Lissabon: Top-Reiseziel für 2018 | reisereporter.de

Lissabon: Mein persönlicher Top Place 2018

Charmante kleine Cafés, langsam durch die engen Gassen ruckelnde Straßenbahnen, traumhafte Miradouros und jede Menge Musik – darum solltest du 2018 unbedingt in eine der schönsten Hauptstädte Europas reisen.

Fotomontage vom Top Place Lissabon mit Straßenbahnen.
Langsam durch die Stadt ruckelnde Straßenbahnen – das ist reisereporterin Tanjas Top Place Lissabon.

Foto: pixabay.com/Rmac8oppo/Montage

Wie schön wäre es doch, im Jahr 2018 wieder für ein paar Tage dort zu sein. Derweil träume ich mich einfach nach Lissabon, meinen Top Place 2018...

Die Stadt erwacht gerade, als am Parque Eduardo VII. die ersten Reisegruppen eintreffen. Die 25,8 Hektar große Grünfläche auf einer Anhöhe ist eine von unzählig vielen Miradouros von Lissabon – und für mich einer der schönsten Aussichtsplattformen der Stadt. Von hier schweift der Blick über das Denkmal des Marquês de Pombal hinunter zum Tejo, wo die Sonne die Diesigkeit der Nacht vertreibt. Links der Stadtteil Alfama, rechts das Bairro Alto und hinter einem das Denkmal zur Nelkenrevolution.

Das quirlige Treiben in den engen und verwinkelten Gassen der Altstadt ist noch nicht zu erahnen. Kaum ein Tuk Tuk (eine mit Dieselmotor betriebene Rikscha) knattert an dem Park vorbei. Portugals Hauptstadt mit ihren knapp 550.000 Einwohnern zeigt hier ihre wahre Schönheit auf sieben Hügeln. Die hellen, zum Teil pastellfarbenen Häuserfassaden schimmern und strahlen in einem sich ständig ändernden Licht. Es lohnt sich deshalb, eine Picknickdecke mitzunehmen und hier einmal morgens und abends für je ein paar Stunden zu verweilen.

Lissabon: Nirgendwo schmecken Pastéis besser

In der Unterstadt, dem Chiado-Viertel, vermischt sich der Duft von frisch gebackenen Pastéis de Nata mit dem typischen Meeresgeruch. Die Törtchen bestehend aus Blätterteig, Vanillepudding und Zimt, die ihren Ursprung im Hieronymus-Kloster in Belém haben, werden nahezu an jeder Straßenecke für einen Euro angeboten.

Nach dem Originalrezept verkauft jedoch nur noch das Café Fábrica dos Pastéis de Belém die süße Versuchung – 20.000 Stück pro Tag, sieben Tage die Woche. Sich geduldig in die lange Schlange Wartender einzureihen ist ein Muss. Nirgendwo sonst schmecken die Pastéis besser. Nirgendwo sonst zeigt sich Lissabon urtümlicher.

Auf dem Weg nach Alfama setzt sich immer mehr der Geruch von Diesel durch: Die voll besetzte Tramlinie 28 ruckelt zwischen großen Reisebussen, unzähligen Tuk Tuks und jeder Menge Autos die Hauptstraße zur Festungsanlage Castelo de São Jorge hoch.

Die Burg wurde von den Mauren gebaut und 1755 von einem starken Erdbeben zerstört. Heute entspannen hier die Touristen und Einheimischen. Auf der Aussichtsplattform sieht der Besucher über die Brücke des 25. April bis zur Mündung des Tejo in den Atlantik. Ein Ausblick, der viele Reiseführer ziert.

Unweit vom Castelo de São Jorge werfen die ersten Lissabonner im engen Labyrinth aus Gassen und Straßen fangfrischen Fisch auf den Grill – so, wie es sich für das einstige Wohnviertel der Fischer gehört.

Gegenüber des Fado-Museums bekommt dann auch jedermann die unvergesslich gut schmeckende portugiesische Hausmannskost auf den Teller: Bacalhau (Stockfisch) in den verschiedensten Varianten, gegrillten Oktopus, Cataplana (Fischeintopf) und gegrillte Sardinen. Eile ist hier fehl am Platz. Da alles frisch zubereitet wird, dauert das Essen gern einmal länger.

Lissabon: ESC-Gastgeber 2018

Ein ganz anderes Bild von Lissabon zeigt sich auf dem Expo-Gelände am Tejo-Ufer: Futuristische Hochhäuser säumen den Park der Nationen, der „Vasco da Gama“-Turm ragt in die Höhe und eine 17 Kilometer lange Brücke überspannt den Fluss. 2018 wird die Musikszene vom 8. bis 12. Mai auf dem Expo-Gelände zu Hause sein. Nachdem Salvador Sobral mit „Amar Pelos Dois“ 2017 den Song Contest in Kiew (Ukraine) gewonnen hat, findet der ESC im kommenden Jahr in der MEO Arena im Park der Nationen statt.

Über die Uferstraße geht es zurück ins historische Stadtzentrum. Aus den kleinen Restaurants im Bairro Alto schallt melancholischer Fado. Er handelt von unglücklicher Liebe, vergangenen Zeiten, sozialen Missständen und Saudade – den für Lissabon typischen Weltschmerz.

Wer die Stadt verlässt, kann dieses gemischte Gefühl von Sehnsucht, Wehmut und Fernweh nachempfinden.

Ach ja... Lissabon. Wir sehen uns 2018 wieder!

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