Auch Naturwunder sind nicht für die Ewigkeit gemacht. Das hat vor einiger Zeit der Einsturz des berühmten Fensters von Malta gezeigt. Und nun könnte Norwegens berühmte Felsformation Preikestolen in Gefahr sein.

Das 25 mal 25 Meter große Felsplateau ist gigantische 604 Meter hoch – und rundherum komplett ungesichert. Geologen sind besorgt, dass die Felsplattform in Lysefjord einstürzen und Überschwemmungen auslösen könnte. Anlass zur Sorge liefert der etwa einen halben Meter große Riss im Fels. 

Die „Geological Survey of Norway“ (NGU) überwachen ihn. Der Riss ist seit dem Jahr 1930 bekannt. Erstmals seit 22 Jahren hat er sich vergrößert: Im Mai 2017 ergaben Messungen eine Erweiterung der Lücke von zwei bis drei Millimetern, berichtet „The Local“. In der Vergangenheit wurden bereits breite Bolzen angebracht, um jede Vergrößerung der Lücke festzuhalten und messen zu können.

Kann der Preikestolen noch besichtigt werden?

Akut sehen die Geologen zwar keinen Grund für Panik. Jedoch wollen sie das Monitoring durch moderne Beobachtungsmethoden verbessern: Die Klippenformation wird künftig aus verschiedenen Blickwinkeln und mit Hilfe eines Hubschraubers in hochauflösenden Bildern dokumentiert. Und es werden 3D-Modelle angefertigt, um eine Stabilitätsanalyse durchzuführen.

Auch 32 weitereBerge in Rogaland werden derzeit genauer beobachtet. Bereits letztes Jahr wurde eine Studie mit Hubschrauber durchgeführt, um mögliche Bergprobleme zu identifizieren.

Was bedeutet diese Entwicklung für die Touristen? Zunächst einmal können sie die Felsformation weiterhin besichtigen und hinaufsteigen. Dazu ein Hinweis: Das Navi führt die Touristen oft in das norwegische Dorf Fossmork – etwa 30 Kilometer von Preikestolen entfernt. Also achtet lieber auf die Schilder...