Abertausende Zigarettenstummel bleiben an Thailands Stränden liegen, während die Raucher sich nach einem langen Strandtag einfach aus dem Staub machen. Ein Untersuchungsbericht zeigt Erschreckendes: Bei einer Stichprobe wurden mehr als 100.000 Glimmstängelreste auf einem 2,65 Kilometer langen Abschnitt des Patong-Strandes auf Phuket gefunden. Nun zieht das Umweltministerium harte Konsequenzen. 

Der Minister Jatuporn Buruspat will das Rauchen an öffentlichen Stränden komplett verbieten, berichtet die „Bangkok Post“. Die Regelung solle bereits am 1. November 2017 in Kraft treten und zunächst für 20 der beliebtesten Strände des Landes gelten.

Betroffen sind neben Phuket (die Strände Patong und Laem Sing) auch beliebte Orte wie Koh Samui (Bo Phut), Pattaya, Hua Hin (Khao Takiab) und Koh Tao (Haad Sai Ree). 

Die Strafen für eine Missachtung des Verbots sind hart: Wer eine Zigarette wegwirft, dem drohen bis zu ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Baht (umgerechnet rund 2.600 Euro). Außerhalb der Strände sollen Raucherzonen eingerichtet werden. Umweltminister Buruspat sagt: „Raucher müssen ihre Zigarettenstummel in bereitgestellte Container werfen, bevor sie den Strand betreten.“

Nicht nur an den Stränden gibt es das Problem: In den größten Städten in Thailand bleiben Schätzungen zufolge jeden Tag mehr als 100 Millionen Glimmstängel auf den Straßen liegen.