Hurrikan „Maria“ verwüstet Puerto Rico | reisereporter.de

Hurrikan „Maria“ verwüstet Puerto Rico – Insel ohne Strom

Nach „Irma“ und „José“ tobt jetzt Hurrikan „Maria“ in der Karibik. Auf Puerto Rico hat er für schwere Verwüstungen gesorgt. Die Behörden sprechen von einer „zerstörten Insel“, der gesamte Strom fiel aus.

Hurrikan „Maria“ wütete auf Puerto Rico – hier Bilder aus San Juan. Das Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar.
Hurrikan „Maria“ wütete auf Puerto Rico – hier Bilder aus San Juan. Das gesamte Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar.

Foto: imago/Agencia EFE

Die Karibik kommt nicht zur Ruhe. Nachdem vor kaum zwei Wochen Hurrikan „Irma“ die Inseln Barbuda, Saint-Martin und Saint-Barthélemy nahezu komplett zerstört sowie Puerto Rico, den Bahamas, der Dominikanischen Republik und Kuba schwer zugesetzt hat, sorgt nun „Maria“ für Verwüstung. 

Mit 240 Kilometern pro Stunde fegte der Hurrikan am Mittwoch (Ortszeit) über den Karibik-Freistaat Puerto Rico, der als Außengebiet der USA gilt. „Maria“ sorgte für Überschwemmungen, viele Häuser wurden zerstört, Dächer flogen durch die Gegend. „Puerto Rico wird eine zerstörte Insel sein“, sagte der Direktor der Notfallbehörde, Abner Gómez. Die Menschen suchten in fensterlosen Räumen wie Treppenhäusern Schutz vor dem Hurrikan. Viele Straßen entwickelten sich zu Flüssen: 

Auf der ganzen Insel sei der Strom ausgefallen, sagte Gouverneur Ricardo Rosselló Nevares gegenüber „CNN“. Betroffen sind rund 3,5 Millionen Menschen. Die gesamte Stromversorgung wieder herzustellen, könnte Monate dauern. Der Gouverneur verhängte bis Samstag, 23. September, eine nächtliche Ausgangssperre von sechs Uhr abends bis sechs Uhr morgens. Das gesamte Maß der Zerstörung sei derzeit noch nicht absehbar. Behörden meldeten einen Toten. 

Die Bedrohung durch „Maria“ ist noch nicht vorbei. Für die Turks- und Caicosinseln sowie die Bahamas und Teile der Dominikanischen Republik gilt eine Hurrikanwarnung. Im Laufe des Mittwochs stuften Wetterexperten den Hurrikan auf einen Wirbelsturm der Kategorie zwei mit Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometern pro Stunde zurück – allerdings könnte er über dem Meer wieder an Stärke gewinnen..

Am Donnerstagmorgen erreichten die ersten Ausläufer von Maria die Ostküste der Dominikanischen Republik. Rund 4.000 Touristen aus der Region Punta Cana/Bavaro wurden evakuiert und nach Santa Domingo sowie umliegende Orte gebracht, berichtet das „Domrepportal“. Andere Hotels haben Notrationen ausgegeben und die Urlauber dazu aufgefordert, auf ihren Zimmern zu bleiben. 

Zuvor war „Maria“ über Guadalope und Dominica hinweggefegt und hatte dort für schwere Zerstörungen gesorgt. Mindestens 16 Menschen kamen dabei ums Leben. „Maria“ zieht weiter Richtung Bahamas. Noch ist unklar, ob der Hurrikan am Wochenende auch auf das US-Festland treffen könnte. 

Diese Grafik zeigt die Zugbahn von Hurrikan „Maria“ in der Karibik.
Diese Grafik zeigt die Zugbahn von Hurrikan „Maria“ in der Karibik. Foto: imago/ZUMA Press

Die Tourismusbehörde auf den Amerikanischen Jungferninseln riet Urlaubern, geplante Reisen in das Gebiet zu verschieben. Die Insel Saint Croix habe in der nächsten Zeit mit Wiederaufbauarbeiten nach „Maria“ zu tun. Das gleiche gelte für die von „Irma“ zuvor getroffenen Inseln Saint Thomas und Saint John.

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