Diese märchenhafte Geschichte werden Margaret und ihr Mann Justin (beide 36) ganz bestimmt noch ihren Enkeln erzählen. Und wie es sich für ein Märchen gehört, hat sie ein Happy End. Der Unterschied: Diese Geschichte ist tatsächlich wahr.

Ihren Verlobungsring, ein 1,1-Karat-Diamant auf einem goldenen Band, trug Margaret seit der Verlobung mit Justin mit Stolz an jedem Tag, auch in den Flitterwochen in Italien im Jahr 2008. Sie wohnten dort im Haus von Margarets Eltern in Pompei. 

Justin und Margaret aus New Jersey verbrachten ihr Flitterwochen im Jahr 2008 in Pompei.
Justin und Margaret aus New Jersey verbrachten ihr Flitterwochen im Jahr 2008 in Pompei. Foto: Justin Mussel

Nach einem langen Sightseeing-Tag der Schock: Der wertvolle Ring war weg. Er war ihr offenbar vom Finger gerutscht, ohne dass sie es bemerkt hatte. „Wir haben unser Haus auf den Kopf gestellt, haben überall gesucht, doch er blieb verschwunden“, erzählt Justin dem reisereporter. Traurig kehrten die zwei zurück in ihre Heimat in Brick im US-Bundesstaat New Jersey. Justin kaufte ihr einige Zeit später einen Ersatzring und nach ein paar Jahren dachten beide kaum mehr an den Verlust.

Doch dann beschlossen sie, in diesem Sommer erneut nach Pompei zu reisen – mit dabei auch ihre zwei Söhne Aiden (8) und Landon (6). Logisch: Die Familie wohnte wieder bei Margarets Eltern. „An einem Abend kamen wir spät nach Hause und setzten uns im Dunkeln noch an die Straße“, erzählt Justin. „Jedes Mal, wenn ein Auto die Straße entlang fuhr, glitzerte im Scheinwerferlicht etwas in einem Spalt im Bürgersteig. Nach etwa sechs bis sieben Mal wurde ich neugierig und holte einen Schraubenzieher.“

Justin stocherte mit dem Werkzeug im Spalt – und dann hatte er plötzlich den Ring in der Hand. „Ich dachte zuerst, das kann nicht wahr sein. Als ich mit dem Ring zu meiner Frau lief, lachte sie. Sie dachte, ich würde einen Witz machen. Sie lief nach oben und schaute nach, ob der Ersatzring noch da war. Erst dann glaubte sie mir. Sie war überglücklich, aber auch ein wenig in Schockstarre.“

Die beiden hätten niemals gedacht, den Ring jemals wiederzusehen. „Dieses Erlebnis machte den Urlaub zum besten, den wir jemals hatten“, sagt Justin.

Familie Mussel steht vor dem Ferienhaus in Pompei.
Neun Jahre nach den Flitterwochen besuchte Familie Mussel Pompei erneut. Foto: Justin Mussel