Die besten Reiseziele in Deutschland | reisereporter.de

Das sind die besten Reiseziele in Deutschland

Ferien und keine Zeit für große Reisen? Macht nichts! Die schönsten Ziele liegen manchmal vor der Haustür – oder maximal ein paar Stunden entfernt.

Blick auf die Burg Katz und die Loreley am Rhein
Blick auf die Burg Katz und die Loreley am Rhein – eins der besten Ausflugsziele in Deutschland.

Foto: imago/robertharding

Raue Küsten, malerische Seen, traumhafte Berge und Städte über Städte. Die Redaktion stellt ihre Topziele in Deutschland für kleine Fluchten vor.

Auf einen Sundowner nach Norderney

Es gibt diesen Spruch, Norderney sei die kleine Schwester von Sylt – nur eben anders. Denn während auf Deutschlands nördlichster Insel die Straßen für die S-Klasse langsam zu eng werden, ist der Lifestyle auf Norderney eher einer des Understatements. Die Zeiten, in denen die Kegelclubs und Jungesellinnenabschiede dieses älteste Nordseebad bevölkerten, sind Geschichte.

Längst haben Familien und Erholungsuchende die Insel erobert. Jeden Abend trifft man sie am Weststrand, wo die spektakulär im Meer versinkende Sonne zelebriert wird. Der Morgen danach gehört der Rekonvaleszenz – Gesundheitstourismus wird auf Norderney mittlerweile ebenfalls großgeschrieben. Also schwingt man sich aufs Fahrrad und bricht auf Richtung Osten, wo nur noch Dünen und ein paar Hasen sind. Wer es am Ende des Tages bis zum alten Schiffswrack am Ostende der Insel schafft, der hat sich seinen Sundowner am Abend garantiert wieder verdient.

Big, bigger – Cameron Carpenter

Dieses Kulturwochenende mitten in Schleswig-Holstein sprengt gängige Dimensionen: Die NordArt im Büdelsdorfer Kunstwerk Carlshütte (8. und 9. Juli) vereint in den riesigen Hallen einer alten Eisengießerei und im umgebenden Park zum 19. Mal rund 1.000 Werke von über 200 Künstlern aus 50 Ländern: Raumgreifende Installationen aus China stehen filigranen Arbeiten aus Dänemark gegenüber.

Für Cameron Carpenter, den punkigen Meister der digitalen Orgel, ist das ein höchst inspirierendes Umfeld – beste Voraussetzungen für ein überbordendes Kunstspektakel. “The Big Organ“ ist der Titel, den das Schleswig-Holstein Musik Festival diesem Wochenende gegeben hat. Mit Bach, Romantik und Moderne will sich die “Orgelkraftmaschine“ aus den USA in einem Marathon von sechs Konzerten auf ihrem elektronischen Monsterinstrument ausleben. Es wird dröhnen, wenn Klang- und Bilderrausch sich vereinen. Aber es wird auch verdammt gut klingen!

Rettin: Herrlich entspannt an der Ostsee

Ein Tag im Strandkorb ist wie eine Woche Urlaub. Hinsetzen. Auf die Ostsee gucken. Runterschalten. Klappt auch bei mittelmäßigem Wetter. Wichtiger ist Ruhe – und dafür ist der Strand von Rettin die beste Wahl. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Überall an der Lübecker Bucht haben sich die Bäderorte aufgebrezelt. Und das ist ihnen gut bekommen. Es gibt spektakuläre Seebrücken, traumhafte Promenaden, Lounges und Cafés. In der Saison tobt dort pralles Leben.

ettin, kurz hinter Neustadt gelegen, ist anders: Hier gibt es Strandleben wie damals. Das fängt schon beim Parken an: Die Autos stehen auf einer Wiese direkt hinterm Strand. Es gibt es eine Imbissbude (mit beachtlich guten Burgern und Fischbrötchen), ein Strandlokal und einen Laden mit dem Touristenallerlei. Warum die Leute nach Rettin kommen? Weil es hier so schön ruhig ist. Rettin entspannt. Garantiert!

Über Rügen geht’s rund

Einen eindrucksvollen Überblick über Deutschlands größte Insel verschafft ein Rundflug. Von Dreschvitz aus, wo der einzige Flugplatz Rügens liegt, geht es mit einer Cessna zum Kap Arkona, der weltberühmten Steilküste. Von oben sind die weißen Kreideklippen des Königsstuhls wunderbar zu sehen.

Ebenso die mit 1450 Metern längste Außenmole Europas in Sassnitz. Es geht vorbei am Jagdschloss Granitz. Die Nachbarinsel Hiddensee wird gestreift. Imposant ist der Blick auf die “Kraft durch Freude“-Anlage in Prora, die im Dritten Reich auf einer Länge von 4,5 Kilometern errichtet wurde. Heute steht der größte Teil der Bauten unter Denkmalschutz. Bevor es in den Landeanflug geht, steuert der Pilot das Flugzeug über den Circus Putbus. Die kreisrunde Parkanlage – aus der Luft hervorragend zu sehen – ist von klassizistischen Gebäuden umringt; den Mittelpunkt bildet ein Obelisk. Die Rundreise kostet pro Person 116 Euro. Flugdauer: etwa 45 Minuten. 

 

Berlin: Großstadtromantik am Landwehrkanal

Der Sommer in Berlin startet offiziell am 29. April. Denn dann beginnt im Prinzenbad die Freibadsaison. Fast 300.000 Gäste zählte Kreuzbergs größte Badewanne im Sommer 2016 – Hauptstadtrekord!

Nur am Wansee ist es voller, aber der liegt ja auch nicht in Berlin. Zwischen Halleschem und Kottbusser Tor, Landwehrkanal und Maybachufer ist der Sommer so entspannt wie kaum irgendwo in Berlin. Abseits von Museumsinsel, Doppeldeckerbussen und Regierungsviertel sitzen die Menschen im Graefekiez im Schatten der großen Kastanien und trinken italienischen Landwein aus dem Il Castello.

Am Urbanhafen am Landwehrkanal stechen die Tretboote in See, beziehungsweise auf den Kanal, und jeden Abend ab 23 Uhr vertreibt die Polizei die Musiker, Jugendlichen und Touristen von der Kreuzberger Admiralbrücke – auch Berlin kann wunderbar kleinbürgerlich sein. Trotzdem heißt das Synonym für Großstadtromantik Kreuzberg im Sommer. Darauf ein Weg-Bier. 

Du bist so so wunderbar #berlin. #schönstestadtderwelt #berlinliebe #landwehrkanal

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Potsdam: Baden wie die Preußenkönige

Nicht nur die Reichen und Schönen, auch einfache Potsdamer lieben ihren Heiligen See. Das Idyll liegt nur wenige Straßen vom Stadtzentrum entfernt. Auf der Mitte der Längsseite ließ sich Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. das frühklassizistische Marmorpalais errichten.

Die Villen auf den Logenplätzen gegenüber gehören heute Promis wie Günther Jauch oder Wolfgang Joop. Der von Peter Joseph Lenné gestaltete königliche Park ist öffentlich zugänglich. Die Uferwege neben dem Schilfgürtel werden von pittoresker Gartenarchitektur und herrlichen Bäumen gesäumt. Auf der Schlossseite hält kein Parkbesucher einen großen Zeh ins herrlich klare Wasser.

Aber auf der südöstlichen Schmalseite in Richtung Havel und Westberlin tummeln sich an heißen Tagen viele Badegäste im Unesco-Welterbe-Park. Bis 1989 verwüsteten hier Mauer und Stacheldraht die Kulturlandschaft. DDR-Bürger, die sich frei fühlen wollten, fanden eigene Wege. Sie badeten zum Beispiel nackt.

Hannovers große Sommersause

Das Maschseefest ist Norddeutschlands größte Sommerseesause. Im Sommer wird fast drei Wochen an dem 90 Jahre alten künstlichen See am Rande der Innenstadt von Hannover gefeiert. Es gibt Livemusik von Schlager über Rock und Jazz bis Flamenco, es sind Bühnen, Buden und Essstände aufgebaut. In diesem Jahr steigt das Fest zum 32. Mal und erstmals etwas später als sonst: vom 2. bis zum 20. August. Mehr als eine Million Besucher tummeln sich in den drei Wochen.

Beliebt ist vor allem das Nordufer mit dem markanten Leuchtturm, freitagsabends steigt dort stets auch ein Feuerwerk. Wer es ruhiger mag, flaniert den See entlang, wo es gen Süden immer beschaulicher wird. Wer mag, kann seine kleine Sommerflucht mit einem Besuch im historischen Maschsee-Strandbad am Südufer verbinden oder mit einer Visite in einem der schönsten Zoos Deutschlands oder auch in den barocken Herrenhäuser Gärten.

Detmold: Reise in die Vergangenheit

Malerische Fachwerkhäuser, Bauernbrote frisch aus dem Ofen zum Kosten, Pferdewagentouren: In Deutschlands größtem Freilichtmuseum im nordrhein-westfälischen Detmold kann man in die Vergangenheit reisen und muss dabei nicht auf Sonne verzichten. In 120 historischen Gebäuden aus verschiedenen sozialen Schichten lassen sich so 500 Jahre westfälische Alltagskultur nacherleben.

Das 90 Hektar große Gelände sowie der nahe gelegene Teutoburger Wald laden zum Spaziergang ein. Während die Landwirtschaft in der Region zurückgeht, können Kinder im Freilichtmuseum auf den vielfältigen Nutzflächen alte Handwerke erproben. In der Bäckerei, in der Brote wie vor Hunderten von Jahren zubereitet werden, riecht es immer himmlisch. Man bekommt hier aber zugleich einen Eindruck davon, wie hart es war, sich selbst zu versorgen, genug Nahrung für die langen Winter zusammenzusammeln. Oder wie kostbar und außergewöhnlich ein Abend mit einem Braten in der schlichten Stube sein konnte. 

 

Sababurg: Dornröschenschloss im Märchenland

Mit Wein bewachsene Türmchen inmitten eines verwunschenen Waldes: Die zum Hotel umgebaute Sababurg in Hessen ist eine Empfehlung für ein romantisches Wochenende. Angeblich soll die Burg aus dem 14. Jahrhundert den Brüdern Grimm als Vorlage für das Dornröschenschloss gedient haben, und so kann man hier märchenhafte Menüs oder Rosenmarmelade probieren.

Auf der Sagaburg wurde außerdem die Idee für das Brettspiel Sagaland ersonnen, eine Art Memory, bei dem man unter Tannenbäumen Symbole wie Ring, Spiegel oder Krone kombinieren muss. Märchenhaft wird es einem in diesem alten Gemäuer und beim Spaziergang durch den angrenzenden Tierpark auf jeden Fall zumute, und die Grimm-Erlebniswelt in Kassel ist ein lohnender Tagesauflug. Die Wälder und Dörfer, in denen die Grimms ihre Geschichten einsammelten, haben eine zauberhafte Aura. Nur von Näharbeiten sollte man in der Sababurg absehen. Sonst wird die Hotelrechnung teuer. 

into the green

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Mit viel und wenig Wasser ein Erlebnis: Der Edersee

Zugegeben: Die Anreise ist – zumindest ohne eigenes motorisiertes Gefährt – ein wenig mühselig. Denn mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Edersee nur schwer zu erreichen. Wer den Weg auf sich nimmt, wird es aber kaum bereuen. Der beeindruckende Stausee bietet im Sommer nicht nur allerlei Möglichkeiten zum Schwimmen und Wassersporttreiben (Surfen, Wasserski, Stand-Up-Paddeling sind möglich), auch die massive Staumauer und der nahe gelegene Nationalpark Kellerwald-Edersee sind einen Besichtigung wert.

Wer stattdessen hoch hinaus will, kann Kletterwald oder Baumwipfelpfad erkunden. Und für Tierfreunde lohnt sich eine Tour durch den Hemfurther Wildpark. Auch ein Besuch in trockenen Zeiten ist attraktiv. Denn nach der Fertigstellung der Staumauer vor über 100 Jahren wurden mehrere Dörfer geräumt und schließlich geflutet. Sinkt der Wasserspiegel des Sees auf einen niedrigen Stand ab, werden die Ruinen sichtbar und können erkundet werden.

Neuseenland statt Neuseeland

Das sogenannte Neuseenland bei Leipzig bietet Bade- und Freizeitvergnügen, Natur und Großstadtanbindung in einem. Dass die Gewässer aus ehemaligen Tagebaugruben entstanden sind, sieht man den meisten nicht sofort an. Sie sind sehr sind tief, das Wasser ist glasklar. So kann der Kurzurlauber am Markkleeberger See entspannt seine Bahnen ziehen, am Kulkwitzer See wakeboarden oder Wasserski fahren, in der Hacienda am Cospudener See bei einem Drink den Tag ausklingen lassen. Am Störmthaler See wurde 2014 ein Ferienresort eröffnet.

Dort schwimmt auch die “Vineta“, ein 15 Meter hohes Bauwerk, auf dem Konzerte und Lesungen stattfinden. Wem das alles nicht reicht, der ist ruck, zuck in der Innenstadt und schlendert durch die Leipziger City mit ihren über 30 Passagen. Gewandhaus und Oper bieten ein Weltklasseprogramm. Und falls es doch mal nicht warm genug ist, bietet das Gondwanaland im Zoo Tropenfeeling pur – mit 140 exotischen Tierarten.

Erfurt: Südliches Flair mitten in Thüringen

Thüringens Landeshauptstadt ist eine Schau! Die historischen Gebäude, die zahlreichen Plätze mit Cafés und Restaurants, das Flüsschen Gera, das sich durch die Stadt schlängelt, und die Krämerbrücke mit ihren windschiefen Häuschen und originellen Geschäften verleihen Erfurt gerade jetzt im Sommer ein fast südländisches Flair. Kneipengänger werden bis spät in die Nacht in der Michaelisstraße fündig. Der “Bier-Rufer“ dort bietet eine gewaltige internationale Auswahl: Interessierte könnten ein Jahr lang jeden Tag ein anderes Bier ausprobieren.

Erfurt ist ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen im Umland: In weniger als einer Stunde erreicht man den Nationalpark Hainich mit seinem Baumkronenpfad, Eisenach und die Wartburg, Gotha und das kleine Arnstadt mit dem wohl coolsten Bach-Denkmal überhaupt. Von den Drei Gleichen, drei mittelalterlichen Burgen südwestlich von Erfurt, lohnt jede einzelne einen Besuch und bietet herrliche Ausblicke ins Umland. 

 

Burgenromantik am Rhein

Das Obere Mittelrheintal mit seinen unzähligen Burgen lädt ein zum Träumen. Als Besucher fällt es nicht schwer, sich in der romantischen Kultur- und Naturlandschaft an alte Sagen wie die der Loreley zu erinnern, die auf einem Felsen sitzend ihr langes blondes Haar kämmt, die vorbeiziehenden Schiffer völlig betört und sie so ins Verderben stürzt. Seit 2002 ist das Obere Mittelrheintal zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz Unesco-Weltkulturerbe.

Die mehr als 40 Burgen, Schlösser und Ruinen, die häufig majestätisch hoch oben thronen, lassen sich sehr gut mit Schiff, Rad oder Zug entdecken. Das Tal, das als Inbegriff der Rheinromantik gilt, ist seit Jahrhunderten auch ein wichtiger Verkehrsweg. Durch dieses Nadelöhr mussten sie alle: Händler und Kaufleute, Kaiser und Könige. Steigen Sie in den späten Nachmittagsstunden im kleinen St. Goar aus und laufen etwa zwei Kilometer nach Süden aus dem Ort hinaus – hier hat man den perfekten Blick auf den imposanten Loreley-Felsen.

Wo der Fluss die Biege macht: Die Volkacher Mainschleife

Nicht allzu weit von Würzburg, zwischen dem Weinstädtchen Volkach und dem Winzerdörfchen Nordheim, macht der Main die Biege. Die berühmte Schleife, die der Fluss inmitten besten fränkischen Rebenlandes zieht, ist ein Bild zum Niederknien, Kitschpostkarte pur. Innerhalb der Mainschleife erhebt sich einer der besten Weinberge Frankens, der schon von Goethe gepriesene Escherndorfer Lump.

Das gleichnamige Dorf am Fuße des Steilhangs bietet Gelegenheit, dessen herausragenden Gewächse bei fränkischen Topwinzern zu kosten. Über allem thront die Vogelsburg, erbaut 1282 als Karmelitenkloster. Von Ursprungsbau steht kein Stein mehr, die Burg ist heute Hotel. Einige der Zimmer bieten Schleifenblick – die atemberaubende Aussicht rechtfertigt stolze Preise. Wer ein günstigeres Quartier sucht: Auf der anderen Flussseite, in Nordheim, erfreut das “Gasthaus zur Sonne“ mit liebevollem Ambiente und hervorragender fränkischer Küche. 

Your lips are like wine, and I want to get drunk. -William Shakespeare- #vogelsburg #franken #wine #redwine #fotografie

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Trockene Sommer in Regensburg

Die Hauptstadt der Oberpfalz heißt zwar Regensburg, der Name lässt aber keine Rückschlüsse aufs Klima zu. Tatsächlich ist die Stadt für ihre trockenen Sommer bekannt. Wer durch die Gassen schlendert, kommt schnell zur Donau und zu den malerischen Donauinseln, natürlich muss man über die Steinerne Brücke gegangen sein. Und wer möchte, kann sich an deren Fuß in der womöglich ältesten Bratwurststube der Welt satt essen.

Den Turm der Dreieinigkeitskirche erklimmt man zu Fuß und genießt den herrlichen Panoramablick auf Altstadt, Dom und Umland. Wer auf den nahen Keilberg wandert, kann mit etwas Glück sogar die Alpen sehen. Auch die Fahrt ins 30 Kilometer entfernte Kelheim lohnt sich. Entlang der Donau führt ein Wanderweg in gut einer Stunde oben am Steilufer zum Kloster Weltenburg. Von dort lässt man sich mit dem Schiff zurückbringen und genießt den Donaudurchbruch zwischen den Felswänden aus der Flussperspektive.

Maß und Museen in München

Was wird nicht immer über die Münchner und ihre Stadt hergezogen: Bussi hier, Bussi da, anzutreffen sein sollen sie vorzugsweise mit einem Aperol-Spritz oder wahlweise einer Maß Bier. Ein Schmarrn! Lass dich ein auf eine der untypischsten deutschen Städte, die so bayerisch und gleichzeitig doch so international ist.

Die Pinakothek der Moderne etwa gilt als Deutschlands größtes Museum für moderne Kunst. Der Olympiapark ist eine der schönsten Hinterlassenschaften einer Sportgroßveranstaltung. Eine Tour durch die Bavaria Filmstudios führt durch eindrucksvolle Kulissen, unter anderem vom Filmklassiker “Das Boot“.

Und wer genug hat vom Stadtleben an der Isar, flüchtet einfach auf eine Tagestour in die Umgebung: Chiemsee, Allgäu und Augsburg liegen quasi vor der Haustür. Und sie alle sind ebenfalls einen Besuch wert. Am Abend kann man schließlich immer noch das Klischee bedienen – bei einer Maß im Biergarten in München. Oder einem Aperol.

Weite Wiesen, finsterer Wald: Das Kinzigtal

Wer schon beim Wort “Schwarzwald“ an miefigen Wirtschaftswundertourismus denkt, hat die heimlichen Reisetrends der Hippster verpasst. Die besinnen sich zunehmend auf Omas Credo (“Deutschland ist doch auch schön!“) – und chillen um die Ecke. Das Gastgewerbe im Schwarzwald hat sich darauf eingestellt – und bietet inzwischen auch Designerdomizile im Loftstil.

Kernkompetenzen dieser einzigartigen Kulturlandschaft sind aber nach wie vor Stille und Einsamkeit, kräuterwürzige Luft und weite Wiesen, auf denen noch Myriaden von Grillen zirpen und sich armweise Wildblumensträuße pflücken lassen. Fernab der Touristenhochburgen im Hochschwarzwald zieht etwa das sich südlich von Offenburg erstreckende Kinzigtal vor allem Wanderfreunde an. Auch Gourmets werden bestens bedient – die Nähe zum feinen Elsass ist in der schlichtesten Gaststube zu spüren. Darauf einen Obstler! Den destilliert hier jeder Bauer selbst, dem badischen Brennrecht sei Dank.

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