Der mächtigste Reisepass der Welt | reisereporter.de

Das ist der mächtigste Reisepass der Welt

Deutsche können in 158 Länder unkompliziert einreisen. Damit landet der deutsche Reisepass im Ranking „Passportindex 2017“ wieder weit vorn. Seine Spitzenposition aus den vergangenen zwei Jahren verliert er aber – an einen winzigen Staat.

Montage von Singapur und den Reisepässen von Deutschland, Italien und Singapur.
Welches Land hat den mächtigsten Reisepass? Deutschland verliert seine Spitzenposition aus dem Jahr 2016.

Foto: imago/Manngold/Montage

Der deutsche Pass galt lange Zeit als "mächtigster" der Welt, zwei Jahre in Folge stand Deutschland auf dem ersten Platz im internationalen Vergleich. Im Jahr 2016 konnten Urlauber mit einem deutschen Reisepass ohne Visum in 160 Länder einreisen oder erhielten das Visum unkompliziert bei der Einreise. 

In diesem Jahr aber geht der Spitzenplatz des „Passportindex“ an Singapur. Die Einwohner des südostasiatischen Stadtstaates können in 159 Länder reisen, ohne vorher ein Visum beantragen zu müssen.

Der deutsche Reisepass belegt den zweiten Platz. Wer einen hat, benötigt für 158 Länder vorab kein Visum. Zum Vergleich: Die geringste Visumfreiheit hat Afghanistan. In nur 22 Länder können die Einwohner des Landes visumfrei reisen.

Passportindex: Vergleich von 199 Reisepässen

Die Beratungsgesellschaft Arton Capital hat für das Ranking die Reisepässe von insgesamt 199 Ländern miteinander verglichen. So wurde ermittelt, welche Pässe bei Reisen die meisten Vor- und Nachteile haben. 

Den dritten Platz teilen sich Südkorea und Schweden (Visumfreiheit für 157 Länder). Platz vier belegen Dänemark, Finnland, Italien, Frankreich, Spanien, Norwegen, Japan und das Vereinigte Königreich (je 156 Länder). In jeweils 155 Länder visumfrei reisen können Einwohner aus Luxemburg, Belgien, Österreich, Portugal, der Schweiz und den Niederlanden – macht Platz fünf. 

Grundsätzlich sollten sich Urlauber vor der konkreten Planung einer Auslandsreise immer über die Einreisebestimmungen und Visaregeln des Reiseziels informieren – zum Beispiel auf der Internetseite der Botschaft. Denn: Eine allgemeingültige Anleitung, wie ein Visum beantragt werden muss, gibt es nicht.

Diese Visa gibt es und so beantragen Urlauber sie

Die Visa on arrival werden bei der Einreise ausgestellt, je nach Land ist der Aufwand höher oder niedriger. Relativ easy ist es zum Beispiel in Nepal. Deutsche Staatsbürger erhalten das Touristenvisum (30 Tage gültig) bei der Einreise und müssen dafür umgerechnet knapp 35 Euro zahlen (Stand: 26. Oktober 2017). Ein Passfoto muss vorgelegt werden, heißt es auf der Seite des Auswärtigen Amtes. In Ägypten können Deutsche bei der Einreise gegen eine Gebühr von gut 20 Euro das Visum erwerben, sie können es aber auch vor der Reise beantragen. 

Vorab ein Visum beantragen müssen Deutsche (Stand: Oktober 2017) für 40 Länder. Das geht bei der Botschaft oder in einem Konsulat des Ziellandes. Je nach Reiseziel benötigst du unterschiedliche Dokumente, das Ausstellen des Visums dauert unterschiedlich lang. 

Vor der Einreise in einige Länder müssen sich Deutsche online registrieren und erhalten ein elektronisches Visum (eTA/ESTA). 

Für diese Länder brauchen Deutsche ein Visum

Afghanistan, Algerien, Angola, Aserbaidschan, Äquatorialguinea, Benin, Bhutan, Burundi, China, Eritrea, Gabun, Ghana, Guinea, Irak, Liberia, Libyen, Jemen, Kamerun, die Republik Kongo und die Demokratische Republik Kongo, Kuba, Mali, Myanmar, Nauru, Niger, Nigeria, Nordkorea, Pakistan, Russland, Saudi-Arabien, Sierra Leone, Somalia, Südsudan, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Tschad, Turkmenistan, Usbekistan und die Zentralafrikanische Republik.

Für diese Länder brauchen Deutsche ein elektronisches Visum oder eTA 

Ein elektronisches Visum beziehungsweise ein eTA (Electronic Travel Authority) benötigen Reisende für Australien, Kanada, Indien, Sri Lanka und die USA.

In diesen Ländern bekommen Deutsche bei der Ankunft ein Visum

Ägypten, Äthiopien, Bahrain, Bangladesch, Burkina Faso, Dschibuti, Elfenbeinküste, Guinea-Bissau, Iran, Jordanien, Kambodscha, Kap Verde, Kenia, Komoren, Kuwait, Laos, Libanon, Madagaskar, Malawi, Malediven, Mauretanien, Mosambik, Nepal, Oman, Papua-Neuguinea, Ruanda, Sambia, Simbabwe, Suriname, Tansania, Togo und Uganda.

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