Sommer 2017, war’s das jetzt schon?! | reisereporter.de

Meteorologe sicher: Das war’s mit dem Sommer!

Beim Blick aus dem Fenster mussten wir in diesem Sommer stark sein. Allzu oft dominierten da grau in grau, Regen, Sturm. Und der meteorologische Sommer endete am 31. August. Der reisereporter fragt einen Meteorologen: Ernsthaft?! War das jetzt der „Sommer“ 2017?

Eine Frau sitzt mit einem Regenschirm ausgestattet am Grenzstrand und schaut bei regnerischem Wetter auf die Ostsee.
Regenschirm statt Strandhandtuch – in diesem Sommer ein häufiges Bild (Symbolbild).

Foto: imago/BildFunkMV

Schlechte Nachrichten für den Norden und Osten Deutschlands: Hochsommer bekommen wir wohl nicht mehr. „Wir müssen weiterhin mit den Tiefdruckphasen rechnen, die wir auch bisher in diesem Sommer erlebt haben“, sagt Kent Heinemann, Meteorologe beim Institut für Wetter- und Klimakommunikation. Das bedeutet: Statt Sonne satt und Temperaturen um die 30 Grad gibt's weiterhin Temperaturen bis 20/25 Grad, Schauer und Gewitter. Naja, und ab und zu auch mal ein bisschen Sonne.

Das gelte für die Gebiete um Brandenburg, Berlin, den Harz, Hamburg sowie Hannover ebenso wie für Nordsee- und Ostseeküste. Wer mutig ist, kann dort zwar planschen. Aber: „Das Wasser hat durchschnittlich 18, 19 Grad – das ist teils wärmer als die Luft“, sagt Heinemann.

Nichts Neues, oder? Gefühlt waren Juni, Juli und August doch sehr kühl. Die Statistik sagt zwar: Stimmt nicht. „Es war im Mittel sogar 0,5 bis ein Grad zu warm“, so Heinemann. Aber das lag nicht etwa an heißen Sommertagen. In Hamburg habe es etwa bisher nicht einen richtig heißen Sommertag mit über 30 Grad gegeben, sagt der Meteorologe. Schuld sind die Nächte: „Dadurch, dass es häufig bewölkt war, konnte es nicht richtig abkühlen.“ 

Womit wir beim Thema Niederschlag sind. Gefühlt ist der Sommer ist in vielen Orten in der Nordhälfte Deutschlands tatsächlich abgesoffen. „In Potsdam gab es zum Beispiel mehr als 200 Prozent mehr Niederschlag, als zu erwarten war“, so der Meteorologe. Und in Hamburg fielen allein von Juni bis zum 20. August rund 290 Regen pro Quadratmeter – ein Viertel mehr als sonst.

Ein klein wenig Hoffnung macht Heinemann dann noch: Im September oder Anfang Oktober könnten Norden und Osten noch mal Glück haben – „25 Grad und mehr sind möglich“.

Und bis dahin haben wir Tipps für dich, wie du den mageren Sommer genießen kannst.

Indoor-Aktivitäten für gute Laune

Urlaubs-Feeling bekommst du nicht nur draußen bei gutem Wetter. Es gibt auch jede Menge überdachte Aktivitäten – für Aktive und Entspannungsliebhaber. Unsere Tipps für „Indor-Aktivitäten gegen Blues bei Regenwetter“.


Hol dir die Südsee nach drinnen

Du hast in diesem Sommer noch nicht einmal richtig geschwitzt? Das kannst du nachholen: Ab in die Sauna, oder schwimmen in wohlig-warmen Wasser. Wir haben die schönsten Thermen Deutschlands miteinander verglichen, da ist bestimmt auch eine in deiner Nähe für einen Kurzurlaub dabei. Das Themen-Mekka in Deutschland ist Brandenburg – tauch ab in eine der zehn Thermen.


Die Kristall- Kur- und Gradiertherme Bad Wilsnack.
Die Kristall- Kur- und Gradiertherme Bad Wilsnack. Foto: Andreas König

 

Ab in den Süden, der Sonne entgegen

Du hast die Nase endgültig voll und willst den Sommer jetzt einfach woanders suchen? Wetterexperte Kent Heinemann sagt: „Ab in den Süden.“ Wenn du nicht allzu weit weg kannst oder willst: Schon in Baden-Württemberg und Bayern sieht es deutlich besser aus. Dort stehen die Chancen auf 30 Grad und Sonne besser. Wie wäre es mit einem Wochenende in München?

Und auch wenn's ganz weit weg sein soll, hat Heinemann: Im östlichen Mittelmeerraum – zum Beispiel in Zypern und im südöstlichen Griechenland – bestehen auch im Herbst noch gute Chancen auf hochsommerliche Temperaturen.

Eine Städtereise nach Athen? Oder Sonnen auf den griechischen Inseln? Klingt doch gar nicht schlecht! Tipps haben wir dir im Artikel „Athen: 5 Tipps für die Stadt der Götter“ zusammengestellt. Die Durchschnittstemperaturen auf Kreta liegen immerhin noch bei 25 und 22 Grad für September und Oktober.

Der September auf Zypern kann noch bis zu 31 Grad warm werden, im Oktober klettern die Temperaturen zum Teil auf bis zu 26 Grad.

In der Türkei sieht es ganz ähnlich aus, der September ist zudem ein recht trockener Monat. Der Vorteil: Wo wir im Hochsommer meist nur matt am Pool oder Strand rumhängen können, ermöglichen dir die angenehmeren Temperaturen im frühen Herbst ein viel breiter gefächertes Freizeitangebot. Beim Radfahren, Golfen oder Wandern kannst du den Sommer sportlich nachholen.

Massage für die Seele: Zypern ist Entspannung pur.
Kristallklares Wasser und weiße Felsformationen: Zypern ist Wellness für die Sinne. Foto: pixabay.com/dimitrisvetsikas 1969

 

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