Sattelt die Pferde, wir haben den Wilden Westen in Oberösterreich entdeckt! Das Mühlviertel, nördlich der Donau, ist ein bisschen einsamer und ursprünglicher als andere Regionen Österreichs. Bisher gibt es in dieser Region wenig Tourismus, dafür aber viel unberührte Natur und Ruhe. Zehn Gemeinden haben sich hier zusammengeschlossen, um 31 Reitwege auf über 700 Kilometern Länge zu erschließen. 

Weite, grüne Wiesen und frische Luft: Perfekt für Reiterferien!
Im Mühlviertel kannst du im Galopp über weite Wiesen, durch dichte Wälder und Flüsse reiten. Foto: Oberösterreich Tourismus

Mitten im Mühlviertel liegt die kleine Ortschaft Königswiesen. Hier am Ende einer Straße, fast wie in ein eigenes kleines Dorf, steht eines der Reiter-Paradiese: die StoneHill Ranch. Neben dem Haupthaus mit dem Saloon, wo das Frühstück und Abendessen serviert wird, gibt es neun urige Blockhäuser, in denen die Gäste wohnen. Einige von ihnen haben sogar eine eigene Sauna. In der Mitte der Ranch gibt es einen schnuckeligen kleinen Teich, an dem Lagerfeuer und BBQs stattfinden. 

Egal ob Sommer oder Winter: Hot Pots sind Entspannung pur!
Nicht nur was für den Sommer: Besonders bei kalten Temperaturen kannst du dich im Hot Pot bei einem heißen Bad entspannen und dabei die Aussicht genießen. Foto: StoneHill Ranch | Mara Sprenger

Wenn du dein eigenes Pferd mitbringst, grast es direkt neben dir, im Garten der Hütte. Du musst aber kein Pferdebesitzer sein, um hier Urlaub machen zu können. Auf der Ranch gibt es Schulpferde, auf denen du deine Reitkenntnisse auffrischen oder erste Reiterfahrungen machen kannst. Erfahrene Reiter können direkt mit einem Wanderreitführer auf Tour gehen. 

Abendliche Romantik im Tannermoor
Auch ohne Reiten kannst du die Atmosphäre auf der Ranch genießen und zum Beispiel einen Sundowner am Teich trinken. Foto: Oberösterreich Tourismus | Erber

Die Reitpfade im Mühlviertel sind alle bestens ausgeschildert und geben genau den Schwierigkeitsgrad der Route an. Die Wege führen durch schattige Wälder und über sonnendurchflutete Wiesen. Manchmal reitest du am Fluss entlang und manchmal führt der Pfad dich sogar durch den Fluss hindurch. An einigen Stellen ragen riesige Felswände in den Himmel, zwischen denen du dir plötzlich winzig vorkommst. 

Die Bauern und Gasthöfe der Umgebung haben sich auf die Besucher mit Pferd eingestellt. Es gibt Wiesenkoppeln und sogar Boxen, in denen die Pferde Kraft tanken können, während du dir eine Brettl Jause gönnst. Auf deinem weiteren Weg kommst du dann vielleicht an einer alten Steinruine vorbei, von der aus du einen traumhaften Ausblick auf die Landschaft hast.

Romantischer als die Prärie des wilden Westens: Oberösterreich im Sommer.
Natur pur mit Schmetterlingen im Bauch: ein Sonnenuntergang am See. Foto: Oberösterreich Tourismus | Kastener

Es macht übrigens auch gar nichts, wenn du kein Pferde-Liebhaber bist. Du kannst es dir trotzdem in der idyllischen Natur des Mühlviertels gemütlich machen. Es gibt zahlreiche Wander- und Radwege, die du erkunden kannst oder du muckelst dich einfach in eine Decke vor dem Kaminofen in deiner Blockhütte ein und liest endlich mal wieder ein Buch. Zu Hause kommst du doch nie dazu!