Kanada: Nordlichter gucken im Sommer | reisereporter.de

Nordlichter gucken ohne Kälteschock? Geht in Kanada!

Im Hundeschlitten durch die Schneelandschaft düsen und im Iglu-Hotel übernachten. Hört sich nach dem ultimativen Wintertraum an. Aber es ist einfach verdammt kalt. In Kanada kannst du Nordlichter auch im Sommer, ganz ohne Kälteschock, bewundern. 

Nordlichter über Arctic Haven Lodge am Ennadai Lake in Kanada.
Von wegen, Nordlichter gibt's nur im Winter...

Foto: imago/All Canada Photos

Im Norden von Kanada, in den Northwest Territories, die auch Aurora Capital of the World genannt werden, zeigen sich die Nordlichter auch im Sommer. Dann hast du sie wahrscheinlich auch fast für dich alleine. Denn bisher ist die Tatsache, dass die bunt umherwirbelnden Himmelslichter auch im Sommer sichtbar sind, noch ein Geheimtipp. Wir räumen heute mit den Nordlicht-Vorurteilen auf.

Vorurteil 1: Im Sommer gibt es keine Nordlichter

Stimmt nicht, denn: Nordlichter schweben das ganze Jahr über durch die Atmosphäre. Sie entstehen, wenn Sonnenteilchen von den Magnetfeldern der Erde eingefangen und Richtung Nordpol geschickt werden. Stoßen sie auf ihrem Weg dorthin mit Luftteilchen zusammen, entstehen die faszinierenden Lichtformationen.

Jedes von ihnen ist anders. Manchmal säumt sich ein schwach grünes Band über den Himmel. Ein anderes Mal tanzt ein bunter Vorhang in gelb, grün pink und violett am Sternenhimmel. 

Vorurteil 2: Im Sommer ist es viel zu hell für Nordlichter 

Stimmt nicht, denn: Auch, wenn die Sonne im Sommer kaum untergeht, gibt es in den Northwest Territories ab August schon wieder bis zu vier Stunden Dunkelheit. Im September sind es sogar zwölf Stunden. Somit hast du perfekte Voraussetzungen für eine Nacht unterm Nordlicht-Himmel ganz ohne Erfrieren. 

Vorurteil 3: Es ist doch ständig graues Wetter in den Northern Territories

Stimmt nicht, denn: Die Sommertage in Yellowknife sind oft sonnig und vor allem wolkenlos, selbst im September ist der Himmel hier nur zu 30 Prozent des Monats bedeckt. Danach, das stimmt schon, ist kurze Nordlicht-Pause, denn von Oktober bis ungefähr Mitte November ist es hier oft herbstlich mit Nebel und Wolken.  

Vorurteil 4: Im Sommer gibt es keine Nordlicht-Touren 

Stimmt nicht, denn: Obwohl die Hochsaison von November bis Mitte April geht, finden auch von August bis Anfang Oktober geführte Touren statt. Manchmal brauchst du einfach einen Spezialisten an deiner Seite, der die magnetischen Felder früh erkennt und daher weiß, wo höchstwahrscheinlich als nächstes Nordlichter am Himmel erscheinen.

Touren in den Northern Territories kannst du direkt ab Yellowknife machen oder du begibst dich auf eine mehrtägige Tour zu einer Wildnislodge. So kannst du neben den Nordlichtern auch noch Bären, Bisons und Elche fotografieren. 

Vorurteil 5: Nordlichter muss man im Winter erleben

Stimmt nicht, denn: Es kommt ganz auf dich und deine Vorlieben an. Sicherlich sieht die nordkanadische Winterlandschaft märchenhaft aus. So viel Schnee gibt es bei uns gar nicht. Aber bei Temperaturen von bis zu 30 Grad unter Null musst du auch ganz schön kältebeständig sein. Im Sommer hingegen kansnt du die Natur auch zum Kajaken auf dem See oder Wandern nutzen. 

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Die Autorin
Evelyn träumte schon als Landkind von der großen weiten Welt. Sie wollte sie bereisen, Geschichten sammeln und den Menschen davon erzählen. 2012 begann sie ihren Blog Landmeedchen ... mehr
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