Campingurlaub boomt: Nach Angaben des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Deutschland 30.462.361 Übernachtungen wurden 2016 auf deutschen Campingplätzen gezählt, 4,3 Prozent mehr als 2015.

Doch, wo schläft es sich am besten? Um diese Frage zu beantworten, hat die Sharing-Plattform „PaulCamper“ die Plätze in ganz Deutschland auf Basis des ADAC-Online-Campingführers miteinander verglichen. Der hat 1.194 von bundesweit insgesamt 2.919 geöffneten Plätzen geprüft.

Hier gibt's die meisten Campingplätze

Die größte Campingplatz-Dichte pro Quadratmeter gibt es in Schleswig-Holstein, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Berlin. Die geringste Dichte haben Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

Nichtsdestotrotz, die meisten Campingsplätze gibt es in Bayern: Dort gibt es 427 geöffnete Plätze, 209 davon sind geprüft. Auf Platz zwei folgt Niedersachsen mit 387 (162 geprüft) Plätzen, dann Baden-Württemberg mit 348 (144 geprüft) Plätzen. NRW hat 318 (71 geprüft), Rheinland-Pfalz 278 (101), Schleswig-Holstein 262 (134), Hessen 232 (72), Mecklenburg-Vorpommern 202 (93), Brandenburg 169 (60), Sachsen 101 (67), Thüringen 79 (31), Sachsen-Anhalt 68 (25), Berlin elf (sechs), Hamburg sechs (sechs) und Bremen drei (zwei).

Das sind die besten Campingplätze

In allen ADAC-Bewertungskategorien haben 17 Plätze in Deutschland im Jahr 2017 Bestnoten erhalten. Ganz vorn liegt hier Schleswig-Holstein mit gleich fünf Preisträgern: Camping Rosenfelder Strand, Insel-Camp Fehmarn, Camping Wulfener Hals, Camping Walkyrien und Ostseecamping Familie Heide.

Campingplätze mit Wasserzugang

Gute Nachrichten für Wasserraten: Ein Großteil der Campingplätze hat ein Frei- oder Hallenbad in unmittelbarer Nähe – bis auf Berlin, dort gibt es keinen Platz mit Bad. In Bayern stehen Campern insgesamt 98 Schwimmbäder zur Verfügung, in Baden-Württemberg 66 und Niedersachsen 67. In Brandenburg setzen die Betreiber nicht so sehr auf feste Bäder, dafür haben dort aber viele Plätze einen Zugang zum Strand.

Am Meer mit Strandzugang liegen in Schleswig-Holstein 57 von 134 geprüften Campingplätzen. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 30 von 93 Plätzen, in Niedersachsen elf von 162.

Wo campt die ganze Familie am besten?

Für alle Bundesländer gilt: Ein Großteil der Campingplätze verfügt über einen Spielplatz. In Berlin und Bremen verfügt sogar jeder Platz über einen Spielplatz. Danach folgt Mecklenburg-Vorpommern, hier haben 90 der geprüften 93 Plätze einen, in NRW 67 von 71. Auch die Schlusslichter stehen ganz gut da: In Hessen haben 60 von 72 Plätzen einen Spielplatz, in Hamburg vier von elf, im Saarland acht von elf.

Wichtig für die ganz Kleinen: ein Wickelraum. Ganz vorne landet Bremen, beide geprüften Plätze haben einen. In Schleswig-Holstein gibt’s auf 86 von 134 Plätzen einen Raum fürs Wickeln des Nachwuchses, in Mecklenburg-Vorpommern auf 53 von 93. Am wenigsten Wickelräume gibt’s in Thüringen, nämlich auf nur acht von 31 Plätzen.

Hier sind Hunde willkommen

Wer mit seinem Vierbeiner in den Urlaub fahren will, für den ist wichtig, wo er willkommen ist. Positive Nachricht für sie: Ein Großteil der Plätze erlaubt auch Hunde. Als besonders hundefreundlich gelten Bremen und Hamburg – hier sind die Vierbeiner auf allen Campingplätzen erlaubt, in Hamburg ist das auf 22 von 25 Plätzen der Fall, in Thüringen auf 27 von 31.  

Dieser Campingplatz passt zu dir 

Wer sich ganz individuell den für ihn passenden Campingplatz heraussuchen will, kann das auf der Webseite des ADAC-Campingführers. Dort sind alle Regionen und Optionen – Hunde erlaubt/nicht erlaubt, nachts ruhig, FKK, Familien mit Kindern, am Meer/See – einzeln auswählbar. Dann bekommt der Campingfan den am besten zu ihm passenden Platz ausgespuckt.

Welches ist dein liebster Campingplatz? Schreib uns gern an autoren@reisereporter.de.