Gerade mal stecknadelgroß und trotzdem extrem wichtig: Das klitzekleine Loch im Flugzeugfenster spielt für die Sicherheit des Fluges eine große Rolle. Es reguliert den Druck zwischen der inneren und der äußeren Scheibe der Fenster – und sorgt so dafür, dass im Falle einer zusätzlichen Belastung nur die äußere Scheibe nachgibt, damit du weiteratmen kannst. 

Es gibt auch einen zweiten Grund, der besonders vorteilhaft für alle Instagramer Fotografen unter uns ist. Denn dank des Entlüftungslochs beschlägt die Fensterscheibe nicht, weil die Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum zwischen den Scheiben entweichen kann. Perfekt also für Schnappschüsse aufs (Wolken-)Meer und den Sonnenuntergang. Also alles kein Grund zur Sorge. 

Das Loch in der Fensterscheibe eines A 321.
Druckausgleich und Feuchtigkeitsregulierung – das kleine Loch im Flugzeugfenster ist ganz schön wichtig. Foto: imago/Waldmüller

Und wo wir schon mal dabei sind: Warum sind Flugzeugfenster eigentlich nicht eckig, so wie in Häusern? Tatsächlich waren sie das zu Beginn der Luftfahrt sogar: Als die kommerziellen Flieger in den Fünfzigerjahren aber beliebter wurden und immer schneller und höher fliegen konnten, kam es zu zwei schrecklichen Vorfällen, bei denen Flugzeuge mitten in der Luft auseinanderfielen. 

Die Ursache waren die Ecken der Fenster. Denn: Sie sind Schwachpunkte, an denen sich die Spannung konzentriert und die durch den erhöhten Luftdruck noch mehr geschwächt werden. Wenn sie diesem dann auch noch wiederholt ausgesetzt sind, verwandeln sich vier Ecken in einem rechteckigen Fenster ganz schnell zum Katastrophenherd. 

Where the sky is bluer and clouds more fluffier ✈✈✈#flying #plane #travel

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Dagegen verteilt sich die Spannung bei gekrümmten Fenstern ohne Konzentrationspunkte ganz regelmäßig. Sie sind außerdem robuster gegen den Druckunterschied zwischen Flugzeugkabine und Umgebung. Das heißt: Weniger Gefahr von Rissen und Fensterbrüchen.