Es war die letzte Landung eines Air-Berlin-Langstreckenfluges am Düsseldorfer Airport. Der Pilot wollte einen würdigen Abschluss für diesen historischen Flug AB7001 schaffen, und zwar mit einem spektakulären Manöver: Kurz vor der Landung startete er die Maschine mit mehr als 200 Passagieren an Bord am Montagmorgen noch einmal durch und flog eine Ehrenrunde. Für ihn und seinen Co-Piloten hat die Aktion ein Nachspiel: Sie wurden vorerst suspendiert.

„Die Piloten sind derzeit nicht im Flugdienst“, bestätigte Air-Berlin-Sprecher Christian Liepack auf reisereporter-Anfrage. Das sei in einem solchen Fall aber „ein ganz normales Vorgehen“. Denn das Luftfahrtbundesamt (LBA) untersucht den Vorfall, es fordert von Air Berlin eine Aufklärung über die Hintergründe des Manövers. Voraussichtlich müssen sich auch die Piloten gegenüber dem LBA äußern.

Ehrenrunde: Air-Berlin-Pilot kündigte Manöver an

„Insbesondere Aussagen von Passagieren und zahlreiche Youtube-Videos führen zu Fragen und Spekulationen, die von den Piloten und den Tower-Mitarbeitern in den laufenden Untersuchungen beantwortet werden müssen“, so Liepack. Passagiere berichteten, dass der Pilot das Manöver mehrere Minuten im Vorfeld angekündigt hatte.

Wie oft schon Vorfälle bei Air Berlin vom LBA untersucht würden, dazu „geben wir keine Auskunft“, so Airline-Sprecher Liepack.