Der Wild Atlantic Way ist eine überwältigend schöne Straße entlang der Westküste Irlands. Sie beginnt am nördlichsten Punkt der irischen Insel, Malin Head, und schlängelt sich 2.500 Kilometer lang durch neun Grafschaften nach Süden bis zum Old Head of Kinsale in der Grafschaft Kork. Normalerweise ist es kaum möglich, auf der Route verloren zu gehen. Aber ich war mit der App „Wild Atlantic Way“ unterwegs.  

Wild Atlantic Way
Die Schilder mit den zackigen Wellen weisen den Weg am Wild Atlantic Way entlang. Foto: Chris Hill, Tourism Ireland

Die App als dein persönlicher Travel Guide

Mit der App  (gibt's auch für Android) hast du jedoch viel mehr Möglichkeiten, auch die versteckten Juwelen zu entdecken. Wenn du die Landkarte in der App ansiehst, zeigen die zackigen Wellen Orte, die du dir unbedingt ansehen musst. Die Sterne verweisen auf die Orte mit der schönsten Aussicht. Das Schiff führt dich zu den Häfen, von wo aus die Fähren zu den Inseln vor der irischen Küste ablegen. Und der Diamant zeigt dir die Hidden Gems – die Insidertipps der Locals. 

Wild Atlantic Way App
Wo immer du gerade bist, die App findet dich und schlägt dir Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Bars in der Nähe vor. Sogar ein Event-Kalender ist integriert. Foto: Wild Atlantic Way

Vergiss’ nicht, den Ortungsdienst bei der Benutzung der App anzustellen. Wenn dich die App gefunden hat, kannst du sehen, was es um dich herum zu entdecken gibt. Vielleicht findet gerade irgendwo ein Livemusik-Abend in einem Pub um die Ecke statt? Mit der App findest du den Ort. Zu allen Sehenswürdigkeiten bietet die App ausführliche Informationen, so dass du nicht mal einen schweren Reiseführer mitschleppen musst. 

Irland Schafe
Augen auf im Straßenverkehr! Die Schafe laufen vielerorts frei herum und scheuen sich nicht davor, spontan die Straße zu überqueren. Foto: Landmeedchen

Auf der Webseite des Wild Atlantic Way kannst du dich vorab informieren und schon erste Pläne schmieden. Hier gibt es Routenvorschläge für jeden Reisegeschmack, mit Kindern oder Aktivreisen und vieles mehr. Es gibt eine Vielzahl von einzelnen Zwischenetappen, Drives, die du dir ansehen kannst. Das ist sehr hilfreich, denn so kannst du schon grob schauen, was in deinem anvisierten Reisezeitraum alles machbar ist. 

Boot Irland
Hübsche Fotomotive gibt es in Irland an jeder Ecke. Foto: Landmeedchen

Tipps für deine Reise entlang des Wild Atlantic Way

Wenn du ganz im Norden startest wechselt der sanfte Sandstrand an der Nordspitze des irischen Insel in das schroffere Landschaftsbild von Malin Head. Heidesträucher, grünes Gras, scharfe Steine und manchmal tosender Wind sind die Merkmale des wilden Nordens. 

Culdaff
Kurz bevor die schroffe Landschaft von Malin Head beginnt, kannst du am Strand von Culdaff im Sand spazieren gehen. Foto: Landmeedchen

Malin Head
Im schroffen Norden kann es ganz schön windig werden. Foto: Landmeedchen

Ein Abstecher ins Inland lohnt sich in Connemara. Während die Küstenregion hauptsächlich aus Heide- und Moorgebieten besteht, gibt es im Connemara Nationalpark Berge, in denen du wandern kannst. Wenn du von Clifden aus etwa zwanzig Minuten lang ins Landesinnere fährst, kann auch dein Traum von einer Nacht in einem Schloss wahr werden. Hier liegt das Ballynahinch Castle, in dem es traumhafte Zimmer und einen leckeren Pub gibt.

Connemara Nationalpark Irland
Wenn man die Steilküste hinter sich gelassen hat und plötzlich im Connemara Nationalpark ist, hat man das Gefühl, in einem komplett anderen Land zu sein. Foto: Landmeedchen

Ballynahinch Castle
Das Ballynahinch Castle ist eine romantische Burg mitten im Connemara Nationalpark. Foto: Landmeedchen

Galway ist ganz sicher eine irische Kleinstadt, genau so, wie du sie dir vorgestellt hast. 

Wenn du gerne Austern und Muscheln magst, solltest du unbedingt eine halbe Stunde hinter Galway an Moran’s Oyster Cottage halten. In dem schnuckeligen Häuschen gibt es extrem leckere Fischgerichte. 

Morans Oyster Cottage
Moran's Oyster Cottage ist einfach zu schnuckelig, um hier nicht zu halten. Foto: Landmeedchen

Morans Oyster Cottage
Und die Muscheln sind ein Gedicht! Foto: Landmeedchen

Ein weiterer lohnenswerter Umweg ins Landesinnere liegt eine kappe Stunde von Galway entfernt: der Burren Nationalpark. Hier sieht es wieder ganz anders aus als an der Küste. Die Hügel bestehen aus einer schroffen Karstlandschaft mit etwa knietiefe Karren, die in rechteckige Felder gegliedert sind. Beim Wandern 
solltest du also aufpassen, dass du nicht stolperst. Wenn du einen der Hügel erklimmst, hast du einen fantastischen Blick über den Nationalpark.

Burren Nationalpark
Die Landschaft der Burren ist faszinierend anders. Oben auf dem Hügel gibt es Auswaschungen, die wie große Krater aussehen. Foto: Landmeedchen

Auf der Höhe der Burren liegt an der Küste eines der beliebtesten Ziele von Irland, die Cliffs of Moher. Tipp: Steh’ früh auf, um ganz ungestört zu sein. Ab 10.30 Uhr rollt ein Touri-Bus nach dem nächsten auf den Besucherparkplatz.

Cliffs of Moher
Die Cliffs of Moher besuchst du am besten in den frühen Morgenstunden, bevor die Touristenmassen kommen. Foto: Landmeedchen

Einen Sundowner am Wasser solltest du dir am besten im Küstenort Lahinch gönnen. Der Ort ist nämlich berühmt für seine Surfer. Wenn der Wind richtig steht, kannst du ihnen beim Wellenreiten zusehen. 

Lahinch Ireland
Sundownder und Surfer gucken - ein perfekter Abend in Lahinch. Foto: Landmeedchen

Eine der schönsten Panoramastraßen entlang des Wild Atlantic Way ist der 179 Kilometer lange Ring of Kerry. Bei einer Wanderung kann man alte Forts besichtigen. 

Ring of Kerry
Auch wenn es einer der schönsten Küstenabschnitte entlang des Wild Atlantic Way ist, lohnt sich eine kleine Pause und eine Wanderung am Ring of Kerry. Foto: Arthur Ward, Tourism Ireland

Stell’ dir vor: dies ist nur eine klitzekleine Auswahl an Highlights entlang der irischen Westküste. Es gibt noch viel mehr zu entdecken. Also, auf nach Irland!