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Venedig: Touristen müssen Markusplatz buchen

Der Markusplatz in Venedig ist das Herzstück der „Königin der Adria“ und zieht als beliebtes Fotomotiv ebenso viele Touristen wie Tauben an. Bald jedoch sollen wir für einen Besuch dort Eintritt zahlen.

Gondeln mit Blick auf den Markusplatz in Venedig
Dunkle Wolken ziehen auf: Der Markusplatz in Venedig

Foto: pixabay/Alois_Wonaschuetz

Venedig und Abzocke, ja, diese Worte können problemlos in einem Atemzug genannt werden. Dank exorbitanter Preise, etwa für eine Tasse Espresso oder auch der Tatsache, dass Gästen die Hintergrundmusik in Rechnung gestellt wurde beispielsweise. Und dank der neuesten Idee von Bürgermeister Luigi Brugnaro müssen wir in Zukunft für den Markusplatz vielleicht sogar Eintritt zahlen. Mit Drehkreuzen auf mehreren Brücken will er die Besucher zählen. Um auf den Markusplatz zu gelangen, soll man vorher online einen „Platz“ buchen oder gar dafür bezahlen. 

Das hat allerdings keinen finanziellen Hintergrund. Denn: 20 Millionen Touristen besuchen die Kanalstadt jährlich, teilweise drängen sich um die 100.000 Besucher am Tag durch die engen Gassen. Besonders der Markusplatz ist als Touri-Hotspot von dem Problem betroffen. Jetzt versucht die Stadt, wieder Herr über die Massen zu werden, wie „Travel Weekly“ berichtet. Immerhin gibt es noch keine „Obergrenze“ für Touristen, wie Venetiens Präsident Luca Zaia sich wünscht.

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Begrenzungen soll es dann aber doch geben. Bei einer Feuerwerkshow am 15. Juli wurde die Idee bereits getestet: Von 100.000 schaulustigen Touristen und Einheimischen wurden nur 60.000 an das Ufer des Guidecca Kanals gelassen, wo die Sicht am besten war.

Bis zum Ende des Jahres soll die neue Regulierung des Markusplatzes dann ganz offiziell durchsetzt werden, so „Travel Weekly“. Laut Tourismus-Dezernentin Paola Mar laufen derzeit noch Gespräche mit dem Markusdom, der Aufgrund seiner Lage direkt von der Besucherbegrenzung betroffen wäre. 

Schon jetzt ist man als Besucher eigentlich ganz schön eingeschränkt – nicht nur von den anderen Touris, die einem auf die Füße treten. Denn sogar das Sitzen, Essen und Trinken auf dem Piazza San Marco ist längst verboten, das Strafgeld variiert zwischen 25 und 500 Euro (!)...

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