Für viele Fluggäste waren die ersten sechs Monate des Jahres 2017 nicht ohne Schwierigkeiten. Denn: Im Vergleich zum Vorjahr landeten zahlreiche Flüge verspätet oder wurden gar annulliert. Das teilte das Fluggastrechtportal „EUclaim“ mit.

„Die Hauptursachen für Flugausfälle und -verspätungen in diesem Jahr waren die Probleme von AirBerlin und der Streik an den Berliner Flughäfen im März“, so Deutschland-Chefin Stefanie Winiarz, Deutschland-Chefin des Portals.

Von Anfang Januar bis Ende Juni fielen 9.861 Flüge (Zum Vergleich: 2016 waren es 8.694) von und nach Deutschland aus. 2.602 Flüge (2016 waren es 2.455) hatten eine Verspätung von mehr als drei Stunden. Das entspricht in etwa 1,5 Prozent aller Flüge. Davon werden 1,2 Prozent annulliert und 0,3 Prozent landen mit mehr als drei Stunden Verspätung.

„Unsere Auswertungen zeigen, dass die Verzögerungen im Luftverkehr seit Jahren zunehmen. Im ersten Halbjahr waren mehr als die Hälfte aller Problemflüge entschädigungsberechtigt“, entgegnet Winiarz. Die Ausfälle seien im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um zehn Prozent gestiegen. 

Ein Titel für die „längste Verspätung“ geht in diesem Jahr übrigens an die Fluglinie Condor: 44 Stunden später als geplant, landeten die Passagiere auf Teneriffa. Ursache war nach Angaben der Airline ein Vogelschlag. Eine Maschine von Eurowings landete mit 33 Stunden Verspätung auf Mauritius. Der dritte Platz geht erneut an Condor: 31 Stunden später als geplant, landete das Flugzeug in Cancun.