Zugig ist es hier, in der Hütte von Karl Backfisch, der nach dem ersten Weltkrieg hier in Gottersdorf die Poststation betrieb. Schaut man sich hier um, erhält man schnell einen Eindruck vom Leben in der damaligen Zeit. Die oftmals herrschende Not machte erfinderisch: Materialien waren kostbar und Recycling an der Tagesordnung. So baute man damals zum Beispiel kurzerhand Grünkern als, da Weizen und Hafer auf dem tonigen Boden einfach nicht gedeihen wollten.

„Die Geschichte des Odenwalds ist auch eine Geschichte der Arbeit, der Armut und der Improvisation“, erzählt die engagierte Museumsleiterin Margareta Sauer. An einigen Wochenenden im Jahr wird der Geist des früheren Gottersdorf nochmal zum Leben erweckt. Vor allem dann wird sie den Besuchern ganz bewusst: die Sehnsucht nach Heimat, Ursprünglickeit und Verbundenheit.

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