Tagestrip an die Nordsee: Schönste Strände | reisereporter.de

Tagestrip an die Nordsee: Die schönsten Strände

Morgens im Büro gesessen, graue Wände angestarrt und plötzlich Lust darauf bekommen, mal wieder frische Nordseeluft zu schnuppern? Rein in die Flip-Flops, her mit dem Picknickkorb und ab dafür! Welche Nordsee-Strände einen Tagesausflug wert sind und warum, verraten wir dir hier.

Sonniger Nachmittag an der Weißen Düne von Norderne
Ein sonniger Nachmittag an der Weißen Düne von Norderney – ein tolles Ziel für einen Tagestrip an die Nordsee.

Foto: imago/Priller&Maug

Schwimmen, sporteln, sonnenbaden – für alle, die sich nach Nordsee-Feeling sehnen, ist die Auswahl an Stränden riesengroß. Du willst mit Hund, Kind oder völlig nackt an den Strand? Das sind unsere zehn besten Tipps für Kurzentschlossene:

Niedersachsen und ostfriesische Inseln

Bensersiel: Perfekt für das Familienabenteuer

Das Nordseeheilbad liegt an der nördlichen Küste Ostfrieslands. Den weißen Sandstrand von Bensersiel erreichst du mit dem Bäder-Bus, der stündlich ab dem Bahnhof Esens verkehrt. Für die gut sechs Kilometer lange Strecke benötigt er zehn Minuten.

Der flache Strand ist ideal für Kinder. Und falls sich deine Kleinen beim Schwimmen noch nicht genug ausgetobt haben, erledigt der große Abenteuerspielplatz bestimmt den Rest. Rutschen, schaukeln, klettern, buddeln – und das alles mitten im feinen Nordsee-Sand. Bei Ebbe kommen kleine und große Wasserratten übrigens gleich nebenan im Meerwasserfreibad Bensersiel auf ihre Kosten.

Borkum – Badestelle Nordbad: Sonnenbaden mit Seehunden

Die ostfriesische Insel Borkum gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Das Nordbad ist der lange und breite Hauptstrand im Insel-Zentrum. Hier kannst du bequem mit dem Pkw anreisen – dazu ab Emden die Fähre nutzen. Dein Auto kannst du kostenlos auf dem öffentlichen Parkplatz an der Feuerwache abstellen. Dann einfach die restlichen paar hundert Meter über die Promenade zum Strand zu Fuß zurücklegen.

Faul im feinen Sand liegen? Kopfüber in die Nordsee-Wellen tauchen? Oder sich doch lieber beim Beachvolleyball, Surfen oder Kiten verausgaben? Das Strandleben am Nordbad ist quirlig und bunt. Besonderes Highlight: Auf der Sandbank vor dem Strand Robben und Seehunden beim Sonnenbaden zugucken.

Cuxhaven – Stadtstrand Duhnen: Ausgedehnte Wanderungen durchs Watt

Cuxhaven ist das größte deutsche Seeheilbad. Der Badeort liegt an der niedersächsischen Nordseeküste. Genau an der Stelle, wo die Elbe in die Nordsee mündet. Der Strand im Stadtteil Duhnen punktet mit feinstem weißen Sand – Karibikflair im Norden!

Vom Cuxhavener Bahnhof aus beträgt die Entfernung etwa fünf Kilometer. Du kannst den Stadtbus nehmen, Parkmöglichkeiten in Strandnähe gibt’s aber auch. Der Strand in Duhnen ist sehr flach und deshalb hervorragend für ausgiebige Wattwanderungen geeignet. Bei Ebbe ist übrigens eine Fahrt mit dem Pferdewagen oder ein Fußmarsch zur kleinen Insel Neuwerk eine tolle Idee.

Nordsee-Lagune Butjadingen: Selbst bei Ebbe ist Badespaß angesagt

Die Nordsee-Halbinsel Butjadingen erstreckt sich zwischen Jade und Weser. Für die 18 Kilometer lange Fahrt vom Nordenhamer Bahnhof bis an den Strand kannst du an Bord des „Strandläufer“-Busses gehen. Die Nordsee-Lagune ist Deutschlands einziger gezeitenunabhängiger Salzwasser-Badesee. Das Besondere: Hier kannst du auch bei Ebbe baden – perfekt für einen Tagesurlaub.

Dazu noch Matsch- und Wasserspielplätze für die Kleinen sowie Fußball- und Volleyballfelder für die Großen: Wenn du nicht nur im Strandkorb faulenzen willst, bist du in Butjadingen richtig.

Norderney – Weiße Düne: Trendsportarten ausprobieren

Norderney ist die zweitgrößte der ostfriesischen Inseln. Dein eigenes Auto dorthin mitzunehmen, ist erlaubt. Praktisch, denn der Sandstrand Weiße Düne liegt etwa fünf Kilometer vom Inselzentrum entfernt. Es gibt einen großen öffentlichen Parkplatz, der zwar kostenlos, dafür aber auch unbewacht ist.

Von Einheimischen wird die Weiße Düne liebevoll „Hipster-Eldorado“ genannt – neben Beachvolleyball und Beachsoccer kannst du dich an diesem Strand in Trendsportarten wie Slacklining, Kitesurfen oder Wellenreiten versuchen. Die Besonderheit: In der Hochsaison werden professionelle Strand-Massagen angeboten, die du auch spontan buchen kannst.

Schleswig-Holstein und nordfriesische Inseln

Amrum – Strand Nebel: Hier ist für jeden etwas dabei

Die nordfriesische Insel Amrum ist für ihren einmaligen Kniepsand bekannt – eine der Westküste Amrums vorgelagerte, extrem langsam wandernde Sandbank. Der Strandabschnitt Nebel liegt in der Mitte der Insel, etwa fünf Kilometer vom Fähranleger in Wittdün entfernt.

Nebel ist der Allrounder unter unseren Nordseestrand-Empfehlungen: Abgesehen vom „normalen“ Badestrand mit Volleyballnetzen und Spielplätzen für die Kleinen findest du hier auch einen FKK-Bereich sowie einen weitläufigen Hundestrand.

Büsum – Familienlagune Perlebucht: Von den Gezeiten unabhängig

Der schleswig-holsteinische Hafenort liegt direkt an der Nordsee. Vom Bahnhof in Büsum bis zur Familienlagune Perlebucht sind es gut drei Kilometer. Einmal dort angekommen, wirst du eine Überraschung erleben: Die Familienlagune Perlebucht besteht aus einer künstlich angelegten Insel.

Eine Seebrücke verbindet sie mit dem Festland. Zu beiden Seiten der Brücke erstrecken sich zwei gewaltige Innenbecken, von denen eines für Wassersport und das andere zum Baden vorgesehen ist. Unabhängig von den Gezeiten kannst du in der Perlebucht also jederzeit schwimmen und windsurfen.

Erlebnis-Strand Friedrichskoog: Auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert

Das Nordseeheilbad Friedrichskoog befindet sich zwischen der offenen Nordsee und der Elbmündung nahe Dithmarschen in Schleswig-Holstein. In Friedrichskoog-Spitze wartet ein riesiges Strand-Areal, das mit einzelnen Abschnitten für Aktivurlauber, Familien, Hundefreunde und FKK-Anhänger aufwarten kann. Öffentliches Parken ist möglich, kostet aber.

Am bekanntesten ist Friedrichskoog für seine Seehundstation, in der verlassene Heuler aufgezogen werden. Das Infozentrum ist vor allem auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten – ein Besuch lohnt sich, nicht nur bei schlechtem Wetter.

St. Peter-Ording – Badestelle Ording: Viel Platz für alle Aktivitäten

An der Westspitze der Halbinsel Eiderstedt gelegen, ist St. Peter-Ording einer der beliebtesten Urlaubsorte Schleswig-Holsteins. Die Badestelle Ording ist gut zwei Kilometer vom Bahnhof des Seebads entfernt, der Fußweg dauert 30 Minuten. Du kannst auch mit dem Auto anreisen und in der Hauptsaison direkt bis an den Strand vorfahren. Das kostet allerdings eine Kleinigkeit.

Die Badestelle Ording ist der größte Strandabschnitt des Ortes: Schwimmen? Surfen? Spazierengehen?  An einem der breitesten Sandstrände in Europa findest du immer ein Plätzchen für dich. Weitere Highlights, abgesehen vom atemberaubenden Dünenpanorama? Ein eigener Wassersportbereich, der Freilaufbereich für Hunde und das große Eventgelände in unmittelbarer Nähe zum Meer.

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