Olli wird er genannt. Der kleine selbstfahrende Bus der Deutschen Bahn pendelt auf dem Euref-Campus in Berlin-Schöneberg zwischen den den Firmen Cisco, Philips, Schneider und eben den Büros der Deutschen Bahn. Bis zu zwölf Menschen transportiert Olli so über das Gelände – ohne Fahrer. Jedenfalls heißt derjenige, der den Betrieb „überwacht“ nicht Fahrer, sondern Steward.

Nun hat auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Schulz den kleinen Olli kennengelernt. Denn im Rahmen einer „Smart City“-Partnerschaft zwischen der Metropole und dem Konzern wollen Stadt und Bahn attraktiver werden. Der Verkehr soll komfortabler und umweltfreundlicher werden, heißt es. 

Für Olli geht es damit von den Privatstraßen des Campus auf die Straßen der Großstadt: „Geplant sind unter anderem digital buchbare ‚On-Demand-Shuttles‘ nach dem ‚Ridesharing‘-Prinzip, die Einrichtung eines Testgebiets mit autonom fahrenden Elektro-Shuttle-Bussen sowie eine Machbarkeitsstudie zur schrittweisen Automatisierung eines Streckenabschnitts der S-Bahn Hamburg“, erklärt die Deutsche Bahn. 

Im Klartext: In Zukunft geht es nicht mehr nur von Bahnhof zu Bahnhof, sondern von Tür zu Tür. Die Visionen der Bahn sehen vor, dass Reisende einen Shuttle-Bus via App bestellen und sie so direkt zum Bahnhof bringt. Zuerst noch mit Fahrer, später „nur“ noch mit Steward.

Hamburg selbst bewirbt sich mit der Kooperation um den Weltkongress für Intelligente Transportsysteme (ITS). Dieser soll 2021 stattfinden.