Urlaub in Italien: Die schönste Natur | reisereporter

Che bello! 15 Naturwunder in Italien

Alpen, Seen, Hügel, Metropolen wie Rom und Mailand, Inselparadiese und 7.600 Kilometer Küste – Italiens Landschaft ist so vielfältig wie die Pasta-Variationen. Der reisereporter hat einige der schönsten Naturwunder in Italien gesammelt.

Die Scala dei Turchi auf Sizilien beim Sonnenaufgang.
Ein Spiel aus Farben, Wasser und Gestein: Die Scala dei Turchi auf Sizilien beim Sonnenaufgang.

Foto: unsplash.com/Davide Ragusa

Italien gehört regelmäßig zu den beliebtesten Reiseländern der Welt. Mehr als 50 Millionen Urlauber können nicht falsch liegen, oder? Wir haben hier 15 gute Gründe, warum wir den Urlaub in Italien lieben – von Nord nach Süd.

Dolomiten, Venetien / Trentino-Südtirol

Snowboarder und Ski-Fans lieben sie: Die Dolomiten punkten in den Wintermonaten mit mehr als 1.200 Kilometern Skipisten. Bekannt ist die Gebirgskette für Massive wie Drei Zinnen oder die Marmolata, mit mehr als 3.300 Metern der höchste Berg der Dolomiten. Im Sommer kannst du die Dolomiten, die zu den südlichen Kalkalpen gehören, auf zehn verschiedenen Höhenwegen durchwandern. 

Bergspitzen der Dolomiten im Grödnertal, Südtirol
Bergspitzen der Dolomiten im Grödnertal, Südtirol. Foto: pixabay.com/kordi_vahle

Comer See, Lombardei

Wie ein umgedrehtes Ypsilon ruht der Lago di Como in den Ausläufern der Alpen. Kleine Orte, deren orange- und ockerfarbenen Häuser an den unteren Berghängen kleben, prunkvolle Villen, üppig-blühende Parks, die Kultur in Como und Lecco – wer hier Urlaub macht, erlebt die italienische Schönheit mit voller Wucht. Diesem Charme kann sich selbst George Clooney nicht entziehen; der Schauspieler besitzt eine Villa in Laglio. Das liegt am süd-westlichen Arm des Sees.

Ein typischer Ort am Comer See.
Ein typischer Ort am Comer See. Foto: unsplash.com/Mariya Georgieva

Langhe, Piemont

Sanfte Hügel und feine Weine – das sind die Haupttrümpfe der Landschaft Langhe in der Region Piemont. Nordwestlich des Flusses Belbo werden die Trauben für berühmte Tropfen wie etwa den Barolo angebaut, im Norden wellen sich die Berge schroffer und höher; hier wachsen Kastanien und Haselnüsse. Dazwischen thronen traditionsreiche Dörfer auf den Hügelkuppen.

Landschaft Langhe, hinten die schneebedeckten Alpen, Piemont, Italien.
Die Landschaft Langhe im Piemont ist UNESCO-Weltnaturerbe, hinten die schneebedeckten Alpen. Foto: imago/imagebroker

Cinque Terre, Ligurien

UNESCO-Welterbe, eine als Nationalpark geschützte Landschaft: Die Italiener setzen alles daran, dass die pittoreske Küste der Cinque Terre ihren ursprünglichen Charme behält. Etwa zwölf Kilometer entlang der italienischen Riviera, nordwestlich von La Spezia, bilden fünf Ortschaften (daher auch der Name) die beliebte Urlaubsregion. Badeurlauber könnten enttäuscht werden – es gibt nur einen kleinen Strand in Monterosso al Mare –, dafür lieben Tagestouristen und Wanderer die malerischen Küstendörfer. 

Ein Dorf in der Cinque Terre zur Abenddämmerung.
Küstenromantik: Ein Dorf in der Cinque Terre während der Abenddämmerung. Foto: unsplash.com/Marc Zimmer

Val d’Orcia, Toskana

Toskana wie im Bilderbuch: Das Orciatal in der Provinz Siena gehört ebenfalls zum Weltkulturerbe. Aus der flachen Landschaft erheben sich immer wieder kegelförmige Hügel, verschiedene landwirtschaftliche Bepflanzung verwandelt den Boden in einen Flickenteppich in Erdtönen, dazwischen stehen Zypressen stramm. Die Ästhetik des Val d’Orca kommt übrigens nicht von ungefähr: Als das Tal im 14. und 15. Jahrhundert umgestaltet wurde, wollte man ein möglichst ansprechendes Landschaftsbild kreieren. Wir finden: Mission accomplished!

Bauernhaus bei San Quirico im Val d’Orcia (Orciatal) in der Toskana bei Sonnenaufgang.
Bauernhaus bei San Quirico im Val d’Orcia (Orciatal) bei Sonnenaufgang. Foto: imago/robertharding

Thermalquellen von Saturnia, Toskana

Die Thermalquellen von Saturnia sind Italiens kleines Geheimnis – und ein Anblick wie im Bilderbuch: Eine alte Mühle, dampfende Wasserbecken in natürlichen Felskaskaden, der Blick auf die Hügel der Maremma… Die „Cascate del Mulino“ liegen in der Südtoskana und führen das ganze Jahr über türkises, 37,5 Grad warmes Wasser. 

Badende in den heißen Quellen von Saturnia (Italien).
Badende in den heißen Quellen von Saturnia (Italien). Foto: imago/Kickner

 

Rocca Calascio, Abruzzen

Inmitten der Abruzzen genießt die tausend Jahre alte Festung einen Logenplatz: Auf 1.460 Metern überblickt sie die umliegenden Gipfel der Apenninen. Die mächtigen Mauern sind zum Teil eingestürzt, dennoch vermittelt die Burg ein unvergleichliches Gefühl von Beständigkeit. 

Rocca Calascio, Nationalpark Gran Sasso, Abruzzen, Italien, Europa Copyright: imageBROKER/KimxPetersen ibxkip04406936.jpgRocca Calascio National Park Gran Sasso Abruzzo Italy Europe Copyright image broker KimxPetersen ibxkip04406936 JPG Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Urheberrechtes hinsichtlich der Namensnennung des Fotografen im direkten Umfeld der Veröffentlichung!imago/imagebroker
Die ewige Festung: Rocca Calascio im Nationalpark Gran Sasso in den Abruzzen. Foto: imago/imagebroker

 

Garten von Ninfa, Latium

Gartenromantik? Gibt’s nicht nur in England! Das beweist der Giardini di Ninfa, der Garten von Ninfa, südlich von Rom. Der zauberhafte Garten wurde auf den Ruinen der gleichnamigen Stadt aus dem Mittelalter errichtet, er zählt zu den schönsten der Welt. Blühende Kirschbäume, Rosen, Magnolien, Schwertlilien entlang von Flüssen und Bächen – ein Spaziergang wie durch eine Traumlandschaft. 

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La Maddalena, Sardinien

Die Inseln vor der Insel: Vor Sardinien bilden 62 Inseln La Maddalena, eine Inselgruppe mit traumhaft schönen Stränden. Urlauber schwärmen von dem klaren, blauen Wasser aus dem Granitfelsen ragen, zwischen denen du beim Tauchen Seesterne und Anemonen entdecken kannst. In einer der fast 300 Buchten findest du bestimmt einen ruhigen Ort, an dem du die Sonne und den Zauber der Natur nur für dich genießen kannst. Du erreichst das Archipel mit dem Boot von Palau auf Sardinien. 

Die Insel Spargi im Archipel La Maddalena bei Sardinien, Italien.
Die Insel Spargi ist nur eine von vielen im Archipel La Maddalena bei Sardinien. Foto: imago/robertharding

Amalfiküste, Kampanien

Die Amalfiküste befeuert Sehnsüchte und Tagträume, nicht zuletzt dank schmalziger Filmklassiker wie „Unter der Sonne der Toskana“ und „Only You“ mit einem noch sehr jungen Robert Downey Jr.. Positano gilt als schönster Ort der Küstenregion am Golf von Salerno, es werden Zitronen angebaut und Wein. Am schönsten erkundest du die Küste auf der Küstenstraße Amalfitana. Aber Vorsicht: Mit haarschmalen und schwindelerregend hohen Passagen treibt sie den Puls bei Autofahrern ganz schön in die Höhe.

Die Küstenstraße Amalfitana führt auf malerischen Routen entlang der italienischen Amalfiküste.
Die Küstenstraße Amalfitana führt auf malerischen Routen entlang der italienischen Amalfiküste. Foto: imago/allOver

Blaue Grotte, Kampanien

Dass hier früher Nymphen angebetet wurden, ist kein (blaues) Wunder. Die blaue Grotte an der Nordwestküste der Insel Capri ist ein magischer Ort. Einzig durch ein eineinhalb Meter hohes Felsloch fährst du mit einem kleinen Boot in die Höhle, Tageslicht gelangt vor allem durch das Meerwasser in die Grotte und verleiht ihr ein mystisch blaues Schillern. 

Ruderboote in der blauen Grotte auf Capri.
Wundersames Blau: Ruderboote in der blauen Grotte auf Capri. Foto: imago/CHROMORANGE

Costa degli Dei und Tropea, Kalabrien

Ähnlich malerisch wie die Amalfiküste, aber (noch) weniger bekannt ist die „Küste der Götter“, die Costa degli Dei. Der Küstenstreifen im Südwesten Italiens – wenn man den Stiefelvergleich anstellen möchte, kurz oberhalb der Zehen – bietet zahlreiche Badestrände. Die bekannteste Stadt ist Tropea, die auf 40 Meter hohen Felsen das tyrrhenische Meer überragt. Bei klarer Sicht blickst du von hier bis zu den liparischen Inseln.

Die Wallfahrtskirche Santa Maria dell Isola liegt auf einem Felsen bei Tropea.
Die Wallfahrtskirche Santa Maria dell'Isola liegt auf einem Felsen bei Tropea. Foto: imago/Westend61

Liparische Inseln, Sizilien

Womit wir auch gleich bei dem nächsten Naturwunder wären. Die vulkanischen Inseln gehören ebenfalls zum UNESCO-Weltnaturerbe und werden auch als Äolische Inseln bezeichnet. Sieben von ihnen sind bewohnt, darunter Lipari, Salina und Stromboli. Letzterer ist der einzige ständig aktive Vulkan Europas. 

Blick von der vulkansichen Insel Lipari und andere liparische Inseln.
Lipari gehört, logisch, zu den liparischen Inseln bei Sizilien. Foto: pixabay.com/OrcaTec

Riserva della Zingaro, Sizilien

Das Naturreservat im Nordwesten von Sizilien ist das erste der Insel. Sieben Kilometer Küste gehören dazu, an der sich Sandbuchten und Kalksteinfelsen abwechseln. Du kannst in etwa zwei Stunden einmal durch den Park entlang der Küste durch Olivenbäume und Zwergpalmen wandern. 

Das Naturreservat Zingaro auf Sizilien.
Grüne Küste, blaues Meer: Das Naturreservat Zingaro war das erste auf Sizilien. Foto: imago/Westend61

 

Scala dei Turchi, Sizilien

Bei Realmonte im Inselsüden steht ein Monument aus Mergel, geschaffen von den Launen der Natur. Der unverwechselbare Felsen erhebt sich strahlend weiß und in kleinen Wellen und Stufen vor dem hellen Blau des Meeres, fast sieht er aus wie ein Eisberg. Kein Steinmetz hätte das Kunstwerk schöner gestalten können. Ein absolut krönender Abschluss für unsere Liste der schönsten Naturwunder in Italien.

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