Kanada: Roadtrip auf den Ice Roads | reisereporter.de

Ein Roadtrip auf Kanadas Ice Roads

Bei der Planung des Winterurlaubes stellt sich die Frage: Fahre ich ins warme Thailand oder doch lieber Ski in den Bergen? Wir machen dir die Qual der Wahl noch ein bisschen schwerer – und werfen einen Roadtrip auf dem Eis ins Rennen.

Pärchen liegt auf einer Ice Road in Kanada
Guck mal... Frost! Wie wär's mal mit einem Roadtrip auf Eisstraßen?

Foto: Denkzauber Marketing

In den Northwest Territories von Kanada dauert der Winter gerne mal sechs Monate, wenn nicht sogar noch länger. Das ist aber noch lange kein Grund, nicht hinzufahren. Im Gegenteil! Bei teilweise bis zu minus 40 Grad eröffnet sich eine ganz neue Winterabenteuer-Welt. 

Hit the Ice Road, Jack!

Sobald die Flüsse und Seen in den Northwest Territories eine bestimme Eis-Dicke erreicht haben, sehen die Straßenkarten ganz anders aus und werden um zahlreiche Ice Roads erweitert. 

Das Eis ist dann mehr als einen Meter dick und hält sogar die großen amerikanischen Trucks aus. Wenn du bisher dachtest, dass diese Eisstraßen nur von professionellen Truckern genutzt werden dürfen, liegst du falsch. Auch jeder mit einem normalen Wagen darf sie befahren. Einen ordentlichen Adrenalinschub gibt es, wenn das Eis unter deinem Wagen knarzt und dröhnt. Aber keine Sorge, es wird halten! Eine besonders schöne Strecke führt von Yellowknife nach Dettah oder entlang des Mackenzie-Deltas von Inuvik nach Aklavik und über das Eis der Beaufort-See bis rauf nach Tuktoyaktuk.

Wenn du die legendäre Eisstraße über den  Arktischen Ozean erleben möchtest, muss du jedoch im wahrsten Sinne des Wortes Gas geben. Dieses Jahr wird es die 171 Kilometer lange Eisstraße noch geben, bevor sie im nächsten Jahr durch eine Allwetterstraße ersetzt wird. 

Während es in den Sommermonaten bis zu 24 Stunden lang hell ist, gibt es im Winter einige Gebiete, in denen die Sonne rund einen Monat lang überhaupt nicht aufgeht.

Die Stadt Inuvik liegt in dieser Region. Deswegen wird der erste Sonnenaufgang des Jahres, der meist Anfang Januar stattfindet, mit dem Sunrise-Festival gefeiert. Dann gibt es Tanz, Musik, Feuerwerk und – sofern es das Winterwetter zulässt – ein zünftiges Barbecue. 

Der Tanz der Nordlichter

Seit 2013 sind die Northwest Territories die „Aurora Capital of the World“. Von Ende August bis Anfang April kannst du die bunten Lichter fast täglich am Himmel flimmern sehen, sofern keine Wolken dir die Sicht versperren. 

Manchmal liegen sie nur als grünes Band faul am Himmel und manchmal tanzen sie mit irrer Geschwindigkeit in bunten Farben am Horizont entlang.  

Das Wort hört sich ein bisschen an wie etwas, das on Disney’s Eis-Märchen Frozen vorkommt: Eisnebel. In den kältesten Monaten des Jahres verwandelt dieses schimmernde Phänomen die Northwest Territories in ein himmlisches Winter-Wunderland. Während bei uns der Nebel in kleinen Wassertröpfchen durch die Gegend schwebt, sind es im kanadischen Winter kleine Eiskristalle, die die Luft in eine kunterbunt glitzernde Zauberwelt verwandeln. 

Nicht nur in der Sandwüste, auch in der Eiswüste wird uns einer vorgegaukelt: Hier heißen die Fata Morganas jedoch „Sun Dogs“. An kalten Tagen formen sich Eiskristalle in den Wolken, die dann als Prismen das Licht brechen. Das Ergebnis zeigt sich entweder in einem Heiligenschein um die Sonne herum, oder aber du siehst die Sonne direkt mehrfach. Die Nebensonnen sind aber nicht zwangsläufig gelb; sie schimmern in Farben von rot bis blau, je nachdem wie nahe sie tatsächlich zur Sonne stehen.

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