Wir alle kennen Geysire und heiße Quellen. Es gibt sie meist in Zusammenhang mit Vulkanen, die die Geysire und Quellen mit Wärme versorgen.

Kurios: Tief im Herzen des Amazonas, bei dem Volk der Asháninka im östlichen Peru, gibt es weit und breit keine Vulkane – und trotzdem brodelt hier ein heißer Fluss.

Der sechs Kilometer lange Mayantuyacu hat keine einheitliche Temperatur, sondern ist an verschiedenen Stellen unterschiedlich warm. Seine Durchschnittstemperatur beträgt 86 Grad.

Ein Bad in diesem Fluss ist also nicht empfehlenswert – du wärst in Sekunden abgebrüht.

An seiner breitesten Stelle ist der Mayantuyacu 25 Meter breit und an seiner tiefsten Stelle sechs Meter tief. Das jedenfalls wissen Forscher bisher. Unklar ist hingegen weiterhin, warum der Fluss sich derart erhitzt.

Eine Theorie besagt, dass das Wasser meteorischen Ursprungs ist. Heißt: Es soll als Regen auf die Erde gekommen sein. Das Regenwasser versickert im Boden, wird dort aufgeheizt und kommt als heiße Quelle wieder zurück an die Erdoberfläche. Bewiesen ist die Theorie aber nicht.

Juan Flores circa 2000.

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Untersuchungen gestalten sich für die Forscher schwierig: Das Volk der Asháninka (bekannt für ihre Medizinpflanzen, ihr heiliges Wasser und ihren Wunderfluss) lebt seit jeher nämlich am Mayantuyacu – und schützt ihn.