Eine Frau erklärt: So geht richtiger Männerurlaub

Eine Frau erklärt: So geht richtiger Männerurlaub

Harte Kerle urlauben komplett anders als Frauen… oder?! Der reisereporter hat Tipps für den richtig männlichen Urlaub – zusammengestellt von einer Frau. Teil 1 unserer Mann-Frau-Antivorurteilreihe.

Urlauber an einer zum Strand offenen Bar.
Urlauber an einer zum Strand offenen Bar.

Foto: Rob Bye

Wie schaut ein echter Männerurlaub denn aus? Muss man dafür einen Waffenschein haben? Mindestens einen Tag lang mit einem Panzer durch die Wildnis brettern? Oder ist man als Mann unter einer Kiste Bier am Tag eine Lusche?

Eine nicht repräsentative Umfrage im Freundeskreis hat ergeben: alles Blödsinn. Metrosexuell ist nun wirklich kein Ding mehr, es darf auch der Wellness-Urlaub sein.

Meine Tipps für einen echten Männerurlaub:

Männerurlaub irgendwo in Afrika

Wo kann es also hingehen, wenn sich Kumpel überlegen, dass sie verreisen wollen? Der Autor Heinz Strunk hat sogar ein Buch über seine Pauschalreisen mit einem gewissen Freund, den er nur C. nennt, geschrieben.

Die beiden kommen etwa in einem Hotel in Afrika unter – wo, ist dabei aber eigentlich egal. Hauptsache, es gibt Bäder und andere Touristen, über die man sich lustig machen kann. Also warum nicht den besten Freund schnappen und ab ans Meer?

Ausschlafen, sich nicht ums Essenkochen kümmern müssen, im Pool schwimmen, Kaltgetränke an der Hotelbar – klingt doch gut.

Kühles Blondes im Norden

Lieber keine Sonne? Dann bietet sich der Norden an. In Skandinavien können sich Männer gleich eine Hütte mieten – am besten mit Sauna. Erst Hitze und Schwitzen, dann ab unter die kalte Dusche, und danach zischt das Bier oder ein Schnaps garantiert.

Geht aber auch gleichzeitig:

Hauptsache, in Bewegung

Es gibt ja auch Menschen, die mit Ruhe wenig anfangen können. Um Sport zu machen, etwa Stand-up-Paddling oder Surfen, muss man nicht immer gleich nach Bali fliegen: Es gibt Surfcamps in Portugal, auf Fuerteventura und sogar an der Nordsee. Das macht mit Freunden ziemlich sicher viel Spaß.

Und um die Klischeekeule doch noch rauszuholen – braun gebrannt mit salzverwuschelten Haaren und fit steht jedem Mann:

Für Skater gibt es zwar keine wirklichen Camps, aber weltweit kann man Anlagen finden, die eine Reise wert sind – selbst in China gibt es riesige Skate-Parks. Ein Trip nach Kalifornien zum Quasi-Geburtsort des Sports gehört doch sicher eh auf die Bucket-List für jeden Brettliebhaber.

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Richtig fleißig kann man bei einem sogenannten Builders Jam sein: Bauen, Bohren, Beton! Wenn das nicht männlich ist, weiß ich auch nicht mehr.

Roadtripping mit Kaltgetränk

In den USA lässt sich auch prima ein Wochenende in einer der Großstädte verbringen: Statt mit der Freundin romantisch durch den Central Park in New York City zu schlendern, kann man die dortigen Bars austesten (okay, die Stadt ist nicht günstig, das Geld muss da sein) und sich den Bauch mit scharfem Essen vollschlagen.

Auf der anderen Seite des Landes liegt Las Vegas – ein Trip in die Stadt der Spielkasinos muss dabei natürlich nicht gleich wie im Film „Hangover“ enden.

Für Menschen mit chronischer Pechsträhne beim Spielen eher zu empfehlen: Auto mieten und einen Roadtrip entlang des Highway No. 1 – cooler, als in einem alten Ford Mustang die Küste entlangzudüsen, das geht ja wohl kaum.  

Nebenbei lässt sich noch eine Weinprobe machen. Das geht ebenso in Frankreich. Oder wie wär’s mit Whisky- oder Gin-Tasting in Schottland? Die einzige Frage ist nur: Wer fährt?

Bierliebhaber sollten Belgien bereisen: Die Auswahl an Sorten mit Kirschblütengeschmack oder Orange ist unglaublich. In Brüssel gibt es Kneipen, die mit der Anzahl ihrer Biersorten werben. Das zieht entsprechend viele Touristen an. Aber auch andere Cafés haben eine große Auswahl.

Kultur und Bildung

Egal, wo es hingeht: Fast jedes Land hat irgendwo eine Brauerei, die besichtigt werden kann. Das gilt doch quasi als Kultur, oder? Ebenso verhält es sich mit Fußballstadien – und genau, auch Museen, die tatsächlich Kunst zeigen.

Auf, los, startet die Planung. Am Ende kommt es doch eh auf das Wirgefühl und die Gespräche an.

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