Myanmar zählt zu den größten Sehnsuchtszielen in Südostasien. Seit etwa einem Monat macht das Land allerdings nicht als Urlaubsparadies, sondern aufgrund desaströser Menschenrechtsverletzungen und bewaffneter Auseinandersetzungen mit Todesopfern Schlagzeilen.

Das Auswärtige Amt rät deshalb derzeit von Reisen in den Kachin und den Rakhine State sowie die Grenzregionen im Chin State, in der Sagaing Region sowie den Mon, Kayin, Shan, Karen und Kayah States ab. Hier sei aufgrund bewaffneter Rebellengruppen und ungekennzeichneter Minenfelder besondere Vorsicht geboten.

Im Staat Rakhine kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und dem Militär, mehr als 400.000 Menschen flüchteten nach Bangladesch. Bei den Flüchtlingen handele es sich um die muslimische Rohingya-Minderheit, deren Mitglieder in Myanmar in der jüngsten Vergangenheit vermehrt Opfer von Tötungen, Folter und Gewalt geworden seien, heißt es in einem Statement der Vereinten Nationen.