Zu viele betrunkene Passagiere sorgen für Ärger in Flugzeugen, sagt Ryanair. Daher hat die irische Billig-Fluggesellschaft die britischen Flughäfen dazu aufgefordert, den Alkoholausschank deutlich einzuschränken. Sie fordert: maximal zwei Drinks pro Nase.

Um das zu kontrollieren, sollten Passagiere beim Kauf von alkoholischen Getränken ihr Ticket beziehungsweise ihre Bordkarte vorzeigen müssen. Bars und Restaurants sollten dann maximal zwei Gläser Alkohol pro Bordkarte verkaufen. Und vor 10 Uhr morgens solle der Verkauf ganz verboten werden.

Als Grund nennt die Airline das „zunehmende störende Verhalten von Passagieren, die von britischen Flughäfen abreisen“. Vor allem bei Flugverspätungen sei es ein großes Problem, dass es keine Beschränkung beim Verkauf von Alkohol gäbe. „Es ist total unfair, dass die Flughäfen vom uneingeschränkten Verkauf von Alkohol an Passagiere profitieren können und die Airlines mit den Sicherheitskonsequenzen allein lassen“, sagt Ryanair-Manager Kenny Jacobs

Betrunkene Passagiere: Was sagst du? 

Nerven dich betrunkene Passagiere im Flugzeug?

Ryanair hat bereits eigene Maßnahmen ergriffen: An Bord ihrer Flugzeuge ist es Passagieren nicht gestattet, ihre eigenen Duty-Free-Käufe zu konsumieren. Bei Flügen von Glasgow Prestwick und Manchester nach Alicante und Ibiza ist es verboten, alkoholische Getränke aus den Duty-Free-Shops mit an Bord zu bringen. „Diejenigen, die welche gekauft haben, müssen es im Frachtraum verstauen lassen oder zurücklassen“, heißt es von Ryanair.

Nach Angaben einer Statistik der britischen Behörde Civil Aviation Authority (CAA) ist die Zahl der Vorfälle mit störenden Passagieren zwischen dem Jahr 2012 und 2016 um 600 Prozent angestiegen – meist war Alkohol im Spiel. 

Der Sender BBC berichtete, dass die Zahl der Festnahmen im Zusammenhang mit Alkohol an britischen Flughäfen und auf Flügen deutlich angestiegen ist. Bis Februar 2017 seien binnen eines Jahres 387 Störer festgenommen worden, im Vorjahr seien es 255 gewesen.