„Paradise Papers“: Schöne Steueroasen | reisereporter.de

„Paradise Papers“: So schön sind die Steueroasen

Die „Paradise Papers“ haben aufgedeckt, wie Firmen, Politiker und Promis ihr Geld in Steueroasen verstecken. Doch diese Orte sind nicht nur für die Finanzwelt traumhaft. Wir zeigen dir die zwölf schönsten Oasen. 

Ein Steg reicht bei Nassau auf den Bahamas ins Meer.
Ein Steg reicht bei Nassau, der Hauptstadt der Bahamas, ins Meer.

Foto: imago/Danita Delimont

Klar, die „Paradise Papers“ sind kein Thema für uns – darum kümmern sich die Kollegen der „Süddeutschen Zeitung“. Wir zeigen dir lieber, weshalb diese Paradiese nicht nur für die Steuerfahnder, sondern vor allem für Urlauber eine Stippvisite wert sind:

Antigua und Barbuda

Antigua und Barbuda liegt zwischen dem Nordatlantik und der Karibik. Der Inselstaat, der in den „Paradise Papers“ auftaucht, ist ein unabhängiger Staat innerhalb des Commonwealth, Queen Elisabeth II. ist also das Staatsoberhaupt. In den Buchten der Inseln liegen zahlreiche Boote (und natürlich auch Jachten). Bei einem für die Karibik relativ trockenen Klima lässt es sich dort verdammt gut aushalten. 

Der Falmouth-Hafen auf Antigua.
Die Landschaft am Falmouth-Hafen auf Antigua. Foto: imago/blickwinkel

Aruba

Aruba gehört zu den ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao), die Teil der Kleinen Antillen sind. Die Insel liegt etwas nördlich von Venezuela, ist dafür aber sicherer. Staatsoberhaupt ist der niederländische König Willem-Alexander. Aruba hat aber eine eigene Verfassung, eine Regierung und eine Währung – in der man offenbar auch prima Geld anlegen kann. 

Ein Flamingo steht an einem Strand auf Aruba.
Ein Flamingo steht an einem Strand auf Aruba. Foto: imago/Danita Delimont

Bahamas

Die Bahamas sind ein Inselstaat im Atlantik. Erst seit 1973 sind die Bahamas unabhängig vom Vereinigten Königreich. Nassau ist die Hauptstadt und mit mehr als 200.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt der Inseln, in der auch die Banken und Betriebe angesiedelt sind. Aber auch die kleinen Orte eignen sich hervorragend zum Urlaubmachen (oder um Briefkastenfirmen einzurichten). 

Bahamas: Aerial-Foto von Hope Town.
Die Sonne scheint auf den kleinen Ort Hope Town auf den Bahamas. Foto: imago/ZUMA Press

Barbados

Der Inselstaat Barbados liegt im Atlantik und ist der östlichste Teil der Kleinen Antillen. Barbados steht bereits seit 2016 auf der schwarzen Liste der Steueroasen, die von der EU-Kommission erstellt wurde. Nun kam dafür der erneute Beweis in den „Paradise Papers“. Doch die Kulisse der Haupstadt Bridgetown hat deutlich mehr zu bieten: Die Architektur aus der britischen Kolonialzeit ist nicht nur zur blauen Stunde eine tolle Kulisse. 

Broad Street in Bridgetown auf Barbados.
Die Broad Street in Bridgetown, der Hauptstadt von Barbados. Foto: imago/robertharding

Bermudas

Die Inselgruppe der Bermudas besteht aus etwa 360 Koralleninseln im Atlantik, nur 20 davon sind bewohnt. Und dort tummeln sich anscheinend mehr Firmen als Menschen. Wobei die Bermudas auch für Touristen, besonders aus den USA, ein beliebtes Ziel sind. 

Royal Naval Dockyard auf den Bermudas.
Jachten liegen am Royal Naval Dockyard auf der Insel Ireland Island der Bermudas. Foto: imago/robertharding

Kaimaninseln

Die Kaimaninseln sind ein britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreichs. Das ändert nichts daran, dass vor allem die Hauptstadt George Town als Steuerparadies gilt und fünftgrößter Finanzplatz der Welt sein soll. Die meisten international agierenden Banken haben hier eine Filiale. Und nach dem Geldverwalten kann man getrost an den Strand gehen und baden. Was für ein Leben!

Ein leerer Strand auf den Kaimaninseln.
Ein leerer Strand auf den Kaimaninseln. Foto: imago/Lutz Kaulfuß

Dominica

Dominica liegt in der östlichen Karibik. Der Nationalpark Morne Trois Pitons ist Unesco-Weltkulturerbe – die Landschaft ist von vulkanischen Formationen geprägt, es gibt gigantische Wasserfälle und heiße Quellen. Die Wirtschaft des Landes basiert vor allem auf der Landwirtschaft, Bananen sind das hauptsächliche Exportgeschäft. Und dann wären da noch die Bankgeschäfte. 

Die Stadt Roseau auf Dominica.
Blick auf die Hauptstadt des Inselsstaats Dominica, Rouseau. Foto: imago/Westend61

Malta

Der südeuropäische Inselstaat Malta liegt im Mittelmeer, also ganz nah dran an den Europäern mit Geld. Die Hauptstadt Valletta ist für uns ein Top Place 2018. Allerdings wegen der Schönheit der Stadt und nicht wegen der Banken. 

Blick auf den Grand Harbour von Valletta auf Malta.
St. Peter and St. Paul Bastion: Blick auf den Grand Harbour von Valletta auf Malta. Foto: imago/Waldmüller

St. Kitts und Nevis

St. Kitts und Nevis ist im Commonwealth und in den Vereinten Nationen. Es ist einer der zwölf kleinsten Staaten der Welt, der ausschließlich aus den beiden namensgebenden Inseln besteht. Rund 46.000 Menschen leben auf den wunderschönen Vulkaninseln. Ein echter Geheimtipp für alle, die gern viel Ruhe im Urlaub haben.

Botanischer Garten auf Nevis.
Der botanische Garten auf Nevis in St. Kitts und Nevis. Foto: imago/robertharding

Saint Lucia und Saint Vincent

Die Inselstaaten Saint Lucia und Saint Vincent liegen nebeneinander. Beide sind als Steueroasen bekannt – gleichzeitig aber auch für wunderschöne Korallenriffs, Strände und die Natur. Für Taucher ein absoluter Traum. 

Tobago Cays and Mayreau Island, Saint Vincent und die Grenadinen.
Die Inseln Tobago Cays, Mayreau Island, Saint Vincent und die Grenadinen. Foto: imago/blickwinkel

Samoa

Samoa ist ein Inselstaat in Polynesien, der einst deutsche Kolonie war. Der Tourismus gehört zu den Haupteinnahmequellen der Insel vor Neuseeland. Das Wetter auf Samoa ist beständig schön, starke Stürme setzen den Küsten zum Teil zu. Leider ist das Wirtschaftswachstum sehr gering. Der Weg dorthin ist zwar weit, aber es lohnt sich. 

Der versteckte See To Sua Ocean Trench auf Samoa.
Der versteckte See To Sua Ocean Trench auf Samoa. Foto: imago/robertharding

Labuan

Labuan ist ein Bundesterritorium des Staates Malaysia; die Inselgruppe liegt vor der Küste Borneos und ist bereits seit dem Oktober 1990 offiziell Offshore-Finanzplatz. Damit bietet Labuan den Finanzgrößen dieser Welt beste Bedingungen, aber auch Touristen: westlich geprägt, stabil und mit perfekten Stränden und Riffs zum Tauchen.

Ein Falscher Clownfisch im Südchinesischen Meer vor Malaysia.
Ein Falscher Clownfisch im Südchinesischen Meer vor Malaysia. Foto: imago/imagebroker

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