Die französische Flugaufsicht beteiligt sich an dem Streik. „Aufgrund eines öffentlichen Streikes in Frankreich werden in der Zeit vom 9. Oktober (19 Uhr) und 11. Oktober (6 Uhr) im Flugverkehr von, nach und über Frankreich Verspätungen und Annulierungen erwartet“, teilt Lufthansa mit.

Ein Sprecher sagte auf Anfrage des reisereporters, dass einzelne Flüge nach und von Lyon, Nizza, Marseille, Paris und Toulouse gestrichen werden mussten. Ebenso könne es zu Verspätungen kommen. Eine genaue Zahl könne er nicht nennen.

Ob dein Flug betroffen ist, kannst du auf der Flugstatus-Seite der Lufthansa nachschauen.

Eurowings streicht nach jetzigem Stand acht Flüge. Die französische Airline Air France geht davon aus, dass etwa 25 Prozent der Kurz- und Mittelstreckenflüge am Dienstag nicht starten können, berichtet das Luftfahrtmagazin „aero“.

Was tun, wenn der Flug ausfällt?

Eine Airline oder der Veranstalter muss nach der EU-Fluggastrechteverordnung seine gestrandeten Kunden betreuen – unabhängig davon, ob das Unternehmen für die Verspätungen oder Ausfälle von Flügen verantwortlich ist.

Als gestrandeter Passagier hast du außerdem Anspruch auf Verpflegung (Mahlzeiten und Erfrischungen). Sollte sich der Flug auf einen anderen Tag verschieben, muss die Airline oder der Veranstalter die Hotelkosten tragen. 

Einen Anspruch auf Schadenersatz hast du hingegen nicht. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat geurteilt, dass Reisenden keine Entschädigung im Falle eines Streiks zusteht. Dabei handele es sich um „außergewöhnliche Umstände“, bei diesen müssen die Unternehmen nicht haften.