Insider-Tipps für Yoga in London | reisereporter.de

Namaste! Tipps für ein Yoga-Wochenende in London

Als Yogalehrerin, die viele Jahre in London gelebt und gearbeitet hat, weiß reisereporterin Anina (28), wie Londons Yoga-Szene tickt. Und den Yogis unter euch verrät sie hier ihre persönlichen Top-Tipps für ein perfektes „Yoga-Wochenende“ in Englands Hauptstadt.

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Anina Grosser verrät ihre Insider-Tipps für alles rund um Yoga in London.

Foto: privat

London ist eine wahre Yoga-Hochburg: Yogis, Studios, vielen Optionen für gesundes Essen und eine aktive Community. Jedes Wochenende lassen sich interessante Workshops von bekannten Yogi-Meistern oder talentierten Newcomern finden. Daher würde ich mich immer auf ein, zwei Webseiten der für dich am besten gelegenen Studios umschauen – vielleicht springt dir ja ein Workshop ins Auge. 

Bekannte Yogalehrer

Triyoga beispielsweise hat gleich drei Studios in London. Eins in Chelsea, eins mitten in der Stadt in Soho und eins in Camden. Alle sind wunderschön und mit tollen Lehrern und den verschiedensten Yoga-Stilen gefüllt.

Meine Favoriten: Celeste Pareira, Jessica Puglie, Mona Lisa Godfrey, Iyengar Gott Alaric Newcombe und Ashtanga-Queen Eilleen Gauthier. Besonders Alaric und Eileen sind Koryphäen und ihre Stunden vollgepackt mit Weisheiten und Wissen. Wenn du die Chance hast, Emma Henry, eine Senior-Jivamukti-Lehrerin, zu sehen, tu es!

Gesund essen in London

Nach einer Stunde bei Triyoga in Soho gibt es genug Möglichkeiten, etwas Essbares zu finden. Du musst nur die Straßen entlangschlendern. Bei Detox Kitchen in der berühmten Carnaby Street gibt es eine Salatbar und jede Menge Säfte und Smoothies, oder du gönnst dir Burger and Lobster im gleichnamigen Restaurant – das wäre dann die Genießer-Variante.

Freitagnachmittags unterrichtet Aram Raffy eine fortgeschrittene Vinyasa-Klasse, nach der du dir ohne schlechtes Gewissen einen Burger gönnen kannst.

Aram hat unter anderem von Stewart Gilchrist gelernt – und Stewart ist bekannt für seine eigene Form des Vinyasa Yoga, die er Yogasana nennt. Er unterrichtet hauptsächlich in meinem Lieblingsstudio Indaba. Die Stunden sind herausfordern und immer proppevoll, es lohnt sich daher, vorher über die Webseite zu buchen.

Im Yoga-Flow 

Bei Indaba findet Freitagabends fast zeitgleich mit Arams Stunde meine absolute Lieblingsstunde statt: Raphan Kebes Space and Flow ist eine fließende Yoga-Form, die Elemente aus dem modernen Tanz beinhaltet. Zu gleichen Teilen herausfordernd und meditativ, mein absoluter Favorit.

Aber auch die anderen Lehrer bei Indaba sind alle herausragend. Dharma bei Mark Kan oder Nathalie Mukusheva, Forrest bei Craig Norris und Jivamukti bei Harriet Bone sind ganz oben auf meiner Liste von Empfehlungen.  

Solltest du an einem Freitagabend (vielleicht direkt nach deiner Ankunft) eher etwas runterkommen wollen, kann ich dir die 17.45-Uhr-Yin-Yoga-Stunde beim Yin-Meister Norman Blair ans Herz legen. Normans Wissen und Intuition sind beeindruckend und du wirst den Raum wunderbar ausgeglichen verlassen.

Das Studio Life Centre, wo auch der Gründer der Bewegung Boys of Yoga, Michael James Wong samstags unterrichtet, befindet sich mitten im Stadtteil Angel, in dem du viele Restaurants und Bars findest. Eines meiner Lieblingsrestaurants ist Oldroyd – ein Mini-Restaurant eines bekannten Londoner Kochs mit täglich wechselndem, saisonalen Menü.

Märkte, indisches Frühstück und Bread-Bowls

Das Triyoga-Studio in Camden hat ein eigenes Café, aber vielleicht reizt dich auch der auf der anderen Seite des Kanals liegende Camden-Markt.

Top-Tipp: Hier immer an den Ständen beim Kanal und nicht an den kleinen Buden unter den Gemäuern essen. Dort laden frische Spezialitäten aus aller Welt zum Schlemmen ein. Auf dem Markt lässt sich auch das eine oder andere Vintage-Mitbringsel finden. Von dort aus kannst du entlang des Kanals bis nach Kings Cross schlendern. Hier serviert Dishoom das beste, indisch-inspirierte Frühstuck – der Porridge und die Ei-Wraps sind deliziös. 

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An einem schönen Samstag kannst du auch den ganzen Weg bis zum Broadway-Markt laufen. Entlang des Kanals durch Angel und das östliche London finden sich einige Lokalitäten, beispielsweise das Barge House.

Hier gibt es Bread Bowls, Frühstück in einem Brotleib. Lecker. Auf dem Markt selbst findet man alles von Köstlichkeiten über Vintage-Klamotten und Schallplatten bis hin zu Live-Musik. Rooftop Bars, quirky Cafés und der London Fields Park laden zum Entspannen ein. Hier liegt auch das Yogastudio Stretch, ein kleines Boutique-Studio mit tollen Lehrern und super netten Schülern. 

Den Puls in die Höhe treiben

Wenn ich mal etwas anderes als Yoga brauche, zieht es mich immer in eine schweißtreibende Stunde bei Barry’s Bootcamp. Das Workout-Programm aus L.A. hat es in sich und ist für mich die perfekte Vorbereitung auf einen Samstagabend.

Faisal bringt super Stimmung, aber mein Favorit ist Miles, der mich immer anspornt die Übungen mit hundertprozentig korrekterTechnik auszuführen.

Das Yoga-Pendant dazu finde ich in einer Rocket-Yoga-Stunde. Rocket Yoga ist eine Abwandlung des traditionellen Ashtanga Yoga und in London „all the hype“. Hierbei ist der Handstand ist eine beliebte Übung.

Meistens findet man in den schnellen, kraftvollen Stunden viele starke Mit-Yogis, nicht wenige davon Lehrer. Aber auch weniger erfahrene Yogis kommen hier auf ihre Kosten. Die Praxis hat etwas Ausgelassenes und es wird viel gelacht und noch mehr geschwitzt.

Ein Yogi-Sonntag in London

Marcus Veda unterrichtet sonntagnachmittags eine Stunde, die von Lehrern und Schülern den Namen Sunday Service erhalten hat. Und so ist auch die Stimmung: ausgelassen, aber mit Herz und Seele verschrieben, die Praxis und die Energien feiernd.

Bevor du zur Stunde um 17 Uhr bei Tripspace in Haggerston eintriffst, kannst du den Sonntag damit verbringen, über den Blumenmarkt auf der Columbia Road zu schlendern und in dem trendigen Stadtteil Shoreditch ein paar der hippen Läden und Cafés zu entdecken.

Top-Tipps hier: Das Frühstücksbuffet mit verschiedenen Müslisorten, Ei, Toast, Mandel- und Erdnussmuß, getrockneten Früchten und Yoghurt bei Albion in der Redchurch Street. Bei Barber & Parlour kannst du dich noch mit einer Maniküre oder auch nur einem Kaffee verwöhnen, bevor es über die Brick Lane bis zu den Old Spitalifield Markets geht. Die Commercial und Shoreditch High Street entlang und vorbei an den Geschäften im Box Park, zurück Richtung Blumenmarkt bevor es zum „Fliegen“ zum Rocket Yoga geht.

Entspannter Abschluss

Wenn du deinen Sonntag lieber entspannt ausklingen lassen willst, ist ein Gongbad mit Klangmeister Leo Cosendai bei Indaba genau das Richtige. Alle zwei Wochen leitet Leo mit Hilfe von durchdachten Harmonien und beruhigenden Melodien durch eine tiefe Entspannung. Danach gönne ich mir, zum Abschluss eines perfekten Wochenendes, am liebsten eine Pizza und einen Cider im Lansdowne Pub in Primrose Hill.

Auf dem Verdauungsspaziergang durch den Park und hoch auf dem Hügel wirst du mit einer wunderbaren Aussicht über London belohnt. Der perfekte Ort, um den Londoner Trubel noch einmal aus der Ferne zu betrachten. 

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