Knapp 60.000 Euro (52.000 Pfund) haben Deborah Briton (53) und Paul Roberts (43) für ihre – entschuldigt für die Wortwahl – Scheiße verlangt. Denn das Paar hatte nach seinem Pauschalurlaub auf Mallorca den Veranstalter ihrer Reise Thomas Cook auf Schadensersatz verklagt. Gemeinsam mit den beiden Kindern sei die vierköpfige Familie im All-Inclusive-Urlaub an einer Lebensmittelvergiftung erkrankt. Das berichtete die „Daily Mail“. 

In England sind solche Ansprüche nicht so selten. Denn die Beweislast für eine Erkrankung im Urlaub liegt beim Reiseveranstalter – und so mancher Urlauber finanziert damit im Nachhinhein den Pauschalurlaub. Oder bessert die Reisekasse am Allgemeinen auf. Durschnittlich würden so etwas mehr als 2.000 Euro (2.000 Pfund) bezahlt werden. Als Beweismittel waren bisher die Quittungen der Apotheke, wo etwa die Medikamente gekauft wurden, ausreichend. 

Thomas Cook wollte das nicht mehr hinnehmen und will den Fall von einem Gericht entscheiden lassen. In ihrem Vorverfahren plädieren Deborah Briton und Paul Roberts auf nicht schuldig. Bezirksrichter Andrew Shaw hat den Fall nun an das britische Strafgericht übergeben. Wenn die Richter das Paar für schuldig hält, erwartet sie eine Haftstrafe zwischen 18 Monaten und sechs Jahren für Betrug.

Kurios: Auch Tochter Charlene Briton muss sich aktuell vor Gericht verantworten. Auch sie forderte Schadensersatz für ihre Tochter und sich, da sie im vergangenen Jahr im Urlaub erkrankten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...