Immer noch ein Geheimtipp: Glasgow | reisereporter.de

Immer noch ein Geheimtipp: Auf nach Glasgow!

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? „Edinburgh, Ihr seid die Schönste hier, aber Glasgow ist tausendmal cooler als Ihr.“ Stimmt! Warum? Verrät dir reisereporterin Dörte.

Die Aussicht auf die St Mungo’s Cathedral ist nur einer von vielen tollen Views in Glasgow.
Die Aussicht auf die St Mungo’s Cathedral ist nur einer von vielen tollen Views in Glasgow.

Foto: pixabay.com/Kamyq

So sehr sich Edinburgh auch ständig in den Vordergrund zu drängeln versucht: Glasgow ist die größere von beiden und sogar die drittgrößte Stadt des gesamten Vereinigten Königreichs. Auch wenn sie mit ihren rund 600.000 Seelen der Metropole London nicht das Wasser reichen kann, muss sich Glasgow im Vergleich alles andere als verstecken.

In den letzten Jahrzehnten hat diese Stadt gleich mehrere Titel eingeheimst: 1990 wurde sie Europäische Kulturhauptstadt, kurz vor dem Millennium Großbritanniens „City of Architecture & Design“. 2008 erhielt Glasgow sogar den Titel „Unesco City of Music“, und vor wenigen Jahren erst hat die Roughguides Community die quirlige Stadt am River Clyde zur freundlichsten Stadt der Welt gewählt. Chapeau!

Glasgow: Du fühlst dich wie in Manhattan oder London

Dass der Weg dahin kein Zuckerschlecken war, der Niedergang der einstigen Schiffbaumetropole die Stadt mit Armut und Arbeitslosigkeit gezeichnet hat, wirst du ihrem Zentrum heute kaum noch anmerken. Eher wirst du dich in ihren schachbrettartigen Straßen fühlen wie in Manhattan.

Oder eben wie in London, wenn du durch individuelle Läden streunst, dir an jeder Ecke coole Menschen begegnen, du mit der quietschenden U-Bahn vom West End in die Merchant City ratterst, du dich nicht entscheiden kannst bei dieser Vielzahl an Restaurants und Cafés.

Doch: Wenn du schon mal hier bist, könntest du gleich im „Cup Merchant City“ einen Afternoon-Tea zelebrieren. Die köstlichen, auf Etageren angerichteten Cupcakes werden dir die Sinne rauben.

Im Stadtbild schmiegt sich alte Sandsteinarchitektur an die Glasfassaden moderner Büro- oder Hotelgebäude. Herausgeputzte Shoppingmeilen ziehen sich durch die Stadt am River Clyde, die obendrein so reich ist an Kultur, dass ein Wochenende gerade einmal für einen Appetizer reicht.

Wie wäre es mit einem Besuch der „Glasgow School of Art“? Diese Akademie hat nicht nur den legendären Architekten Charles Rennie Mackintosh selbst, sondern viele weitere Designtalente hervorgebracht, die sich in der Stadt verewigen. Auf Schritt und Tritt laden viele weitere Museen und Galerien zum Kunstwandeln, Musikclubs abends in Konzerte ein.

Mit bezahlbarem Wohnraum und einer bunten Kneipenszene beschert Glasgow auch den Hochschülern seiner drei Universitäten ein wohl recht angenehmes Studentenleben. Sie selbst hingegen wirken auf Glasgow wie ein Jungbrunnen. Gern chillen sie am George Square, einem begrünten Platz im Herzen der Stadt, an dem im Sommer das Dudelsack-Festival ausgetragen wird.

Entlang des Flussufers am River Clyde sind in den letzten Jahren Prunkstücke modernster Architektur entstanden. Statt schwerer Industriekräne schimmern hier nun das Ufo-gleiche Glasgow Science Center, das Hydro, das Clyde Auditorium und nicht zuletzt das markante Riverside Museum, das mittlerweile als neues Wahrzeichen Glasgows gilt.

Stadtrundfahrt mit dem Bus oder dem Fahrrad

Vom Zentrum ist es einige Kilometer entfernt, und – so uncool es zunächst erscheinen mag –  der Hop-on-hop-off-Bus ist eine fabelhafte Alternative, um in kurzer Zeit einen klasse Rundumblick zu genießen. Wer den Linksverkehr nicht scheut, schwingt sich alternativ auf eines der Citybikes.

Wenn am Abend schließlich der Mond über Glasgow steht, verwandelt sich die Innenstadt in ein Lichtermeer, scheint jede Tür in ein anderes Nachtschwärmer-Eldorado zu münden. Und was wäre eine Schottland-Reise ohne ein ordentliches Whiskytasting?!

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