„Spar dein Geld und genieße Hvar“ steht auf den Schildern, die vor kurzem an den Ortseingängen auf der Insel aufgestellt wurden. Bilder zeigen Verstöße und die darauf stehenden Bußgelder. Ohne T-Shirt durch die Stadt laufen: 500 Euro. In Bikini oder Badehose durch die Stadt laufen: 600 Euro. Laute Saufgelage am Strand: 700 Euro.

„Wir haben nichts gegen Touristen, wir leben schließlich von ihnen“, sagt Hvars Bürgermeister Rikardo Novak. Er habe die Maßnahme vielmehr ergriffen, um jungen Touristen Benehmen beizubringen. „Dieses Ziel haben wir erreicht“, so Novak auf reisereporter-Nachfrage. „Der Tourismus entwickelt sich seitdem in unserem Sinne. Menschen, die zu uns kommen, sollen das Erbe und die Kultur unserer Stadt respektieren und genießen.“

Konkrete Zahlen, wie viele Bußgelder bislang verhängt wurden, könne er derzeit noch nicht nennen.

Als Novak die Maßnahmen im Juni ankündigte, sagte er nach Angaben der „Deutschen Welle“: Die jungen Leute „kotzen in die Stadt, urinieren an jeder Ecke, laufen ohne T-Shirts herum und torkeln durch die Straße“.

Kroatien erlebt Tourismus-Boom

Kroatien erlebt einen Tourismus-Boom – im Jahr 2016 kamen fast 16 Millionen Besucher in das Land, das selbst nur 4,2 Millionen Einwohner hat. Nicht nur in Hvar, auch in Dubrovnik rumoren die Einheimischen wegen der immer größeren Touristenmassen. Dort leidet besonders die Altstadt unter dem Ansturm der Tagestouristen und Kreuzfahrturlauber.