Stacy Hurt hat Darmkrebs. Die Diagnose erhielt die 46-Jährige im Jahr 2014. Aktuell ist sie symptomfrei, aber sie wird ihr Leben lang Chemotherapien benötigen. „Ich stehe jetzt vor der 52. Behandlung“, erzählt sie dem reisereporter. Nach einer Veranstaltung für Krebspatienten in Bridgeville nahm sie mit Southwest Airlines einen früheren Flug als geplant von Nashville nach Pittsburgh. „Mein ursprünglicher Flug hatte Wartungsprobleme und wurde abgesagt. Ich wurde samt Gepäck umgebucht.“

Doch in Pittsburgh angekommen der Schock: Der Koffer war nicht da. Er war noch im Flugzeug der gecancelten Verbindung. „Ich wurde wirklich emotional und musste weinen“, sagt Stacy. Denn im Gepäck waren Medikamente und für sie persönlich wichtige Dinge wie ein Rosenkranz und ein Glücks-Shirt, das Stacy am kommenden Tag bei der Chemo tragen wollte. 

Sie rief bei der Airline an und landete bei Sarah Rowan in der Kundenbetreuung. Die Mitarbeiterin versprach, alles zu tun, um den Koffer zu finden und ihn bis 9 Uhr am kommenden Morgen zu Stacy zu schicken. Sarah spürte den Koffer gegen 3 Uhr nachts auf. „Er kam mit der letzten Maschine.“ Das Problem: Um diese Uhrzeit war kein Kurierfahrer mehr vor Ort.

Die Mitarbeiterin brachte den Koffer daher kurzerhand selbst zu Stacy und stellte ihn vor der Haustür ab. Dazu schrieb sie eine süße Nachricht: „Stacy, entschuldige bitte die Verspätung des Koffers! Ich und meine Southwest-Familie denken an dich und wünschen dir alles Gute. Tritt dem Krebs in den Hintern!“

Es sei ihr wichtiger gewesen zu helfen, als möglichst früh ins Bett zu kommen, sagt Sarah dem reisereporter. „Mein Vater starb an Krebs, ich konnte Stacys Situation daher gut nachvollziehen.“  

Vor ein paar Tagen haben sich die beiden Frauen sogar getroffen. Stacy kam mit einem Strauß Blumen zum Flughafen in Pittsburgh, um sich persönlich zu bedanken. „Mir war es so wichtig, sie zu umarmen. Wir brauchen mehr Sarahs in der Welt“, sagt Stacey.