Vorurteile statt Ländernamen: Nach diesem Prinzip hat Tsvetkov einen ganzen „Atlas der Vorurteile“ erstellt: Komplett subjektiv, nicht wirklich ernst gemeint und ziemlich unterhaltsam.

Er nimmt unter anderem die gegenseitigen Vorurteile innerhalb von Europa auf die Schippe. Angefangen hat alles, weil der Künstler einfach gerne Karten malt. Seine erste „Karte der Vorurteile“ wurde ein viraler Internethit – der Rest ist Geschichte.

Auch die vermeintlichen Vorurteile von Schwulen über Frankreich, Italien und Russland strotzen vor Klischees und sind oft zum Wegschmeißen – vor Lachen natürlich. Alles östlich von Deutschland ist nur mit „Bibelgürtel“ oder „Meh“ betitelt, Deutschland selber kommt als „Kerker“ auch nicht viel besser weg (außer Berlin, das ist ja „arm, aber sexy“). Frankreich wird kurzerhand in Schnuckelreich umgetauft, die Türkei ist sexy, aber homophob. 

Übersetzte Vorurteils-Karte von Yanko Tsvetkov: Wie Schwule Europa sieht.
„Homophobe Stämme“ bis „Schnuckelreich“: So denken, dieser nicht ganz ernstgemeinten Karte zufolge, Schwule über Europa. Foto: freepik/Yanko Tsvetkov (Deutsche Version: Leonie Greife)