8 Gründe für Schwedenurlaub in Malmö | reisereporter.de

Schwedens Unterschätzte: 8 Gründe für Malmö-Urlaub

Neben Stockholm, Göteborg und dem dänischen Nachbarn Kopenhagen gerät Malmö gerne in Vergessenheit. Hier bekommt ihr acht gute Gründe, warum ihr trotzdem Urlaub in Schwedens südlichster Stadt machen solltet.

Blick auf Malmö von Ribersborg Strand
Blick auf Malmö von Ribersborg Strand

Foto: pixabay.com/ramszei

1. Gamla Stan und Lilla Torget

Die Altstadt heißt Gamla Stan und ist vom Hauptbahnhof praktischer Weise nur eine Brücke entfernt. Drei Plätze prägen das Bild von Malmös Altstadt: Gustav Adolfs Torg im Süden, der riesige Stor Torget und direkt dahinter Lilla Torget. Letzterer ist einer meiner Lieblingsorte der Stadt. Hier scheint, trotz belebter Außenbereiche von Restaurants, die Zeit still zu stehen. Wie in einer Kleinstadt ist der „kleine Marktplatz“ kopfsteingepflastert. Manchmal präsentieren sich in seiner Mitte skurrile Kunstwerke. Letzten Winter stand dort zum Beispiel eine überdimensionale Schirmlampe. 

Eine weitere Oase der Ruhe versteckt sich in einem unscheinbaren Innenhof. Gegenüber dem Plattenladen „Folk å Rock“ liegt der Eingang zum „Hedmanska Gården“. Der kleine Innenhof wird von fünf Bauwerken umrahmt, die die Entwicklung von Malmös Altstadt widerspiegeln: Der Hof entstand in einer Zeit, als die Bauern gleichzeitig Landwirtschaft und Handel betrieben. Deshalb wurden die Häuser je nach Wirtschaftslage erweitert und verändert. Das älteste Gebäude des Komplexes zeigt zum Lilla Torget, stammt aus dem späten 16. Jahrhundert und ist damit das älteste erhaltene Fachwerkhaus in Malmö. Heute befinden sich in den Gebäuden kleine Boutiquen und das Form/Design Center. Hier könnt ihr – kostenlos – unterschiedliche Ausstellungen zu schwedischem Fashion- und Interior-Design bestaunen. 

I dag firar vi Världsstickaredagen på Hedmanska gården. Mot uppvisande av stickning bjuder vi på en kopp kaffe i vårt cafe!

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2. Malmö Festivalen

Jedes Jahr Mitte August verwandelt sich Malmös Innenstadt für eine Woche in eine einzige Festival-Bühne: Food-Trucks und Lunch-Konzerte auf dem Gustav Adolfs Torg, Yoga und Hockey auf dem Stor Torget, Kinderwiese im Kungspark, Literatur und Kultur im Hedmanska Gården. Die meisten Gäste kommen aber für die mehr als 100 kleinen und großen Konzerte zum Malmö Festival. Viele schwedische Künstler bespielen die Bühnen, darunter international bekannte Größen wie Johnossi und Icona Pop. 

Besucher beim Malmö Festival, Schweden
Hunderttausende Besucher beim Malmö Festivalen auf dem Stor Torget, Malmö. Foto: Johan Bävmann

3. Charmante Cafés

Die Kaffeepause ist, wie überall in Schweden, ein Muss: „Fika“ ist fester Bestandteil des schwedischen Lebens. Mehrmals täglich. Auch wenn es allein in der Innenstadt fünf Filialen gibt, macht bitte einen Bogen um die schwedische Kette „Espresso House“. Der Kaffee ist gut, der Rest aber langweiliger Einheitsbrei. Es gibt auch genug kleine, individuelle Cafés in Malmö. Meine Lieblinge: Die „Lilla Kafferösteriet“ in einem historischen Wohnhaus in der Nähe des Lilla Torg. Das kleine „Sockerbit“, in dem die Tassen der Stammgäste an der Wand hängen und nachmittags Afternoon Tea kredenzt wird. Bei gutem Wetter gibt es nichts schöneres, als nach einem Spaziergang durch den Park hinter Malmös Schloss im „Slottsträdgårdens Kafé“ zwischen blühenden Blumen und alten Gewächshäusern Kaffee zu schlürfen. 

 

 

Alltså kolla! Sabina bakar inte bara de bästa bullarna till er, kolla vad hon gjort!!! ❤️❤️❤️@biinur

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4. Mölle

Was in Berlin Kreuzberg ist, ist in Malmö Mölle. Der Szenebezirk Möllevågn, kurz Mölle, rund um den Möllevångstorget ist der Traum aller Hipster, Vintage-Shopper und Multikulti-Möger. Die kleinen Lebensmittelläden, Bars, Falafelshops und Restaurants bringen die Geschmäcker der Welt nach Malmö. Liebevolle Straßenkunst, wie das Miniatur-Restaurant der Künstlergruppe „AnonyMouse“ in der Berggatan, macht einen Spaziergang in dem Viertel zu einer willkommenen Abwechslung zur Innenstadt.

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5. Joggen in Malmö

Ich liebe Städte, in denen ich im Urlaub meine Laufrunde drehen kann. Dafür habe ich in Malmö genügend Routen zur Auswahl, zum Beispiel im Schlosspark, Folkets Park oder Pildammspark. Bei meiner ersten Schwedenreise saß ich auf einer Bank im Pildammspark, schaute aufs Wasser und all die sportlichen, glücklich wirkenden Menschen, die joggend darum ihre Kreise zogen. Das war tatsächlich der Moment, in dem ich mir vorgenommen habe regelmäßig zu laufen. Mache ich – mehr oder weniger motiviert – bis heute.

Blick auf das Schloss in Malmö, Schweden.
Malmös grüne Seite: Der Schlosspark in Malmö (Schweden). Foto: imago/Liedle

6. Västra Hamnen

Eine andere schöne Laufroute ist entlang des Öresunds am Västra Hamnen. Hier mache ich gerne eine kurze Pause auf den Holzplanken der Uferpromenade und genieße die Meerluft mit Sonne im Gesicht und Blick auf die Öresundsbrücke. Die imposante Schrägseilbrücke überspannt die etwa sieben Kilometer von Dänemark nach Schweden. In der Nähe des Hafens liegt auch das markanteste Bauwerk der Stadt. Der Turning Torso ist mit 190 Metern das höchste Gebäude in Skandinavien. Ich nenne ihn wegen seines Aussehens immer liebevoll Batterie, wenn sich der Turm schon bei der Anreise über die Öresundbrücke in mein Blickfeld und in den Himmel schraubt. 

#hejdå #malmö #hej #helsingborg

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7. Die neue Markthalle „Malmö Saluhall“

Seit letztem Jahr hat Malmö endlich eine eigene „Saluhall“. Manche meckern ein bisschen, weil die Preise nicht gerade günstig sind. Ich komme trotzdem immer gerne her, alleine schon wegen der Atmosphäre. In einer ehemaligen Güterzughalle, die Jahrzehnte lang leer stand, haben Martin und Nina Karyd ein hippes Schnabulier-Quartier erschaffen. Es gibt einen netten Außenbereich, eine kleine Empore direkt unterm Dach, von dem Lichterketten über den Tischen baumeln, und natürlich hervorragendes Essen. Probiert unbedingt die Kardamom-Schnecken von „St. Jakobs Stenugnsbageri“, den Kaffee bei „Koppi“, ausgefallene Schokoladensorten bei „Chocolatte“ und frische Steinofenpizza von „Hedvigsdal“.

8. Zlatan Ibrahimović

Zum Abschluss ein kleines Plus für Fußballfans: Die nationale Legende Zlatan Ibrahimović stammt aus dem Malmöer Vorort Rosengård. Auch wenn ich einen Ausflug in den Problembezirk nicht unbedingt empfehlen würde, ist Malmö ziemlich stolz darauf, Schwedens besten Fußballer hervorgebracht zu haben.

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