Safari in Kanada: Suche nach Big Five | reisereporter.de

Safari: Auf den Spuren der Big Five in Kanada

Abertausende Reisende machen sich jährlich auf zu Safaris in Afrika, um in der Steppe die Big Five zu suchen. Zeit für einen Szenenwechsel! Drehort für die etwas andere Safari ist Kanada, Protagonisten sind Bisons, Schwarzbären, Elche, Eisbären und Belugas.

Landmeedchen
In Manitoba kommst du den Elchen zum Knutschen nahe!

Foto: Landmeedchen

Kanada weckt die Abenteuerlust in uns. Bei Kanada denken wir an ursprüngliche Wildnis und endlose Natur mit Bergen, Seen und Flüssen. Die kanadische Prärie bei Manitoba hat jedoch noch viel mehr zu bieten. 

In Manitoba sind die wilden Tiere zu Hause. Ganz ohne Zaun, ganz wild. Im Riding Mountain National Park starten ganz früh morgens die Wildlife-Safaris. Denn auch hier gilt: In der Dämmerung sind die Chancen, Tiere zu sehen, am höchsten. Im Park befindet sich ein 400 Meter hohes Hochplateau.

Anders als in der Steppe gibt es auf dieser riesigen grünen Berginsel viel Wald und Wasser. Sie ist das Zuhause von Elchen, Wölfen, Schwarzbären, Wapitihirschen, Präriebisons sowie von Hunderten Vogelarten. Der Jeep tuckert langsam durch dichten Birkenwald und stoppt, sobald ein Tier in Sicht ist. Es kommt nicht selten vor, dass ein stattlicher Elch mit riesigen Schaufeln oder eine Herde Bisons den Weg versperrt. 



Am Lake Audy, nahe dem Nationalpark, liegt das Bison Enclosure, in dem eine Herde prächtiger Präriebisons lebt. In der Morgensonne kommt es vor, dass die Bisonfamilien mit den mächtigen Bullen, den Muttertieren und den Kleinen auf einer Wiese direkt neben der Straße grasen. Sie lassen sich meist nicht mal von dem kleinen Schwarzbären irritieren, der gerade an ihnen vorbeitollt. 

Bear standing in the rain in #RidingNP

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Im Herbst gibt’s fast eine Eisbärensichtungsgarantie

Von der Provinzhauptstadt Winnipeg aus ist ein Abstecher an die Hudson Bay auf der Suche nach den Big Five ein Muss! Von hier aus fliegt ein Propellerflugzeug nach Churchill, dem einsamen Außenposten am Rande der Arktis, wo sich im Herbst Hunderte Eisbären tummeln und auf das Zufrieren der Bucht warten.

Zu dieser Zeit gibt es quasi eine Eisbärensichtungsgarantie. Im Sommer sind hier weniger Bären unterwegs, aber dafür kann es sein, dass Junge neben den Muttertieren hertrotten. 



Hudson Bay: Mit den Walen schwimmen

Die Hudson Bay ist im Sommer außerdem der Hotspot schlechthin für Belugas. Während dieser Zeit leben bis zu 50.000 Weißwale hier. Im Juli und August wagen sich mehr als 5.000 Belugas in die Flussmündungen von Churchill und Pearl River, um hier ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Die Ausflugsschiffe sind meist von einer Horde Belugas umzingelt. Die Skipper der Boote haben Wassermikrofone mit an Bord, sodass die Besucher dem Gequietsche der Wale lauschen können. 

Beluga Whales Hudson Bay
In der Hudson Bay kannst du den Walen ganz nah sein. Foto: Travel Manitoba

Eine Extraportion Adrenalin gibt es bei einer Kajaktour in die Bucht hinaus. Wer zunächst nur das eigene Schlagen der Paddel im Wasser hört, wird sich wundern, wie schnell ein Wasserprusten der Wale diese Stille durchbricht.

Die Belugas schwimmen direkt um die Kajaks herum und unter ihnen hindurch. Wem das immer noch nicht genug Action ist, der kann auch in einen Neoprenanzug schlüpfen und, an einem Seil befestig und mit Schnorchel und Tauchermaske ausgestattet, ins Wasser tauchen, um den Walen ganz besonders nah zu sein. 

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