In diese Länder kommen kaum Touristen | reisereporter.de

Entdecker-Urlaub: Länder (fast) ohne Touristen

Ja, es gibt sie tatsächlich noch, die Urlaubsparadiese in denen du keinem oder nur wenigen anderen Touristen begegnest. Wir verraten dir, wo du noch Entdecker sein kannst.

Ein einsamer Mensch am Strand beim Sonnenuntergang
Nur du und der Strand – an einigen Orten triffst du fast keine anderen Touristen. (Symbolbild)

Foto: unsplash.com/Josh Adamski

Viele Länder, vor allem in Europa, leiden in diesem Jahr unter den Touristenmassen. Italien wird von Urlaubern überrannt und in Spanien gibt's Proteste. Darauf hast du keine Lust? Dann kommen jetzt die guten Nachrichten: Es gibt genug Länder, die kaum von Urlaubern besucht werden. Wo die Sehenswürdigkeiten nicht von Souvenirshops umringt sind und du am Strand, in den Bergen oder Dörfern niemanden außer ein paar Einheimischen triffst. 

Wo, das verrät der aktuelle Bericht der Welttourismusorganisation. Und der reisereporter fasst die spannendsten Alternativen für dich zusammen.

Nix los in Moldau

Die wenigsten Urlauber in Europa konnten im vergangenen Jahr Liechtenstein (69.000) und San Marino (60.000) verzeichnen. Allerdings ist diese Zahl immerhin noch fast doppelt so hoch, wie die Einwohnerzahlen der Zwergstaaten. 

Anders sieht es dagegen in der Republik Republik Moldau aus: Auf 3,5 Millionen Einwohner kommen gerade mal 121.000 Touristen. Am östlichen Rande Europas gelegen, zwischen Rumänien und der Ukraine, ohne Zugang zum Meer, wird die Republik schnell vergessen. Gerade deshalb solltest du dir das Land für dein nächstes Abenteuer merken. 

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Osttimor – Unberührtes Südostasien

Die Demokratische Republik Timor-Leste liegt im östlichen Teil der Insel Timor, der Westen ist indonesisches Gebiet. Hierher reisen sogar noch weniger Touristen als nach Moldau – obwohl die Nachbarländer Australien und Indonesien super beliebte Reiseziele sind. Nach Osttimor kamen 2016 aber nur 72.000 Urlauber (bei 3,5 Millionen Einwohnern). Grünes Berghänge, klares Meer, lange Strände – das alles hast du hier fast ganz für dich allein.

 

Karibik: Entspannt auf den Antillen chillen

Die Karibikinsel Montserrat ist ein Paradies für Abenteuerfans. Der erste Nervenkitzel: Auf der Insel befindet sich ein aktiver Vulkan, zwei Drittel der Fläche sind deshalb Sperrgebiet. Drei Vulkanberge, heiße Quellen und schwarze Strände sind die Zeugen der vulkanischen Aktivität auf der Antillen-Insel. Nur am Rendezvous Bay kannst du über hellen Korallensand flanieren. Im Inland wachsen Kakteen und Akazien, in den Hochlagen dichter, grüner Wald. 

Es ist die Insel mit den wenigsten Touristen (9.000 in 2016) in der Karibik – das entspricht aber immer noch dem Doppelten der Einwohnerzahl. Von Antigua fahren Schnellboote innerhalb einer Stunde nach Montserrat. 

Kaum was los auf den kleinen Inseln in Ozeanien

2016 reisten nur 2.000 Touristen in das Atoll Tuvalu in Ozeanien. Wer hierhin möchte, fliegt am besten nach Fidschi. Von dort gibt es ein paar Flüge und Fähren nach Funafuti, wo der Regierungssitz des Atolls ist. Das Besondere und Traurige: Aufgrund des Klimawandels droht Tuvalu im steigenden Meeresspiegel zu versinken. Lange Zeit bleibt dir vermutlich nicht mehr, um dieses einsame Paradies zu erkunden. 

Viele andere Inseln im Südpazifik sind ebenfalls nur spärlich besucht. Darunter Niue (8.000 Besucher) und Kiribati (5.000 Besucher). Vielleicht endlich einige würdige Alternativen zu den Fidschi-Inseln? Zum Vergleich: Dort tummelten sich 2016 insgesamt rund 792.000 Touristen. 

Sierra Leone ist das am wenigsten besuchte Land Afrikas

Sierra Leone ist bei Touristen bisher eher unbeliebt: Nur 54.000 Touristen verzeichnete das westafrikanische Land im jahr 2016 – bei 7,1 Millionen Einwohnern. Aufgrund gesundheitlicher Risiken und starken Regenfällen in den Monaten Juli und August, sind bei der Planung und vor Ort allerdings Vorsicht geboten. Das Auswärtige Amt rät momentan nach Überschwemmungen und Erdrutschen in den Bergen von Reisen in die Hauptstadt Freetown ab. 

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Die beliebtesten Reiseländer 2016

Das Land mit den meisten Touristenankünften im Jahr 2016 war Frankreich mit mehr als 82 Millionen Besuchern, gefolgt von den Vereinigten Staaten und Spanien mit je 75,6 Millionen Touristen. Italien schafft es mit 52,4 Millionen Urlaubern auch noch in die Top fünf, Deutschland verzeichnete immerhin 35,6 Millionen Ankünfte – und liegt damit auf dem siebten Platz.

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