Regionen können aber auch mit dem Auto befahren werden.

Was du in Deutschland nicht machen kannst? Eine Gletscherwanderung oder Höhlenerkundung. Daher unbedingt machen: Eine geführte Tour durch den Jostedalsbreen, Europas größten Festlandgletscher.

3. Nuuksio-Nationalpark in Finnland

Warum? Wer sich dem Großstadttrubel von Helsinki entziehen will, hat es nicht weit. Denn nur knapp eine Stunde Fahrzeit entfernt liegt der Nuuksio-Nationalpark. In einer von Tälern und Schluchten geprägten Landschaft bieten Fichten- und Kiefernwälder bedrohten Vogelarten wie der Waldlerche und der europäischen Nachtschwalbe ein Heim.

Wann hin? Die beste Reisezeit ist in den Sommermonaten, von Juni bis August.



Wie lange bleiben? Einen Tag, als Ausflug aus Helsinki.

Was machen? Einen Überblick über den Naturpark verschaffen dir viele Wanderwege, die von der Haukkalampi-Informationshütte aus einmal um den kompletten Park führen. Dort hast du auch die Möglichkeit, einen Kaffee und einige Snacks zu dir zu nehmen. Auch beliebt: picknicken im Grünen. Nimm also Proviant mit, es gibt unzählige Grillplätze für ein nettes Barbecue.

Nimm dir Zeit, um Beeren während deiner Wanderung zu sammeln. Auch fischen in den Seen ist gegen Aufpreis zu allen vier Jahreszeiten möglich.

4. Peneda-Gerês-Nationalpark in Portugal

Warum? Der Peneda-Gerês-Nationalpark ist der erste und einzige Naturpark in Portugal und seit gut zehn Jahren ein Unesco-Biosphärenreservat. Entlang der spanischen Grenze, umgeben von Gebirgszügen, üppigen Wäldern und steilen Tälern, befinden sich im Naturpark mehr als 100 Ortschaften, die sich seit der Gründung im 12. Jahrhundert kaum verändert haben.

Wann hin? Das ganze Jahr über herrschen im Peneda-Gerês-Nationalpark vergleichsweise milde Temperaturen. Von April bis Oktober erwarten dich um die 25 Grad und wenig Niederschlag – ideal zum Wandern.



Wie lange bleiben? Vier bis fünf Tage solltest du für einen Aufenthalt im Nationalpark einplanen.

Was machen? Entlang des Stausees des Homen-Flusses, der sich im Südwesten des Nationalparks befindet, führen tolle Wanderwege. Hohe Hügel ermöglichen dir eine erstklassige Aussicht auf die Naturlandschaften.

Für die meisten Wanderungen solltest du mindestens drei Stunden einplanen. „Trilho da Água do Sarilhão“ oder „Trilho da Silva dos Ursos“ sind auch für Anfänger gut zu bewältigende Routen.

Zwischen den Felsen bilden sich auch Wasserbecken, in denen du, wie auch in unzähligen Bächen, schwimmen kannst. Herrlich!

Schmale Straßen führen dich in idyllische Bergdörfer wie Soajo und Lindoso. Hier geht es noch sehr traditionell zu. Dies erkennst du schnell an den alten Getreidespeichern und Kirchen. Wenn du Glück hast, verkaufen Einheimische regionale Produkte, die du unbedingt probieren solltest.

5. Nationalpark Port-Cros in Frankreich

Warum? Der Nationalpark Port-Cros an der Südküste Frankreichs ist ein Vogelparadies! Bei über 100 verschiedenen Vogelarten wirst du zwischen dicht bewachsenen Eichenwäldern aus dem Staunen nicht herauskommen. Autos und Motorroller sind auf der Insel nicht gestattet, sodass du den Naturpark aktiv erkunden musst.

Wann hin? Zwischen Ende April und Oktober kannst du dich auf Temperaturen zwischen 19 und 32 Grad freuen. Um die Hauptreisezeit der Franzosen zu umgehen, eignen sich Reisen im Frühling oder Herbst.



Wie lange bleiben? Ein Tagesausflug, nicht zuletzt wegen der begrenzten Zimmeranzahl, reicht aus, um die gesamte Insel zu erkunden.

Was machen? Genieße einen tollen Panoramablick mit Kaffee auf Port-Cros oder auf den drei Nachbarinseln der „Ponte de la Galère“. Die Insel ist gerade einmal zweieinhalb Kilometer breit, ein 35 Kilometer langer Wanderweg führt dich quer durch die Insellandschaft.

Strandabschnitte gibt es nur begrenzt. Auch baden ist beschränkt möglich. Die perfekte Gelegenheit also, die Unterwasserwelt beim Tauchen, Schnorcheln oder mit einem U-Boot zu erkunden.

6. Bialowieza-Nationalpark in Polen

Warum? Der erste in Polen gegründete Nationalpark ist Unesco-Weltkulturerbe und Europas letzter Urwald. Nirgends in Europa findest du eine derartige Artenvielfalt. Seit Anfang des Jahres werden drastische Abholzungen betrieben, sodass ein immer größerer Anteil des Mischwaldes verloren geht. Da keiner weiß, wie es in zehn Jahren aussehen könnte, sollte der Bialowieza-Nationalpark ganz oben auf deiner Reiseliste stehen.

Wann hin? Ob bei Schnee oder strahlendem Sonnenschein: Den Bialowieza-Nationalpark kannst du das ganze Jahr über besuchen.

Wie lange bleiben? Zwei Tage reichen, um alles Sehenswerte abzuklappern. Du kannst dort aber auch einen richtigen Aktivurlaub verbringen und mehr Zeit einplanen.

Was machen? Die wichtigsten und sehenswertesten Stätten im Bialowieza-Nationalpark sind nicht frei zugänglich, sodass es sich anbietet, eine geführte Tour mit einem lizenzierten Naturparkführer zu machen.

Für alle, die gern wandern, eignet sich der 20 Kilometer lange „Bison-Track“ entlang Fütterungsplätzen von Wildtieren. Ausblick auf rund 8.000 Tierarten hast du auch vom Aussichtsturm im Narewka-Tal.

7. Vatnajökull auf Island

Warum? Island ist allein wegen seiner atemberaubenden Naturkulissen immer eine Reise wert. Und im Vatnajökull-Nationalpark liegt ein Naturphänomen neben dem anderen – darunter der größte Gletscher und der höchste Wasserfall Islands. Solltest du Urlaub bei niedrigen Temperaturen genießen, dann ist der zweitgrößte Nationalpark Europas gerade etwas für dich.

Wann hin? Die beste Reisezeit ist von Mai bis August. In Island wird es im Sommer aber auch nicht wärmer als 15 Grad.  



Wie lange bleiben? Mindestens drei Tage inklusive An- und Abreise solltest du bleiben.

Was machen? Eine Gletscherwanderung durch 2.000 Meter hohe Eismassen ist eigentlich nicht dein Ding? In diesem Fall: trotzdem machen! Du wirst auf dem Vatnajökull aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, versprochen!

Im Süden des Nationalparks stößt du auf Bergkämme, wo auch Morsárfoss, der höchste Wasserfall Islands, zu finden ist. Außerdem findest du im Nationalpark sämtliche Vulkane, wie den Öræfajökull oder den Grímsvötn, dessen Asche sich am Skeiðará-Fluss ansammelt und mit daraus entstandenem schwarzen Sand Besucher anzieht.

8. Cinque Terre in Italien

Warum? Cinque Terre ist einer der schönsten bunten Orte der Welt. Direkt an der ligurischen Riviera im Nordwesten Italiens liegt der Nationalpark Cinque Terre, übersetzt „fünf Dörfer“. Wie der Name schon verrät, befinden sich hier Orte entlang der Küste. Der Nationalpark gehört außerdem zum Unesco-Welterbe. 

Wann hin? Im Sommer kann es in Italien sehr heiß werden. Bei milderen Temperaturen von April bis Juni und von September bis Ende Oktober hast du das ideale Wetter zum Wandern und Baden. Im August ist die Hauptreisezeit der Italiener und somit die Nachfrage nach Unterkünften besonders hoch.

Im Dezember lohnt ein Abstecher nach La Spezia: Dort steht die weltweit größte Weihnachtskrippe und die Stadt ist schön geschmückt.



Wie lange bleiben? Zwei Tage, eine Woche, egal! Du wirst begeistert sein und dich an den bunten Häusern nicht satt sehen können. Ein Besuch lässt sich auch perfekt in eine Italienrundreise einbinden.

Was machen? Viele Wanderwege ermöglichen dir einen Blick auf bunt gestrichene Häuser, Fischerboote und kleine Gassen. Der sogenannte „Blaue Weg“ (Sentiero Azzuro) verbindet alle fünf Dörfer – Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore – miteinander. Auch beliebt ist der 47 Kilometer lange Sciaccheweg, der einmal komplett durch den Naturpark führt.

In kleinen Cafés zwischen steilen Hängen kannst du deinen Espresso mit Blick auf das Meer genießen, um anschließend im erfrischenden Wasser zu baden. Mit Kajaks hast du die Möglichkeit, versteckte Höhlen und Wasserfälle ganz leicht zu erreichen. 

9. Nationalpark Una in Bosnien

Warum? Der Una-Nationalpark ist noch ein echter Geheimtipp! Er liegt direkt an der Grenze zu Kroatien. Dich erwarten Naturkulissen wie aus dem Bilderbuch, viele vom Aussterben bedrohte Tierarten leben hier.

Wann hin? Optimale Wetterbedingungen hast du zwischen Mai und September. Im Frühling und Herbst kann es recht frisch werden, besonders in den Abendstunden.



Wie lange bleiben? Fünf bis sieben Tage. Du kannst auch im Nationalpark campen.

Was machen? „Štrbački buk“, der größte und mit Abstand spektakulärste Wasserfall im Nationalpark Una, ermöglicht dir wilde Rafting- und Kajakfahrten. Angler kommen beim Fliegenfischen auf ihre Kosten.  

Wanderwege, die um Holzstege erweitert wurden, ermöglichen dir eine tolle Aussicht auf die schönsten Naturschauspiele. Vielleicht begegnest du auch einem Bären, einem Wolf oder einem Wildschwein, denn diese sind im Nationalpark Una zu Hause.

Nordwestlich der Stadt Drvar beginnt der Nationalpark, vorbei am wunderschönen Ort Martin Brod mit seinem serbisch-orthodoxen Kloster Rmanj aus dem Jahr 1443, vorbei an früheren Grenztürmen und Burgruinen bis hin zur Ortschaft Ripac nahe der Universitätsstadt Bihac.

10. Der Bayerische Wald in Deutschland

Warum? Der erste in Deutschland gegründete Nationalpark war 1970 der Nationalpark Bayerischer Wald. Er befindet sich in Südostdeutschland direkt an der Grenze zu Tschechien. Unter dem Motto „Natur Natur sein lassen“ setzt der Nationalpark großen Wert darauf, die Naturlandschaften nach ihren ureigenen Gesetzen wachsen zu lassen und somit menschliche Eingriffe so gut es geht zu vermeiden. Mit etwas Glück kannst du wilde Tiere, wie Bären und Luchse im Tierfreigelände beobachten.

Wann hin? Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Grundsätzlich ist jede Jahreszeit DIE beste Reisezeit für einen Abstecher in den Nationalpark.

Wie lange bleiben? Den gesamten Nationalpark – 24.250 Hektar – abzuklappern würde Wochen dauern. Entscheide selbst, wie lange du in der Natur bleiben willst – an drei Tagen lässt sich schon einiges entdecken.

Was machen? Im Sommer kannst du wandern, Rad fahren oder Geocaching betreiben. Auch im Winter gibt’s genügend Freizeitaktivitäten: mit dem Schlitten die Hügel hinuntersausen, Skilanglauf oder Schneeschuhwanderungen. Einen tollen Ausblick hast du vom 44 Meter hohen Aussichtstrum auf Deutschlands längstem Baumwipfelpfad.

Bergwanderungen lohnen sich rund um Lusen, Rachel und Falkenstein. Im Nationalpark befinden sich auch viele Einrichtungen, in denen unter anderem Ausstellungen über die Tiere, Pflanzen und Gesteinsformationen informieren. Erkundige dich vor deiner Reise über aktuelle Veranstaltungen im Nationalpark.

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