Österreich: Digital Detox in Kärnten | reisereporter.de
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Digital Detox: 6 Gründe für Urlaub im Kräuterdorf

Blühende Almwiesen, dichte Fichtenwälder und traumhafte Bergkulissen: In Irschen, Kärnten, steht alles auf Entschleunigung. Kaum WLAN, dafür viel unberührte Natur und herzliche Menschen. Hier kommen sechs Gründe für Urlaub im Kräuterdorf...

Kräuter statt Social Media: Einfach mal ausprobieren!
Detox pur: Abgesehen von sporadischem WLAN funktioniert das auch mit Kräutern gut.

Foto: Rebecca Schirge für Österreich Werbung

1. Die Schätze der Natur wiederentdecken

Gänseblümchen, Löwenzahn und Butterblume – viel mehr konnte ich bis zu meinem Besuch im Kräuterdorf nicht bestimmen, wenn ich eine Wiese sah. Doch zum Glück finden naturentfremdete Stadtmenschen wie ich in Irschen Hilfe: Hier kannst du mit zahlreichen Expertinnen auf Entdeckungstour gehen – den sogenannten Kräuterfrauen. Eine davon ist Diplom-Aromapraktikerin Andrea Huber. Pünktlich um neun holte sie mich zum „Baumspaziergang“ ab. „Was da wohl auf mich wartet?“, fragte ich mich. Wir starteten einen Rundgang durchs Dorf und Andrea erzählte mir, dass sie sich neben den Kräutern nun auch mit der Heilkraft der Bäume beschäftigen würde. Deshalb also der Baumspaziergang. 

Und so hielten wir zwischendurch an allerlei Bäumen wie Birken, Weiden und Fichten. Andrea erklärte mir begeistert, wie wir ihre Blätter oder Rinde für unsere Gesundheit nutzen können. Ich war wirklich erstaunt, dass zum Beispiel Weidenblätter schmerzhemmende Stoffe enthalten oder dass sich aus Haselkätzchen leckere Hustenbonbons herstellen lassen, wenn man sie in Butter und Rohrzucker karamellisiert. Auch kochen könne man mit Bäumen wunderbar. Viel zu schnell war der Spaziergang vorbei, ich hätte Andrea noch ewig zuhören können.

Handgemachte Gesundheit: Rebecca folgt Andreas Anweisungen.
Rebecca beim Erstellen einer selbstgemachten Tinktur, die bei Erkältung und Grippe hilft. Foto: Rebecca Schirge für Österreich Werbung

2. Zeit für Selbstgemachtes

Du wolltest schon immer mal wissen, wie es ist, als Selbstversorger zu leben? Dann bist du auf dem Fundahof genau richtig. Hier haben Annette und Edi Wallner für ihre Familie eine kleine, grüne Oase geschaffen, die nach ökologischen und permakulturellen Prinzipien geführt wird. Am Hof angekommen, bestaunte ich zuerst die hochmoderne Photovoltaik- und Solaranlage hinterm Haus, die fast wie ein Fremdkörper in diesem Naturidyll aus Pflanzen und Tieren wirkte. Dann zeigte mir Annette, wie man leckere Dinkel-Vinschgerl backt, dafür sammelten wir frischen Anis-Ysop aus ihrem Kräuterbeet, denn dieser sollte dem Gebäck ein vorzügliches Aroma geben. Dazu gab es eine selbstgemachte Brennnesselsuppe – das alles schmeckte ziemlich gesund. Aber auch ziemlich lecker. 

Ich war echt beeindruckt davon, was die zwei hier auf die Beine gestellt haben. Während Edi, der Tischler ist, sich um die Renovierung des Hofes, den Ausbau der Ferienwohnungen und deren Inneneinrichtung kümmert; pflanzt, pflegt und erntet Annette das Gemüse und die Kräuter. Und all die Ziegen, Enten, Hühner und Katzen gilt es auch noch zu versorgen. Sehr zufrieden wirkten die beiden trotzdem auf mich. Kein Wunder, bei der schönen Kulisse, in der sie leben.

Wenn du die beiden auf ihrem Hof besuchst, kannst du viel über das Leben mit der Natur lernen: vom Anlegen von Hoch- und Hügelbeeten über die Herstellung von Tee und Kräutersalz oder dem Nähen von Duftkissen bis hin zur Anwendung von Kräutern als Naturmedizin.

Selbstgemacht wirkt am Besten: Annette weiß wie's geht.
Annette vom Fundahof zeigte mir, wie man leckere Dinkel-Vinschgerl mit Anis-Ysop macht. Foto: Rebecca Schirge für Österreich Werbung

3. Wandern – der Weg ist das Ziel

Zugegeben, noch komme ich recht schnell aus der Puste, wenn es steil bergauf geht, meine relativ neu entdeckte Liebe zum Wandern schmälert das allerdings nicht. Der freie Lauf der Gedanken, das Sein in der Natur und das Glücksgefühl, wenn man den Gipfel erreicht hat – all das möchte ich nicht mehr missen. Deswegen machte ich mich mit Sonja Moser vom Landhof Irschen und ihrer Hündin Stella auf zu einer geführten Auszeitwanderung. Auch für Sonja sind die Berge und der Wald ein Kraftort, den sie gerne aufsucht, um sich zu erholen, wenn es im Job besonders trubelig zugeht. Unterwegs machten wir immer mal wieder eine Pause, ich inhalierte die harzig duftende Waldluft und lauschte dem leisen Plätschern des Gebirgsbachs und schaute zu, wie die Sonne sich ihren Weg durch die Wolkendecke bahnte. Als wir auf etwa tausend Metern Höhe einen Aussichtspunkt erreicht hatten, zeigte mir Sonja in der Ferne eine sagenumwobene weiße Felsenburg, die über dem Tal thront – das Schloss Stein. Es passte perfekt hierher, denn die gesamte Landschaft wirkte irgendwie märchenhaft auf mich. Sonja erklärte mir die Namen der umliegenden Berge, welche Kräuter am Wegesrand wachsen und was sie an dem einfachen Leben auf dem Lande schätzt. Nach etwa zwei Stunden endete unsere Tour und ich fühlte mich erstaunlich erholt, als wir das Hotel erreichten.

Geführte Touren mit ausgebildeten Wanderführern bekommst du übrigens bei allen Hotels, die Mitglied der Wanderhotels - best alpine sind. Und glaub’ mir, das ist besser, als jede Wander-App, denn schließlich weiß niemand so viel über die Natur und Geschichten der Umgebung zu erzählen, wie die Einheimischen selbst. 

Mit vierbeiniger Begleitung geht es durch die Berge von Kärnten.
Den Naturmoment genießen: Rebecca bei einer geführten Wanderung. Foto: Rebecca Schirge für Österreich Werbung

4. Tieren auf Augenhöhe begegnen

Schon mal einen Alpakaspaziergang gemacht? Ich bis dato nicht, bisher hatte ich diese possierlichen Tiere immer nur aus der Entfernung gesehen und war jedes Mal von ihnen fasziniert. Auf dem Fundahof stand ich plötzlich mittendrin: Große, dunkle Knopfaugen schauten mich neugierig an, und als sie angeleint waren, durfte ich den Alpakas sogar durch ihre lustigen Haarfrisuren wuscheln. Doch das war noch nicht alles: Annette hatte erkannt, dass ich viel für die felligen Gesellen übrig hatte, und so machten wir mit Unterstützung der gesamten Familie einen kleinen Alpaka-Ausflug zur nächsten saftigen Weide. Dort angekommen, setzten wir uns ins Gras, schauten den Tieren beim gemächlichen Kauen zu und ließen uns von der Gemütlichkeit anstecken, die sie ausstrahlten. Auf dem Fundahof ist das übrigens ein Ritual, das regelmäßig stattfindet, du solltest es dir nicht entgehen lassen.

Alpakas: Die flauschigen Freunde frönen ihres Daseins sonst in den Anden von Peru.
Du hast die Haare schön: Alpaka-Spaziergang auf dem Fundahof. Foto: Rebecca Schirge für Österreich Werbung

5. Slow-Food genießen lernen

„Jause“ – so nennen die Österreicher eine kleine Zwischenmahlzeit, bei der es zum Beispiel Brot, Wurst oder Speck gibt. Ein besonders leckeres Exemplar durfte ich bei Rosmarie Kranabetter genießen, deren landwirtschaftlicher Betrieb auf 1.150 Metern Seehöhe liegt. Berühmtheit hat die Kräuterfrau allerdings wegen ihres wunderschönen Schau und Erntegartens erlangt, der auch der eigentliche Grund für meinen Besuch war. Nachdem ich den prächtigen Kräutergarten ausgiebig bestaunt und viel zu Ernte und Anwendung der Heilpflanzen erfahren hatte, servierte mir Rosmarie selbstgemachte Butter, frisch gebackenes Brot und köstliche Käse- und Wurstsorten, die mit essbaren Blüten dekoriert waren. Ich konnte gar nicht aufhören zu essen, weil es so lecker war. Dazu gab es noch Kräuterlimonade und natürlich Kräutertee – denn letzteres gehört zu Rosmaries Spezialgebieten. 

Doch nicht nur bei Rosmarie hast du die Möglichkeit, Slow Food zu probieren – im Kräuterdorf gibt es viele kleine Höfe, die in Handarbeit und mit viel Liebe produzieren. Und falls du noch auf der Suche nach einem schönes Mitbringsel für daheim bist, kannst du im niedlichen Kräuterhaus Pfarrstadel vorbeischauen, das allein wegen seines charmanten Interieurs und dem Duft, der in der Luft liegt, einen Besuch wert ist. Hier findest du zum Beispiel tolle selbstgemachte Kräutertees, Fruchtliköre und Schnäpse.

DAS IST MEDIZIN! (Kräuterschnäpse in Irschen)
Edle Tropfen: in Irschen gibt’s auch einen Kräuterschnapswirt. Foto: Rebecca Schirge für Österreich Werbung

6. Ein Hoch auf Digital Detox

Wie du siehst, gibt es viele tolle Dinge, die du ohne Handy in einem Kräuterdorf erleben kannst. Ich habe während meiner (digitalen) Auszeit im kleinen Wander- und Wohlfühlhotel Landhof Irschen gewohnt. Auf WLAN in den Zimmern wurde hier absichtlich verzichtet, schließlich sollen die Gäste abschalten; und ein wenig Digital-Detox hat bekanntlich noch niemandem geschadet. Wenn du trotzdem Sehnsucht nach WhatsApp, Facebook und Instagram hast, oder deine Mails checken möchtest, kannst du dich im Lobby-Bereich des Hotels ins WLAN einloggen. Aber willst du das wirklich? Mal wieder ein Buch lesen, sich unterhalten, einen Saunaaufguss mit duftenden Kräutern zelebrieren oder einfach die Natur betrachten – so ein Urlaub ohne Internet kann ganz schön entspannend und inspirierend sein. Und er macht deinen Kopf frei für das, was wirklich zählt.

Abendliche Entschleunigung: Einfach mal die Seele baumeln lassen.
Klein, aber fein: Das Wanderhotel lockt mit Naturschwimmteich und Wellnessbereich. Foto: Rebecca Schirge für Österreich Werbung

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