Glasgow: 10 Tipps für die Städtereise | reisereporter.de

10 Tipps für Glasgow: Diese Dinge musst du machen

Die kleine Schwester von Edinburgh? Damit muss Glasgow sich nicht zufrieden geben! Immerhin ist sie die größte Stadt Schottlands – und steckt voller Überraschungen. 10 Tipps für deine Städtereise.

Blick auf die Squinty-Brücke und das Clyde-Auditorium in Glasgow.
Blick auf die Squinty-Brücke und das Clyde-Auditorium in Glasgow.

Foto: imago/robertharding

1. Riverside-Museum und Architektur-Ufer

Glasgow hat sich längst den alten Putz und Ruß seiner untergegangenen Industrie-Ära vom Leib geklopft und die Ärmel neu aufgekrempelt. Auf dem alten Werft-Gelände der ehemals florierenden Schiffbau-Metropole wölben sich heute am Ufer des Flusses Clyde geschwungene, futuristische Architektur-Highlights aus dem Asphalt.

Darunter das 2011 eröffnete Riverside-Museum im Westen der Stadt. Die gläserne, eigenwillig gezackte Front stammt aus der Feder der Stararchitektin Zaha Hadid, drinnen kannst du im schottischen Transportmuseum unter anderem Oldtimer bestaunen. 

Riverside Museum | 100 Pointhouse Place, Glasgow G3 8RS | Montag bis Donnerstag und Samstag von 10 bis 17 Uhr, Freitag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr 

2. U-Bahn fahren

Apropos Fortbewegung: Bereits vor über 120 Jahren wurde die Glasgow Subway eröffnet, die (nach London und Budapest) drittälteste U-Bahn der Welt. Selbst wenn du einmal erschöpft einnicken solltest: Verfahren wirst du dich nie, denn die orangefarbene Raupe rattert auf einer Ringstrecke von gut zehn Kilometern immer im Kreis.

Das Tagesticket bringt dich zügig in fast alle Ecken der Stadt. Übrigens: An den Haltestellen sollte es hier statt „mind the gap“ vielmehr „mind the head“ heißen. Die U-Bahn ist nämlich gerade einmal mannshoch – akute Kopf-Stoß-Gefahr!

Mein Tipp: Von der Station „Govan“ sind es nur wenige Schritte zum südlichen Clyde-Ufer mit bestem Blick auf das Riverside-Museum. 

Mann betritt eine U-Bahn in Glasgow
Bitte nicht stoßen: Die U-Bahn-Wagen in Glasgow sind nicht wirklich hoch. Foto: Dörte Nohrden

3. Stylische Meile: Shoppen in der Buchanan Street

Das Eldorado für alle Fashionistas und Shopaholics liegt Mitten im Herzen des schachbrettartig angelegten Stadtzentrums. Hier findest du Glasgows „Style Mile“, die fast ein Kilometer lange Buchanan Street.

Für einen Moment der Idylle in all dem Konsumtrubel: Vom nördlichen Ende der prächtigen Fußgängerzone den Blick gen Süden richten. Hinter der Stadt leuchten sanft-grüne Hügel, auf denen sich in der Ferne Windräder drehen.

Mein Tipp: Auf den Stufen der Glasgow Royal Concert Hall die Abendsonne genießen – und dazu eine herrlich fettige Portion Fish & Chips reinpfeifen.

Blick von der nördlichen Buchanan Street, Glasgow.
„People Make Glasgow“: Die Poster an der Buchanan Street verraten – Glasgow wird von der Kreativität und dem Tatendrang seiner „Leute“ mitgestaltet. Foto: Dörte Nohrden

4. Design im „Leuchtturm“

Er ist weder rot-weiß geringelt, noch steht er an der Küste: Dieser „Leuchtturm“ ist eines der vielen Meisterwerke von Charles Rennie Mackintosh, der Glasgow als Architekt und Designer wie kein anderer geprägt hat.

The Lighthouse ist das Zentrum für Architektur und Design und liegt versteckt in der Mitchel Lane. Zum Teil erfüllt es dann aber doch die Kriterien eines Leuchtturms: Die schneckenhausförmige Wendeltreppe führt einen achteckigen Turm hinauf.

Mein Tipp: Von hier oben hast du einen wunderbar freien Blick über die Dächer von Glasgow. 

The Lighthouse | 11 Mitchell Lane, Glasgow G1 3NU | Montag bis Samstag von 10.30 Uhr bis 17 Uhr, Sonntag von 12 bis 17 Uhr 

5. Streetart vom Feinsten: City Centre Mural Trail

Was machen Glaswegians mit einer ollen, grauen Häuserwand? Neu verputzen? Nee, einen Sprayer anrufen. Weit über zwanzig riesige Street-Art-Kunstwerke prangenvon vormals schnödem Gemäuer. Die überdimensional großen Bilder verschiedener Künstler wie Smug oder Rogue-One überraschen, verwirren und bewegen.

Mein Tipp: Kamera schnappen und Glasgows Straßenkunsst auf den Pfaden des Mural-Trails erkunden. 

6. Pub-Kultur in der Ashton Lane

Im West End gehen früh die Lichter an – und erst spät wieder aus, zumindest auf der Ashton Lane, Glasgows Vorzeige-Ausgehmeile in Miniaturformat. Auf gerade einmal 150 Metern kleben alte, bezaubernde Backsteinhäuschen dicht an dicht. Kleine, feine Pubs und Restaurants locken auf einen Drink – oder auf eine feiste Portion des schottischen Nationsgerichts, Haggis.

Mein Tipp: Den traditionell mit Innereien gefüllten Schafsmagen gibt es auch in vegetarischer Variante, etwa im legendären Restaurant Ubiquitous Chip (U-Bahn Station Hillhead).

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7. Relaxen im Kelvingrove Park

Ob nach einer Shoppingtour oder nach dem Besuch der Kelvingrove Art Gallery & Museum: In diesem verträumten, über 30 Hektar großen Stadtpark findet jeder ein lauschiges Plätzchen.

Am Fluss Kelvin, auf der Wiese oder unter einem dichten Blätterdach: Fast 200 Jahre nach den ersten Entwürfen des Botanikers Sir Joseph Paxton flanieren noch heute Besucher und Bewohner auf geschwungenen Wegen durch den wunderschönen Kelvingrove Park.

8. The Barras: Der Mega-Flohmarkt

Wecker stellen am Wochenende?! Unbeding! Sonst entgehen dir womöglich noch die coolsten Schnäppchen. Im East End öffnet um 10 Uhr The Barras seine Tore, ein riesiger Hallen- und Straßenflohmarkt. Trödel- und Secondhand-Liebhaber strömen jedes Wochenende in die fast hundert Jahre alte Markthalle – und ergattern Bücher, Antikes oder Klamotten.

Wer bis zum Abend bleibt, greift im legendären Barrowland Ballroom vielleicht noch ein Konzertticket ab. Von David Bowie bis Soul II Soul - hier rockten und rocken wahre Größen. 

The Barras | Adresse: Gallowgate, Glasgow G1 5AX​ | Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr

9. Dudelsack lernen

Du willst die Leute in deiner Umgebung mal so richtig nerven? Was wäre das besser, als Dudelsackspielen lernen? Die (wahrscheinlich ziemlich nervenrobusten) Lehrer im National Piping Centre bringen dir bei, wie du einen Ton aus diesem wunderbaren, archaischen Instrument bekommst. 

Einfach nur den Nippel durch die Lasche ziehen? Ganz so einfach ist es nämlich nicht. Wer mag, verbindet seinen Glasgow-Urlaub mit einer Dudelsack-Stunde, besucht das Dudelsack-Museum oder übernachtet gleich im angeschlossenen Hotel des National Piping Centres. Mehr Dudelsack geht nicht. 

The National Piping Centre | Adresse: 30-34 McPhater Street, Glasgow G4 0HW | Öffnungszeiten Museum: Montag bis Donnerstag von 9 bis 19 Uhr, Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag von 9 bis 12 Uhr, Sonntag geschlossen 

10. Friedhof Necropolis und Kathedrale

Östlich der Kathedrale erhebt sich auf dem Fir Park Hill die Glasgow Necropolis. Über die „Brücke der Seufzer“ gelangst du auf diesen besonderen Friedhof, der dich mit seinen imposanten, teils verfallenen Obelisken und Grabmälern aus vergangenen Jahrhunderten  vielleicht ein bisschen an den legendären Père Lachaise in Paris erinnert. Das soll so, denn nach dessen Vorbild wurde Necropolis entworfen. Zum Abschied auch hier noch einmal: Seufzen und „klick“ – für ein Erinnerungsfoto.

Glasgow Necropolis | Adresse: Glasgow G4 0UZ | Öffnungszeiten: Täglich von 7 bis 16.30 Uhr

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