Der eine möchte seinen Hund mitnehmen, der Nächste will sich sportlich austoben und wieder andere möchten ohne Kleidung ins Wasser springen. Die Küstenorte Mecklenburgs haben für diese Bedürfnisse viele Angebote geschaffen. 

Strandabschnitte in Graal-Müritz

Sechs Kilometer lang ist der bewirtschaftete Strandbereich von Graal-Müritz. Hier bietet die Tourismus und Kur GmbH vier FKK-Strandabschnitte, drei Hundestrandabschnitte, zwei Bootsliegeplätze und drei Kinderspielplätze am Strand. „Sowohl der FKK- als auch der Hundestrand sind gut frequentiert“, sagt der Geschäftsführer Bernd Kuntze. „Leider halten nicht alle Urlauber ihre Bereiche ein“, so Kuntze. Daher sorgen zwei Strandvögte für Ordnung. 

Strandabschnitte auf der Insel Poel

Die Insel Poel verzichtet auf Kontrollen. Denn die FKK-Strände sind nicht eigens ausgewiesen. „Unsere Gäste wissen, wo sie hingehen müssen“, sagt Kurdirektor Markus Frick. Die Freunde der Freikörper-Kultur treffen sich in Hinter Wangern und im Bereich zwischen Timmendorf und Am Schwarzen Busch. „Die Bereiche sind zu DDR-Zeiten natürlich gewachsen.“ Es gibt insgesamt vier Hundestrände in Timmendorf, Am Schwarzen Busch (zwei Abschnitte) und in Gollwitz. „Wir wollen, dass alle in Frieden schwimmen können“, so Frick. Darüber hinaus gebe es an fast allen Strandbereichen Sport- und Spielangebote. In Timmendorf gibt es einen Wassersportbereich.

FKK im Regenbogen-Ressort in Prerow
Ob mit oder ohne Badekleidung: An den Stränden der Mecklenburger Ostseeküste gibt es für alle Besucher die passenden Strandabschnitte. Foto: Bernd Wüstneck

Strandabschnitte in Boltenhagen

80 Prozent der Gastgeber in Boltenhagen würden Gäste mit Hunden willkommen heißen, da sei es logisch, für sie am Strand ein Angebot zu schaffen. „Und das wird angenommen wie verrückt“, sagt Katleen Herr von der Kurverwaltung Boltenhagen. Seit 2017 gibt es drei Hundestrände – in Tarnewitz, Redewisch und im Zentrum. „Wir gehen davon aus, dass sich alle an die Einteilung halten.“ Auch einen gemischten Strand für Gäste mit und ohne Badesachen und einen gemeinsamen FKK- und Hundestrand gebe es. Für aktive Badegäste habe man Volleyballnetze entlang des Strandes aufgebaut. 

ein Golden Retriever liegt am Sandstrand in Boltenhagen zwischen Strandkörben.
In Boltenhagen können Hunde in der Ostsee planschen und sich danach im Sand ausruhen. Foto: imago/Bild13

Strandabschnitte in Heiligendamm

Gleich zwei Sportbereiche gibt es in Heiligendamm. Hier hat die Kurverwaltung auch zwei Strandabschnitte eingerichtet, an denen Raucher unerwünscht sind. Die Beschilderung werde größtenteils eingehalten, dennoch sorgen zwei Strandvögte für deren Einhaltung. „Es gibt zwei Hundestrände, der Bedarf ist vorhanden“, sagt Andrea Lang, Leiterin der Tourist-Information Bad Doberan-Heiligendamm.

Der Bedarf an FKK-Bereichen sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. „Zusätzlich zum FKK-Bereich am Kinderstrand wurde daher ein zweiter FKK-Strand in Richtung Börgerende eingerichtet, der in diesem Jahr noch einmal vergrößert werden musste“, sagt Andrea Lang. 

Strandabschnitte in Kühlungsborn

In Kühlungsborn sei das Interesse an den zwei FKK-Strandbereichen – östlich Richtung Wittenbeck und am westlichsten Strandabschnitt – gleich geblieben. In dem Ostseebad gebe es auch drei ausgewiesene Hundestrände – an den Abschnitten 1, 14 und 26. „Gäste oder auch Einheimische mit Hund sind eine nicht unerhebliche Zielgruppe an der Ostsee“, sagt Katja Seppelt von der Touristik-Service-Kühlungsborn GmbH. Neben zwei behindertengerechten Badestegen, und einem Strandkorbkino bietet Kühlungsborn auch zwei Sportstrände. In den Sommermonaten gibt es ein Outdoor-Fitnessstudio und es werden Kurse wie Zumba, Yoga oder Chi Gong angeboten. 

„Der vier Kilometer lange Nienhäger Sand- und Naturstrand ist sehr abwechslungsreich“, sagt die Leiterin der Kurverwaltung, Irina Kitzing. Von der Haupttreppe aus gibt es in beiden Richtungen je einen FKK-Bereich. „Sie werden traditionell sehr gut angenommen“, so Irina Kitzing. Auch für Hundebesitzer habe man vorgesorgt. „Ein Ostseebad ist heute nicht mehr konkurrenzfähig, wenn es keinen Hundestrand vorhält.“ Diesen Strand erreiche man in circa 700 Metern westlicher Richtung, durch den Gespensterwald bis zum natürlichen Abgang am Gangesbach. Seit einigen Jahren gebe es über die 180 Meter lange Serpentine auch einen barrierefreien Zugang. 

Mann sitzt am Strand bei Nienhagen vor dem Gespensterwald und blickt auf die Ostsee
Der Sand- und Naturstrand in Nienhagen trennt den Gespensterwald von der Ostsee. Foto: imago/Westend61

Strandabschnitte in Warnemünde

Die Strandaufgänge 4, 6, 14 und 18 in Warnemünde sowie 12, 19 und 23 in Hohe Düne und Markgrafenheide sind ebenfalls barrierefrei. Vier Abschnitte sind an den Stränden der Hansestadt Rostock für das textilfreie Baden reserviert – in Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide. „Die FKK-Strände sind in der Sommersaison ebenso hoch frequentiert wie die anderen Abschnitte“, heißt es aus der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde.

Für Hundebesitzer gibt es fünf Strandabschnitte. In Warnemünde gibt es den Kinderstrand „Piratennest“ am Aufgang 11/12. Der Aufgang 12 ist auch ein rauchfreier Strandabschnitt. In Markgrafenheide ist der Aufgang 8 rauchfreie Zone. Es gibt an Rostocks Stränden insgesamt vier offizielle Feuer- und Grillstellen. Das Drachensteigen ist in Warnemünde am Aufgang 1 und in Hohe Düne im Abschnitt 3 und 4 erlaubt.