Florida flüchtet vor Hurrikan „Irma“ | reisereporter.de

Alle wollen weg! Florida flüchtet vor Hurrikan „Irma“

„Irma“ zieht durch die Karibik, zerstört beliebte Urlaubsparadiese – und rast auf den Südosten der USA zu. Florida rüstet sich deshalb für das Schlimmste.

Nichts geht mehr auf dem Highway von Florida in den Norden.
Nichts geht mehr auf dem Highway von Florida in den Norden.

Foto: imago/ZUMA Press

Die Experten vom US-Hurrikanzentrum in Miami prophezeien nämlich, dass der Jahrhundert-Sturm am Sonntagmorgen, spätestens gegen Mittag, auf Florida trifft. Selbst die Millionenmetropole Miami könnte „Irma“ zum Opfer fallen.

„Dieses Ding ist größer als unser gesamter Staat“, sagte Floridas Gouverneur Rick Scott laut „NY Post“ bereits am Donnerstag – und ordnete Evakuierungen an beiden Küsten sowie die Schließung der Schulen und Universitäten bis einschließlich Montag an. Weil er „große und lebensgefährliche Auswirkungen“ erwartet.

Auch US-Präsident Donald Trump fand drastische Worte. Er twitterte am Freitag: „Hurrikan ‚Irma‘ ist von epischem Ausmaß, vielleicht größer als alles, was wir jemals gesehen haben.“

Ausnahmezustand in Florida

Tausende Amerikaner und Urlauber folgten am Freitag den Worten des Gouverneurs: Hunderttausende verließen die bedrohten Gebiete in Florida.

Alleine aus Key West flüchteten mehr als 30.000 Menschen in Richtung Festland, rund 6000 kamen in Schutzunterkünften unter.

An den Tankstellen reihten sich die Autos, das Benzin wird knapp und die Straßen in Richtung Norden waren brechend voll.

Florida rüstet sich für das Schlimmste. Doch dass „Irma“ den US-Staat wirklich so stark wie erwartet trifft, ist nicht sicher. Denn: Es ist auch möglich, dass der Hurrikan nördlich abdreht, Florida nur streift und die US-Ostküste hinauf nach South Carolina oder Georgia zieht. Das mutmaßten am späten Freitagabend jedenfalls die Experten vom Hurrikanzentrum.

Die offizielle Prognose des Hurrikanzentrum in Miami von Freitagabend, welchen Weg „Irma“ einschlägt.
Die offizielle Prognose des Hurrikanzentrum in Miami von Freitagabend, welchen Weg „Irma“ einschlägt. Foto: NHC (Bearbeitung: reisereporter)

Weitere Tote durch den Hurrikan

Die Zahl der Toten durch „Irma“ hat sich erhöht: Mindestens 21 Menschen sind in der Karibik durch den Hurrikan ums Leben gekommen. Unzählige Menschen wurden verletzt, Tausende obdachlos.

„Irma“ ist inzwischen auf Kuba angekommen

Der Hurrikan ist in der Nacht zu Samstag wie von den Experten prognostiziert auf Kuba angekommen.

Die vorläufige Bilanz: Meterhohe Wellen, zusammengebrochene Stromleitungen, erste Städte sind überschwemmt. Das genaue Ausmaß ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

„Irma“ ist angekommen: Die Palmen in Camaguey auf Kuba biegen sich.
„Irma“ ist angekommen: Die Palmen in Camaguey auf Kuba biegen sich. Foto: imago/Xinhua

Plünderungen auf Sint Maarten und Saint-Martin

Sint Maarten, der südliche Teil der Karibik-Insel Saint-Martin, und Saint-Martin selbst werden nach der Zerstörung durch den Hurrikan laut des niederländischen Premierministers Mark Rutte inzwischen von Plünderern heimgesucht. Das sagte er in einer Pressekonferenz am Freitag. Die Lage sei „ernst und unübersichtlich“.

Ein Soldat der niederländischen Marine bei seinem Einsatz auf Sint Maarten.
Ein Soldat der niederländischen Marine bei seinem Einsatz auf Sint Maarten. Foto: facebook.com/KoninklijkeMarine

Auf Facebook nennt die Koninklijke Marine, die niederländische Marine, die auf Sint Maarten im Einsatz ist, die Lage auf der Insel „besorgniserregend“.

Deutsche Airlines streichen Flüge

Die Lufthansa und Air Berlin habe ihre Flüge von Deutschland nach Florida sowie aus Florida heraus gestrichen. Aus Sicherheitsgründen könnten auch Orlando und Tampa nicht angeflogen werden, heißt es in einer Mitteilung. Tui riet seinen Kunden bereits am Donnerstag von einer Reise in die betroffenen Gebiete ab.

Erste Vorboten von Hurrikan „Irma“ in Miami

Starke Windböen und Regen kündigen in Florida bereits seit dem frühen Samstagabend den Jahrhundert-Sturm an. Die Palmen biegen sich im starken Wind, wie unter anderem dieses Video eindrucksvoll zeigt:

 

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