Es sind schockieren Bilder, die seit Mittwochnachmittag weltweit in den Sozialen Netzwerken geteilt werden. Fotos und Video belegen die derzeit dramatischen Zustände auf den Karibik-Inseln Barbuda, Saint-Barthélemy und Saint-Martin.

Straßen sind geflutet, Häuser komplett zerstört, die Stromversorgung unterbrochen, der Flugverkehr eingestellt.

Alles Folgen von Hurrikan „Irma“, einem Atlantik-Sturm der höchsten Kategorie, der seit der Nacht zu Mittwoch in der Spitze mit bis zu 300 Stundenkilometern über die Karibik hinwegfegt.

Die verheerenden Auswirkungen des Tornados „Irma“ in Marigot, Saint-Martin, Karibik.
Dieses Foto von Mittwochmorgen zeigt die verheerenden Auswirkungen des Tornados „Irma“ in Marigot, Hauptort der Karibik-Insel Saint-Martin. Foto: twitter.com/bienglace (Screenshot)

„Irma“ soll, so das US-Hurrikanzentrum in Miami, der stärkste Hurrikan sein, der jemals über dem Atlantik registriert wurde. Die Experten prophezeien weiterhin Starkregen, heftigen Wind und hohe Wellen.

Insgesamt werden laut den Experten Millionen Menschen von dem Jahrhundert-Sturm betroffen sein.

 

Dafür spricht auch die vorhergesagte weitere Laufbahn von „Irma“: Puerto Rico, die Dominikanische Republik, Haiti und Kuba liegen laut aktuellen Berechnungen auf dem Weg des Atlantik-Sturms.

Florida bereitet sich auf den Ernstfall vor

Auch Florida rechnet mit dem Schlimmsten. Wie Gouverneur Rick Scott in einer „state of emergency“ („Katastrophenschutz-Warnung“) mitteilte, könnte das der schlimmste Sturm werden, dem Florida jemals ausgesetzt war. 

Alle Einwohner sollten sich besser für mehrere Tage mit Wasser und Nahrungsmitteln eindecken. 

 

Erwartet wird „Irma“ in Florida nach aktuellem Stand im Laufe des kommenden Samstags.

Laut „CNBC“ gab es am Mittwoch bereits erste Evakuierungen in Monroe County (unter anderem in Key West und Teilen des Everglades-Nationalparks). Besucher, Touristen und Nicht-Anwohner sollen die Gegend verlassen. Auch Landwirte werden evakuiert. An den Tankstellen gibt es, so heißt es auf der offiziellen Facebook-Seite des Countrys, kein Benzin mehr. Airlines fliegen zusätzliche Fluge aus der gefährdeten Zone heraus.

Das Auswärtige Amt warnt deutsche Urlauber

Am Mittwoch hat auch das Auswärtige Amt auf den Jahrhundert-Sturm reagiert. Auf der Reise- und Sicherheitsseite für die USA heißt es, dass die höchste Alarmstufe gelte.

Es müsse „mit starken Stürmen, heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden. Reisende werden gebeten, die Wettervorhersage, stets aktuelle Informationen des National Hurricane Centers und Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt zu beachten und zu befolgen“.